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Umarmung zwischen Novak Djokovic und Boris Becker
Umarmung zwischen Novak Djokovic und Boris Becker © dpa Picture-Alliance
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Roger Federer trumpft mit einer Innovation auf, die US Open gewinnt aber ein anderer. Die deutschen Tennisprofis enttäuschen vor allem. SPORT1 zeigt Tops und Flops der US Open.

TOPS

Bei den Frauen kommt es zum Finale der Superlative. Das erste italienische Endspiel bei den US Open ist gleichzeitig das "älteste". Die 33-jährige Flavia Pennetta und ihre 32-jährige Landsfrau Roberta Vinci stehen beide zudem erstmals in einem Einzel-Finale bei einem Major-Turnier.

Finalsiegerin Pennetta ist im Endspiel die überlegene Spielerin (7:6, 6:2). Nach dem Triumph gibt sie ihr Karriereende bekannt.

Nicht ans Aufhören denkt die 34-jährige Martina Hingis. Nach ihrem Comeback im Sommer 2013 läuft es diese Saison mit fünf Major-Titeln sehr erfolgreich. In New York gewinnt die Schweizerin an der Seite von Leander Paes den Mixed-Wettbewerb, an der Seite von Sania Mirza holt sie den Sieg in der Doppelkonkurrenz. Damit steht Hingis jetzt bei 20 Grand-Slam-Titeln.

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Von vielen anfangs belächelt, sollte Novak Djokovics dritter Grand-Slam-Titel der Saison für Coach Boris Becker eine Genugtuung sein: Sein Schützling beweist in den entscheidenden Momenten nun mentale Stärke. Im Finale gegen Fanliebling Roger Federer wehrt er 17 der 23 Breakbälle des Schweizers ab. Selbst nutzt er sechs von 13 Breakchancen.

Trotz der Finalniederlage zeigt Federer, dass er mit 34 Jahren immer noch dazu in der Lage sein könnte einen Grand Slam zu gewinnen. Mit der innovativen Idee, den gegnerischen Aufschlag mit einem Halbvolley als Angriffsschlag zu retournieren, sorgt er für Aufsehen.

Ein Lichtblick aus deutscher Sicht ist Angelique Kerbers Leistung gegen Victoria Azarenka, auch wenn nach einem hochklassigen Dreisatz-Thriller (5:7, 6:2 , 4:6) schließlich bereits das Aus in Runde drei folgt.

FLOPS

Insgesamt ist das Abschneiden der deutschen Damen enttäuschend. Sabine Lisicki scheitert im Achtelfinale gegen Simona Halep als letzte Deutsche. Damit schafft dieses Jahr keine Deutsche den Sprung ins Viertelfinale eines Major-Turniers.

Das Ergebnis bei den Männern fällt ebenso ernüchternd aus. Philipp Kohlschreiber verabschiedet sich als letzter Deutscher bereits in der dritten Runde.

Bei bis zu 31 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent kommt es zu insgesamt 16 Aufgaben. Ein neuer Negativrekord! Erschreckendstes Beispiel ist Jack Sock. Der Amerikaner bricht in seinem Zweitrunden-Match auf dem Platz zusammen und muss wegen Krämpfen am ganzen Körper sowie Kreislaufproblemen aufgeben.

Enttäuschung bei Rafael Nadal - mit seiner Niederlage gegen Fabio Fognini reißt für den Spanier eine beeindruckende Serie. Erstmals seit 2004 bleibt er ohne Grand-Slam-Titel in einer Saison.

Gleiches gilt für die Bryan-Zwillinge, die ebenfalls seit 2004 in jedem Jahr mindestens einen Major-Titel holten. Bei ihrem Heim-Turnier scheitern die topgesetzten Amerikaner völlig überraschend schon in der ersten Runde.

Ein Favoritensterben gibt es auch bei den Damen. Mit Ana Ivanovic (7. ), Karolina Pliskova (8.) und  Carla Suarez Navarro (10.) verlieren drei Top-Ten-Spielerinnen bereits in der ersten Runde. Bei den Herren ereilt dem Vorjahresfinalisten und Weltranglistenvierten Kei Nishikori das gleiche Schicksal.

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