vergrößernverkleinern
Das Finale der Australian Open zwischen Rafel Nadal und Novak Djokovic verspricht ein Spektakel zu werden
Das Finale der Australian Open zwischen Rafel Nadal und Novak Djokovic verspricht ein Spektakel zu werden © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Der erste große Titel wird zwischen zwei Altmeistern ausgespielt. Das Finale von Melbourne mit Nadal und Djokovic verspricht ein Spektakel zu werden.

Das Bild der beiden völlig erschöpften Helden ist in die Tennis-Geschichte eingegangen.

Seite an Seite sitzen Rafael Nadal und Novak Djokovic bei der Siegerehrung der Australian Open, irgendjemand hatte ihnen Stühle gebracht, sie konnten sich ja kaum noch auf den Beinen halten. Die Hände umklammerten Wasserflaschen, die leeren Blicke suchten einen Punkt, um sich daran festzukrallen. Wer gewonnen und wer verloren hatte, war nicht mehr zu erkennen.

Sieben Jahre nach dem mit 5:53 Stunden noch immer längsten Finale der Grand-Slam-Historie kommt es in Melbourne zur Neuauflage des ultimativen Duells: Am Sonntag fordert der Weltranglistenzweite Nadal (32) Branchenführer Djokovic (31) zur Revanche heraus. 2012 hatte sich der Serbe mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5 durchgesetzt. 2019 haben beide die Voraussetzungen für ein ähnlich episches Match vor dem Endspiel erfüllt.

Anzeige

Nadal und Djokovic im Schongang ins Finale

Kraft haben Nadal und Djokovic genug gespart, der Spanier ist sogar noch ohne Satzverlust. Im Halbfinale ließ er dem Griechen Stefanos Tsitsipas (20) beim 6:2, 6:4, 6:0 keine Chance, noch deutlicher fiel Djokovics Machtdemonstration gegen den Franzosen Lucas Pouille (24) aus. Beim 6:0, 6:2, 6:2 leistete er sich gerade einmal fünf (!) vermeidbare Fehler. Die Altmeister spielten in ihrer eigenen Dimension, den Ansturm der Jugend wehrten sie spielend ab.

"Der Hauptgrund, warum Roger (Federer, d.Red.), Novak und ich noch immer hier sind", sagte Nadal am Tag vor dem Finale, "ist, dass wir uns über all die Jahre gegenseitig angetrieben haben". Federer (37) führt die "ewige" Bestenliste mit 20 Grand-Slam-Titeln an, seinen bislang letzten hat der Schweizer im vergangenen Jahr in Melbourne gewonnen. Nadal folgt mit 17, und der 14-malige Champion Djokovic hat beide nach seinen Triumphen in Wimbledon und New York im Blick.

Der Nachwuchs um Tsitsipas und den Hamburger Alexander Zverev (21) kämpft bisher vergeblich um die großen Titel, weil zuerst Federer, dann Nadal und Djokovic ihr Spiel immer wieder neu justiert haben. "Ich habe es meinem Alter angepasst", sagte Sandplatzkönig Nadal. Nach seiner langen Verletzungspause, von den US Open bis zu seiner Auftaktrunde in Melbourne hatte er kein Match mehr bestritten, kam Nadal offensiver denn je zurück. Auch der Aufschlag ist verbessert.

Djokovic kündigt Show an

Djokovic ist körperlich wieder in der Lage, Außergewöhnliches zu leisten. Noch vor einem Jahr hatte er nach monatelangen Problemen am Ellbogen ein mentales Tief erlebt und sich zu einer Operation entschlossen. "Es gibt keine Abnutzungserscheinungen, die mein Spiel beeinflussen würden", sagte Djokovic am Freitag und kündigte eine große Show für das 53. Duell gegen Nadal an: "Das Finale kommt für uns beide zur richtigen Zeit. Für solche Matches lebt man."

Auf dem Spiel steht für ihn der Rekordsieg in Melbourne, bislang teilt sich Djokovic die Spitze mit Federer und dem Australier Roy Emerson (alle sechs Titel). Nadal hofft nach drei Finalniederlagen auf seinen zweiten Triumph nach 2009. Alles ist angerichtet für das große Endspiel. Ein Match, das wieder in die Grand-Slam-Geschichte eingehen kann. Egal, wie lange es diesmal dauert.

Die Partien am Sonntag (27. Januar):

Alle Partien und Ergebnisse im Überblick

Rod Laver Arena - Damen (Beginn 9.30 Uhr):

Novak Djokovic - Rafael Nadal

So können Sie die Australian Open LIVE verfolgen:

TV: Eurosport 
Livestream: Eurosport Player
Liveticker: SPORT1.de

Nächste Artikel
previous article imagenext article image