Lesedauer: 5 Minuten
teilenE-MailKommentare

Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres. Alexander Zverev und Angelique Kerber sind am Start. SPORT1 beantwortet alle wichtigen Fragen.

Mit den French Open (im LIVETICKER bei SPORT1) steigt in Paris das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres. Vom 26. Mai bis zum 9. Juni treten Männer und Frauen beim mit 42,66 Millionen Euro dotierten Sandplatzturnier an. 

Die beiden Gewinner im Einzel erhalten jeweils 2,3 Millionen Euro - 100.000 mehr als im Vorjahr - und selbst die Verlierer der ersten Runde bekommen noch 46.000 Euro, nach 40.000 im Vorjahr.

Am Sonntag beginnen die ersten Partien. Die Spielplan-Auslosung ergab, dass Alexander Zverev auf John Millman aus Australien ran muss. Maximilian Marterer bekam mit Mitfavorit Stefanos Tsitsipas aus Griechenland ein Hammerlos. Noch härter erwischen es Yannick Hanfmann. Der Qualifikant trifft in der 1. Runde auf den "König von Paris" und großen Turnierfavoriten Rafael Nadal. 

Anzeige

Bei den Damen erwischte Angelique Kerber mit der Russin Anastassya Potapova eine machbare Aufgabe zugelost. Julia Görges bekommt es mit Kaia Kanepi aus Estland zu tun.

Das Finale der Damen findet am 8. Juni ab 15 Uhr statt, die Herren ermitteln am 9. Juni ab 15 Uhr ihren Champion.

SPORT1 beantwortet alle wichtigen Fragen zum Start der French Open.

Wer sind die Favoriten der French Open?

Bei den Damen kann jede jede schlagen: Titelverteidigerin Simona Halep aus Rumänien, die Niederländerin Kiki Bertens (Siegerin in Madrid) und die Tschechin Karolina Pliskova (Siegerin in Rom) haben die besten Chancen.

Die japanische Weltranglistenerste Naomi Osaka, die zuletzt bei den US Open und Australian Open triumphierte, sollte man ebenfalls auf der Rechnung haben, wenngleich Sand ihr ungeliebter Belag ist.

Bei den Herren ist natürlich wieder Rafael Nadal der Favorit. Der Spanier hat seit 2005 elfmal gewonnen, unterbrochen durch die Siege von Roger Federer (Schweiz/2009), Stan Wawrinka (2015/Schweiz) und Novak Djokovic (Serbien/2016). Letzterer ist größter Konkurrent von Nadal.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählt auch Vorjahresfinalist Dominic Thiem. Der Österreicher hatte bei seinem Triumph in Barcelona unter anderem Nadal bezwungen. Ein Sieg gegen Sandplatzkönig Nadal gelang auch dem Griechen Stefanos Tsitsipas in Madrid, der ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.

Superstar Roger Federer, der erstmals seit 2015 wieder in Paris angreift, hat nach den Vorleistungen bestenfalls Außenseiterchancen auf den Titel.

DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Wie stehen die deutschen Chancen?

Eher schlecht. Seit dem Sieg von Steffi Graf 1999 (siehe unten) schaffte es kein deutscher Tennis-Profi in ein Einzel-Finale.

Angelique Kerber erreichte 2012 und 2018 das Viertelfinale, auch Alexander Zverev stand im vergangenen Jahr in der Runde der letzten Acht.

Aussicht auf Besserung ist angesichts der Form - und bei Kerber zudem Verletzungsprobleme - der beiden deutschen Topspieler nur schwer zu erkennen, auch wenn Zverev mit dem Turniersieg in Genf in der Woche vor den French Open etwas Hoffnung auf einen Formanstieg macht.

Wann gab es die letzten deutschen Siege?

1999 gewann Steffi Graf zum sechsten und letzten Mal in Roland Garros. Seitdem bestritten deutsche Einzelspieler kein Endspiel mehr.

Keinen deutschen Sieg gab es bislang bei den Herren: Michael Stich schaffte es 1996 immerhin ins Finale, er unterlag dort dem Russen Jewgeni Kafelnikow.

Letztmals einen Titel in Paris gewann Anna-Lena Grönefeld: Sie siegte 2014 im Mixed (mit Jean-Julien Rojer/Frankreich).

Was ist neu bei Roland Garros?

In Roland Garros wird seit einem Jahr gebaut und umgebaut. Der Hauptplatz "Philippe Chatrier" erhält ein verschließbares Dach - es wird erst 2020 fertig werden. Das Stadion bietet immerhin bereits neue Umkleidekabinen für die Spieler sowie bessere Sicht für die 15.000 Zuschauer.

Meistgelesene Artikel

Komplett neu ist der Court "Simonne Mathieu" für 5000 Zuschauer sowie sechs weitere Plätze. 

Wie viel Preisgeld gibt es?

Insgesamt werden bei den French Open 42,661 Millionen Euro ausgeschüttet, eine Steigerung von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Einzel-Sieger bei Damen und Herren erhalten jeweils 2,3 Millionen Euro (plus 4,55 Prozent), bereits die Teilnahme an der ersten Runde im Hauptfeld wird mit 46.000 Euro vergütet (plus 15 Prozent).

Gegen wen müssen die Deutschen ran?

1. Runde

Herren: 

Alexander Zverev (Nr. 5) - John Millman (Australien)
Maximilian Marterer - Stefanos Tsitsipas (Griechenland/Nr. 6)
Cedrik-Marcel Stebe - Karen Chatschanow (Russland/Nr. 10)
Jan-Lennard Struff - Denis Shapovalov (Kanada/Nr. 20)
Philipp Kohlschreiber - Robin Haase (Niederlande)
Mischa Zverev - Richard Gasquet (Frankreich)
Peter Gojowczyk - Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich)
Yannick Hanfmann - Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2)
Rudolf Molleker - Alexander Bublik (Kasachstan)
Yannick Maden - Kimmer Coppejans (Belgien)
Oscar Otte - Malik Jaziri (Tunesien)

Damen:

Angelique Kerber (Nr. 5) - Anastassya Potapova (Russland)
Julia Görges (Nr. 18) - Kaia Kanepi (Estland)
Mona Barthel - Caroline Garcia (Frankreich/Nr. 24)
Andrea Petkovic - Alison Riske (USA)
Tatjana Maria - Danielle Collins (USA)
Laura Siegemund - Sofia Schuk (Russland)
Antonia Lottner - Johanna Konta (Großbritannien/Nr. 26)

Wo können Sie die French Open LIVE verfolgen?

TV: Eurosport 
Livestream: Eurosport Player
Liveticker: SPORT1

Nächste Artikel
previous article imagenext article image