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Marcel Kittel geht es aktuell nicht gut
Marcel Kittel geht es aktuell nicht gut © Getty Images
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Bei Marcel Kittel läuft aktuell wenig rund. Der Rekordetappensieger der Tour de France fährt seinen Konkurrenten nur hinterher, will sich aber nicht aufgeben.

Top-Sprinter Marcel Kittel befindet sich nach einem zunächst erfolgreichen Saisonstart in einer neuerlichen Abwärtsspirale.

"Ich muss wieder nachdenken und versuchen, etwas zu verbessern. Es ist auf jeden Fall eine sehr schwierige Zeit", sagte der deutsche Tour-de-France-Rekordetappensieger nach seinem enttäuschenden 30. Platz beim Eintagesrennen Driedaagse Brugge-De Panne.

Kittel, der zuvor bei der Fernfahrt Paris-Nizza während der vierten Etappe ausgestiegen war, sucht nach Gründen für das Tief.

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"Ich weiß nicht, ob es mental oder physisch ist - wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Es ist momentan schwer, damit umzugehen, wenn ich ehrlich bin. Aber ich werde nicht aufgeben und weiterkämpfen", sagte der Thüringer. Er hofft, seine Probleme bis zum Scheldeprijs (10. April), den er bereits fünfmal gewann, in den Griff zu bekommen.

Querelen mit dem Sportdirektor

Nach einer verkorksten Saison 2018, die während der Frankreich-Rundfahrt bei Katusha-Alpecin in den teaminternen Querelen mit Sportdirektor Dmitri Konyschew gipfelte und bei der Deutschland-Tour auch mental ausgelaugt ein vorzeitiges Ende fand, hatte Kittel gleich Anfang Februar einen besonders moralisch wichtigen Sieg bei der Mallorca-Challenge gefeiert. 

Dieser Erfolg blieb bisher aber der einzige.

Am Mittwoch verlor Kittel im Finale den Kontakt zu seinem österreichischen Anfahrer Marco Haller und konnte nicht in den Sprint um den Sieg eingreifen.

Kittel sucht nicht nach Ausreden

"Es war sehr hektisch, aber ja, ich weiß nicht was los ist", sagte der 30-Jährige. Ausflüchte suchte er nicht: "Ich will keine Entschuldigungen finden oder sagen, dass alles in Ordnung ist. Ich bin nicht glücklich mit dem, was im Finale passiert ist."

Kittel schien auch die Kraft zu fehlen, um am Hinterrad seines Teamkollegen zu bleiben, der ihn in die Nähe der Spitze des Feldes eskortieren sollte.

"Nach all den Stürzen im Feld waren wir Mitte der letzten Runde wirklich weit hinten. Es hat viel Energie gekostet, wieder zurückzukommen", sagte Kittel, verwies aber darauf, dass es dem späteren Sieger Dylan Groenewegen (Niederlande/Jumbo-Visma) ähnlich gegangen war: "Wie man sieht, war es noch möglich, von da aus zu gewinnen."

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