vergrößernverkleinern
Roger Federer nimmt nicht am Schaukampf in Dschidda teil
Roger Federer nimmt nicht am Schaukampf in Dschidda teil © Getty Images
teilenE-MailKommentare

Roger Federer sagt seine Teilnahme am Schaukampf in Saudi-Arabien ab und möchte lieber trainieren. Novak Djokovic und Rafael Nadal sind hingegen dabei.

Roger Federer hat sich im Gegensatz zu seinen langjährigen Weggefährten Novak Djokovic und Rafael Nadal gegen einen Schaukampf in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda entschieden. "Es gab eine offizielle Anfrage des Veranstalters", sagte Federer nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen Djokovic beim ATP-Masters in Paris: "Aber ich wollte nicht dort spielen, deshalb war es eine schnelle Entscheidung."

Zu den genauen Gründen seiner Absage äußerte sich der 37-jährige Schweizer nicht: "Ich ziehe es einfach vor, in der Zeit andere Dinge zu tun, zum Beispiel zu trainieren."

Djokovic, ab Montag wieder die Nummer eins der Weltrangliste, und Nadal haben dagegen ihre Teilnahme an dem Schaukampf bestätigt. Das Match um den "King Salman Tennis Cup" soll am 22. Dezember stattfinden. Nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul ist die Zusage der beiden Topstars, in Saudi-Arabien ein hochdotiertes Tennis-Match zu bestreiten, sehr umstritten.

Umstrittener Tweet von Djokovic

Nadal erklärte in Paris, er habe die Einladung zu dem Schaukampf bereits vor einem Jahr erhalten und zugesagt. Derzeit werde die neue Situation von seinen Beratern bewertet: "Dann werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen." Djokovic setzte dagegen einen heftig kritisierten Tweet ab: "Ich freue mich darauf, dieses schöne Land zu besuchen und dort zu spielen. Danke für die Einladung."

Der 20-malige Major-Sieger Federer äußerte sich derweil in einem Interview mit der Sunday Times noch zu einem anderen Aufregerthema, dem Auftritt von Serena Williams beim US-Open-Finale im September. Nach Ansicht des Schweizers sei die 37-Jährige dabei "zu weit gegangen" und hätte "lieber weggehen sollen". Allerdings nahm er die US-Amerikanerin auch in Schutz, der Schiedsrichter hätte sie "nicht so weit treiben" müssen.

Williams hatte sich in dem Endspiel gegen die Japanerin Naomi Osaka (2:6, 4:6) mit Schiedsrichter Carlos Ramos angelegt, nachdem der Portugiese sie wegen unerlaubten Coachings zu Beginn des zweiten Satzes verwarnt hatte. Williams hatte ihn daraufhin verbal attackiert, ihn unter anderem als "Dieb" und "Lügner" bezeichnet und ihm anschließend Sexismus vorgeworfen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image