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Der französische Präsident Emmanuel Macron mit Eddy Merckx bei der letztjährigen Tour de France
Der französische Präsident Emmanuel Macron mit Eddy Merckx bei der letztjährigen Tour de France © Getty Images
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Paris und München - Frankreichs Präsident Macron lässt die Beschränkungen der Coronakrise aufrecht. Damit wird die Austragung der Tour de France ab Juni immer unwahrscheinlicher.

Die Austragung der diesjährigen Tour de France zum angedachten Termin (27. Juni und 19. Juli) scheint nach den jüngsten Aussagen von Emmanuel Macron nahezu ausgeschlossen.

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Frankreichs Staatspräsident kündigte am Abend des Ostermontag in einer Fernsehansprache an, die strikten Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Coronakrise landesweit bis zum 11. Mai zu verlängern. Weiter erklärte Macron, dass "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten.

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Tour-de-France Boss will keine "Geister-Tour"

Davon wäre auch die 107. Auflage des weltweit wichtigsten Radrennens betroffen, dessen Veranstalter Gedankenspiele einer "Geister-Tour" zuletzt ausdrücklich ausgeschlossen hatte. Die Frankreich-Rundfahrt werde "nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden", hatte Tour-Boss Christian Prudhomme betont.

Zuletzt war in verschiedenen Medien über eine mögliche Verlegung der Tour auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr berichtet worden. So nannte die Tageszeitung Le Parisien Ende Juli als potenziellen Startzeitpunkt. 

Auch Deutschlands Hoffnungsträger Emanuel Buchmann hatte zuletzt im SID-Gespräch spekuliert, dass die Lage wahrscheinlich wieder besser aussehe, wenn man die Tour "um ein oder anderthalb Monate" verschieben könnte: "Im Moment denke ich immer noch, dass die stattfinden wird, ich bin noch optimistisch."

Corona-Pandemie zwingt Teams zu Einsparungen

Für die World-Tour-Teams besitzt die Tour nicht nur sportlich, sondern auch finanziell einen extrem hohen Stellenwert. Die Corona-Pandemie zwang bereits mehrere Teams zu massiven Einsparungen, so reduzierte unter anderem das Team CCC die Gehälter seiner Fahrer bis zum Saisonende stark und löste die Verträge mit einem Großteil der Mitarbeiter vorübergehend auf.

Ebenfalls in den von Macron genannten Zeitraum fällt der mögliche Saisonstart der Formel 1, der nach den Absagen und Verlegungen der ursprünglich ersten neun angesetzten Rennen am 28. Juni in Le Castellet über die Bühne gehen soll. Formel-1-Boss Chase Carey hatte zuletzt eingeräumt, Geisterrennen "ernsthaft" zu prüfen.

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Tour vor erster Absage nach den Weltkriegen

Mit der Tour de France, Frankreichs wichtigstem Sportereignis, würde auch das letzte Großereignis des Sommers wegen der Corona-Pandemie nicht nach Plan ausgetragen werden. Zuvor waren die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM ins Jahr 2021 verschoben sowie das Tennisturner in Wimbledon abgesagt worden. 

Die große Schleife war seit ihrer Premiere 1903 nur während der beiden Weltkriege abgesagt worden. Am 13. März war mit dem 103. Giro d'Italia bereits die erste große Landesrundfahrt vorläufig abgesagt worden, ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Derzeit dürfen die Franzosen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Mit knapp 15.000 Toten ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder der Coronakrise. 

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