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Elia Viviani hat die vierte Etappe der Tour de France gewonnen
Elia Viviani hat die vierte Etappe der Tour de France gewonnen © Getty Images
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Die Tour de France ist endgültig zurück auf heimischem Boden. Auf der 4. Etappe wird erstmals ausschließlich in Frankreich gefahren. Das Finale kommt Sprintern entgegen.

Die 4. Etappe zum Nachlesen:

+++ Alaphilippe behält Gelb, Sagan sichert Grün +++

Für den Franzosen Julian Alaphilippe ist das Etappenfinale von heute vollkommen in Ordnung. Der Sieger der gestrigen Etappen rollt zeitgleich mit dem Peloton ins Ziel und sichert so sein geliebtes Gelbes Trikot. Auch Peter Sagan darf weiterhin in Grün fahren und bleibt mit 23 Punkten Vorsprung auf Tagessieger Elia Viviani im Punkte-Trikot. Das Bergtrikot ist aufgrund der kleinen Bergwertungen ebenfalls weiter in den Händen von Tim Wellens.

+++ Sagan wird Vierter +++

Während Viviani links zum Sieg sprintet, bleibt für Caleb Ewan von Lotto-Soudal nur der 3. Platz hinter Alexander Kristoff. Zwei Radlängen später folgen dann Superstar Peter Sagan und Dylan Groenewegen.

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+++ Viviani siegt vor Kristoff +++

Alexander Kristoff eröffnet als erster den Sprint Royale und setzt sich auf der rechten Seite eine halbe Radlänge ab. Dann geht für Viviani aber links die Tür auf und der Italiener beißt sich durch!

+++ Sagan bringt sich in Position +++

Knapp sechs Kilometer vor dem Zielstrich bringt sich Superstar Peter Sagan bereits in Position und wird von seinen Kollegen nach vorn eskortiert. Auch Caleb Ewan und Michael Matthews sind schon vorn.

+++ Finale für Sprinter geeignet +++

Werfen wir kurz vor dem heißen Finish einen Blick auf die allerletzten Kilometer der Etappe. Das heutige Etappenfinale in Nancy ist ein regelrechtes Geschenk an die Sprinter. Nach knapp 210 eher flachen Kilometern rauschen die Fahrer fast im Höchsttempo Richtung Zielgerade und finden dort eine 1500 Meter lange Gerade vor. Ist die letzte Kurve 1,8 Kilometer vor dem Zielstrich passiert, haben Peter Sagan und Co. freie Fahrt und können voll durchziehen. Perfektes Terrain für Topfavoriten Dylan Groenewegen?

+++ Calmejane attackiert +++

Dürfen die Franzosen heute wieder jubeln? Zehn Kilometer vor dem Zielstrich setzt sich Lilian Calmejane als Solist ab und hofft auf eine etwas größere Lücke. Für den Total-Direct-Énergie ein bekanntes Szenario: 2017 führte eine ähnliche Aktion zum umjubelten Sieg auf der 8. Etappe.

+++ Sprinter stehen im Fokus +++

Das Peloton erhöht das Tempo am kleinen Berg und rast den Côte de Maron fast schon hinauf. Sunweb und Jumbo-Visma beginnen für ihre Sprinterstars mit der Arbeit und geben jetzt Vollgas. Fallen einzelne Fahrer heraus?

Zwölf Kilometer sind noch zu gehen und das Hauptfeld drückt weiter kräftig auf das Tempo. Das Peloton wird immer mehr zum Schlauch und dünnt sich nach hinten aus. Bislang können aber alle Fahrer mithalten und es gibt keine Gruppenbildung.

+++ Massensprint steht an +++

Es reicht nicht für Michael Schär! Der Schweizer wird 1000 Meter vor der Bergwertung doch noch geschluckt und die Ausreißer-Gruppe des Tages ist somit Geschichte. Jetzt ist der Massensprint sicher!

+++ Schär will zweite Bergwertung +++

Fighter Michael Schär hat es jedenfalls auf die Bergwertung abgesehen und will nun auch noch den zweiten Berg-Zähler des Tages einsammeln. Während Schär vorne Backaert so langsam wegfährt, erhöht Tony Martin hinten für Dylan Groenewegen und das Peloton das Tempo. 

Der Schweizer will es unbedingt noch auf den Gipfel schaffen und hält 1500 Meter vor der Bergwertung einen Vorsprung von rund zehn Sekunden. Das wird eine ganz knappe Angelegenheit...

+++ Backaert und Schär helfen sich nicht +++

Michael Schär wird von seinem Verfolger Frederik Backaert kaum unterstützt und muss die Tempoarbeit alleine übernehmen. Backaert lehnt sich im Windschatten zurück und rollt einfach mit. So wird das nichts mit einem Ausreißer-Sieg...

+++ Schär gibt Gas +++

Im Führungs-Trio wird es unruhig: Michael Schär hat den Etappensieg noch nicht abgeschrieben und geht bei 36 Sekunden Vorsprung auf das Peloton aus dem Sattel. Der Schweizer wird damit nicht sonderlich viel erreichen, könnte sich mit dieser kämpferischen Aktion aber die Rote Startnummer sichern.

Schärs Mitstreiter Frederik Backaert setzt nach der Attacke des Schweizers nach und klemmt sich ans Hinterrad. Der dritte im Bunde, Yoann Offredo, gibt das Unterfangen hingegen auf und wird nun vom Hauptfeld geschluckt. Schär wird von seinem Verfolger Frederik Backaert kaum unterstützt und muss die Tempoarbeit alleine übernehmen. Backaert lehnt sich im Windschatten zurück und rollt einfach mit. So wird das nichts mit einem Ausreißer-Sieg...

+++ Etappenfinale wie 2014 +++

Mit der Einfahrt in die Mosel-Stadt Toul erreicht das Rennen nun den Streckenabschnitt, der auch schon im Jahr 2014 zum Finale einer Etappe wurde. Auf der 7. Etappe der Tour 2014 überquerten die Fahrer ebenfalls den Côte de Maron und in Nancy folgte ein Massensprint mit einer hauchdünnen Entscheidung. Matteo Trentin (Italien) gewann vor Peter Sagan (Slowakei) und hatte lediglich zehn Zentimeter (!) Vorsprung. Was passiert heute?

+++ Ausreißern geht Luft aus +++

So langsam geht den drei Ausreißern die Luft aus. Schär, Offredo und Backaert sind jetzt nur noch 50 Sekunden vor dem immer schneller werdenden Hauptfeld und gehen nun wohl auf ihre letzten, gemeinsamen Kilometer. Noch glauben die drei Hasadeure an ein Happy End und treten bei weit geöffnetem Mund in die Pedale. Das Peloton hat jedoch alles im Griff und wird in wenigen Minuten für den Zusammenschloss sorgen.

+++ Sorgt Bergwertung für Riss im Feld? +++

Ein ganz wichtiger Faktor beim baldigen Etappenfinale ist vor allem die Bergwertung der 4. Kategorie, die das 15 Kilometer vor dem Ende nochmal durcheinander würfeln könnte. Fällt ein Sprinter dort zurück, ist ein späterer Zusammenschluss nur noch schwer machbar.

+++ Peloton verkürzt +++

Für die drei Hasardeure wird es nun immer bedrohlicher. Das Peloton hat durch den Zwischensprint ordentlich Boden gutgemacht und ist jetzt nur noch 90 Sekunden hintendran. Besonders die letzte Bergwertung bei Kilometer 198 wird für noch mehr Unruhe sorgen. Will einer der drei Ausreißer durchkommen, muss jetzt bald eine Tempoverschärfung oder ein Solo-Angriff folgen.

+++ Sprinter folgen +++

Keine zwei Minuten nach dem Führungs-Trio folgen schon die Sprinter, die den Zwischensprint als Trainingsrunde für das Etappenfinale nutzen. Sonny Colbrelli setzt die erste Attacke, wird jedoch in letzter Sekunde doch noch von Elia Viviani überholt. Peter Sagan rollt mit und läuft als insgesamt Sechster ein.

+++ Backaert gewinnt Zwischensprint +++

Die Ausreißer passieren bereits jetzt den Zwischensprint und machen die ersten drei Plätze unter sich aus. Der Sieger? Frederick Backaert, der 300 Meter vor dem Strich loslegt und vorn bleibt. In zwei Minuten folgen die Topsprinter im Peloton!

+++ Crunch Time beginnt +++

Für das Führungs-Trio beginnt so langsam die Crunch Time. Schär, Offred und Backaert träumen weiterhin von der Einfahrt nach Nancy, müssen jetzt aber um jede Sekunde fighten. Mit 2:45 Minuten Vorsprung auf den letzten 80 Kilometern ist der Abstand eher gering. Die Sprinter-Züge bauen sich in wenigen Kilometern für den Zwischensprint auf und 15 Kilometer vor dem Ziel wartet der letzte Berg des Tages. Das Problem für das Trio: Das Rennen wird jetzt immer schneller.

+++ Erstes Kräftemessen beim Zwischensprint? +++

Nach der eher unwichtigen Bergwertung erreicht das Führungstrio in wenigen Kilometern den heutigen Zwischensprint. Dort erhalten dann gleich 15 Fahrer Punkte und auch die Topsprinter aus dem Peloton erhoffen sich wichtige Zähler für das Grüne Trikot. Gut möglich, dass wir beim Sprint in Lérouville auch schon einen Fingerzeig für das spätere Finale erhalten. Als großen Favoriten auf den Etappensieg sehen die Expertin der Tour heute vor allem Dylan Groenewegen von Jumbo-Visma.

+++ Schär schnappt sich Bergpunkt +++

Mit der Stadt Bar-le-Duc nähert sich das Rennen jetzt auch der ersten von zwei Bergwertungen des Tages. Der Côte de Rosières ist mit seinen 318 Metern aber alles andere als eine große Herausforderung und wird von den Ausreißern einfach überrollt. Bergtrikot-Träger Tim Wellens (sieben Punkte) muss nicht um sein gepunktetes Jersey bangen, da das Trio vorne bisher keine Punkte auf dem Konto hat und bei beiden Anstiegen jeweils nur ein Zähler vergeben wird.

Schweizer Michael Schär will den Bergpunkt unbedingt einsacken und gibt als einziger Hasardeur Vollgas. Der CCC-Fahrer lässt die beiden Wanty-Gobert-Ausreißer hinter sich und füllt die Mannschaftskasse außerdem mit 200 Euro Prämie.

+++ Ausreißer verpasst die Verpflegung +++

Kurz vor der Verpflegungszone holen die drei Flüchtigen wieder die ein oder andere Sekunde heraus und befinden sich nun knapp 3:30 Minuten vor dem Hauptfeld. Etwas Pech hat Offredo, der seinen Essens-Beutel während bei der Übergabe verpasst und als einziger ohne Verpflegung bleibt. Mitstreiter Schär hilft Offredo aber aus und schenkt seinem Fluchtpartner einen Energieriegel.

+++ Großer Sturz im Peloton! +++

Auf einer Landstraße führt eine Unachtsamkeit im engen Feld zum nächsten Sturz, bei dem gleich eine Hand voll Fahrer verwickelt sind. Bekanntestes Sturz-Opfer: Franzose Tony Gallopin. Neben Lokalmatador Gallopin ist auch die CCC-Mannschaft mit mehreren Fahrern betroffen, die nach einem kurzen Fahrrad-Wechsel aber alle weiterfahren können.

+++ Ausreißer vergrößern Vorsprung +++

Das Führungs-Trio kann den Vorsprung auf das Hauptfeld nicht mehr vergrößern und liegt in einem leicht welligen Streckenabschnitt momentan nur noch 2:45 Minuten vor dem großen Feld. Im Peloton läuft die Nachführarbeit ohne Probleme und Lotto-Soudal setzt sich an die Spitze. Auch Tony Martin und Jumbo-Visma treten hohe Wattzahlen.

+++ Trio harmoniert +++

Während hinten im Peloton weiter entspannt gerollt wird, harmonieren das Ausreißer-Trio gut und zieht an einer kleinen Erhöhung kurz an. Schär und die beiden Wanty-Group-Fahrer Offredo und Backaert wechseln sich bei der Tempoarbeit ab und halten den Vorsprung jetzt immerhin bei 3:30 Minuten. Für einen Triumph in Nancy ist das aber wohl trotzdem zu wenig.

+++ Schrecksekunde bei Cofidis! +++

Doppel-Sturz im Hauptfeld: Die beiden Cofidis-Fahrer Natnael Bethane und Pierre-Luc Périchon fahren im hinteren Peloton zu nah nebeneinander und legen sich an einer Verkehrsinsel auf den Hosenboden. Nach einem kurzen Check der Blessuren geht es für die beiden Unglücksraben aber weiter.

+++ Langsamer Schnitt +++

Eine Stunde ist nun auf dem Tacho und die erreichte Renndistanz beträgt 41,9 Kilometer. Das Rennen ist also eher gemächlich und mit dieser Geschwindigkeit knapp über dem langsamsten Schnitt, den die Tour-Organisatoren vorher berechneten.

+++ Zeit für einen Energieriegel +++

Tony Martin nutzt die ruhige Rennphase für einen kleinen Snack zwischendurch und nimmt am Ende des Hauptfeldes einen schmackhaften Energieriegel zu sich. Das Ausreißer-Trio pendelt sich aktuell bei rund drei Minuten Vorsprung ein, viel mehr will das Peloton dann wohl doch nicht gewähren.

+++ Jede Minute Vorsprung zählt +++

Für das Flucht-Trio beginnt nun ein langen Ritt über mehr als 200 Kilometer. Wollen die drei Ausreißer bis nach Nancy durchkommen, benötigen Offredo und Co. einen beträchtlichen Vorsprung von mehreren Minuten, nur so kann es mit dem Etappensieg klappen. Die Sprinter-Teams wie Bora-hansgrohe werden das Tempo gegen Ende so oder so anziehen und lassen den Ausreißern jetzt erstmal mehr Leine.

+++ Das Trio des Tages +++

Und das sind die drei Ausreißer: Michael Schär (CCC), Yoann Offredo und Frederik Backaert (beide Wanty-Gobert). Das Hauptfeld hält sich weiter zurück und akzeptiert die Fluchtgruppe. Schon nach zehn Kilometern beträgt der Vorsprung über zwei Minuten - Tendenz steigend.

+++ Steht die Ausreißergruppe schon fest? +++

Unüblicher Start: Direkt nach dem Startschuss löst sich schnell eine Dreiergruppe, die nach wenigen Kilometern bereits über 30 Sekunden Vorsprung herausfährt. Das Peloton reagiert überraschend ruhig und lässt das Trio gewähren.

+++ Scharfer Start +++

Und jetzt geht es los! Der Tour-Tross teilt sich in einem Kreisverkehr in zwei Teile auf, kurz danach schwenkt Tour-Direktor Christian Prudhomme die Start-Fahne und jetzt ist das Rennen heiß!

+++ Erste Etappe auf französischem Boden +++

Am Dienstag rollt der Tour-Tross weiter. Auf der 4. Etappe der 106. Tour de France starten die Radprofis in Reims im Nordosten Frankreichs 

In der inoffiziellen Hauptstadt der Weinbauregion Champagne machen sich die Fahrer auf, um die 213,5 Kilometer in Richtung Nancy hinter sich zu bringen. Damit wird erstmals während der diesjährigen Tour eine Etappe ausschließlich auf französischem Boden ausgetragen.

+++ Massensprint höchstwahrscheinlich +++ 

Dabei erscheint die Streckenführung wie gemalt für die Top-Sprinter im Feld. Das Finale mit einer 1,5 Kilometer langen Geraden bis ins Ziel macht einen Massensprint höchstwahrscheinlich.

© letour.fr

Auch zuvor wird es den Sprintspezialisten nicht allzu schwer gemacht. Die insgesamt sehr flach gehaltene Etappe bietet lediglich zwei Anstiege der vierten Kategorie und erreicht 15 Kilometer vor dem Ziel mit gerade 392 Metern seine höchsten Punkt.

Die Chance also für die Männer mit den schnellsten Beinen wie Peter Sagan (Bora-hansgrohe), Caleb Ewan (Lotto-Soudal), Elia Viviani (Deceuninck Quick-Step) oder Michael Matthews (Sunweb), sich den Etappensieg zu schnappen. (Alle Infos zur Tour de France)

+++ So können Sie die Tour de France 2019 LIVE verfolgen +++

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