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Rafael Nadal präsentiert sich bei den US Open in Topform und könnte gegen Daniil Medvedev seinen 19. Grand-Slam-Titel einfahren. Federers Rekord gerät in Gefahr.

Die Fokussierung auf Rekorde, die ständigen Vergleiche zwischen den Superstars, die Fragen nach dem Besten der Besten - all das ist Rafael Nadals Sache nicht.

"Du kannst nicht den ganzen Tag frustriert sein und daran denken, worin dein Nachbar besser ist als du", sagte der Spanier und wurde konkret: "Natürlich wäre ich gerne derjenige, der die meisten Grand Slams gewonnen hat. Aber ich werde auch immer noch gut schlafen, wenn ich es nicht bin."

Und doch schwebt am Sonntag (US Open, Finale: Rafael Nadal - Daniil Medvedev ab 22 Uhr im LIVETICKER) das Wettrennen um den Rekord über dem Arthur-Ashe-Stadium in New York.

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Federers Rekord winkt

Der 33-jährige Nadal bestreitet dann bei den US Open sein 27. Grand-Slam-Endspiel - davon sein 15., das nicht auf Sand stattfindet. Und sollte er seiner Favoritenrolle gegen den russischen Final-Debütanten Daniil Medvedev gerecht werden, rückt er mit seinem 19. Major-Titel bis auf einen Sieg an Rekordhalter Roger Federer heran. Der Schweizer war im Viertelfinale an Grigor Dimitrov gescheitert und klagte anschließend über Verletzungsprobleme.

Nadal dagegen ist auch noch beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Topform. Der Mallorquiner, oftmals gehandicapt von Knieverletzungen, hat gelernt auf seinen Körper zu hören und verschafft ihm die nötigen Ruhepausen. In Sachen Fitness macht Nadal sowieso kaum jemand etwas vor.

Nadal entspannt: "Es ist nur eine weitere Chance"

So winkt ihm die Möglichkeit seinem Rivalen und Freund Federer bei den Grand-Slam-Siegen auf die Pelle zu rücken. "Es ist nur eine weitere Chance", sagte Nadal gelassen, selbst von seiner Favoritenrolle wollte er nichts wissen. "Er ist der Spieler, der besser in Form ist auf der Tour, der mehr Matches in diesem Jahr gewonnen hat und der seit einer Weile auf dem höchsten Niveau spielt", betonte der French-Open-Champion im Hinblick auf seinen Gegner Medvedev.

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Freilich, der 23-jährige Russe, der sich mehrmals mit dem New Yorker Publikum angelegt und mittlerweile wieder versöhnt hat, ist momentan der heißeste Spieler auf der Tour. Auch Nadal ist dies nicht entgangen. "Sein Sommer ist einfach fast perfekt", lobte der Mallorquiner und zählte Medvedevs Erfolge der vergangenen Wochen auf: "Finale in Washington, Finale in Montreal, Sieg in Cincinnati und hier schon wieder im Finale."

Medvedev am Limit

Solch ein Erfolgslauf hat aber auch Konsequenzen. Das Endspiel am Sonntag wird Medvedevs 22. Match seit Anfang August sein. Sein Körper befindet sich am Limit, Beschwerden im Oberschenkel und in der Schulter plagten ihn in New York Runde für Runde. Doch bislang biss er sich mit Erfolg durch: Seit zwölf Matches ist der Moskauer ungeschlagen, seine 50 Siege in diesem Jahr sind Bestwert auf der ATP-Tour.

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Der letzte Spieler allerdings, der Medvedev bezwang, war Nadal. Im Endspiel von Montreal ließ er dem Weltranglisten-Fünften beim 6:3, 6:0 nicht den Hauch einer Chance, Medvedev erinnerte sich mit Schrecken: "Er hat mich einfach auf dem Court aufgefressen."

Ohnehin ist die Ehrfurcht beim jungen Russen groß: "Er ist einer der größten Champions in der Geschichte unseres Sports. Er ist einfach eine Maschine, ein Biest auf dem Court", sagte Medwedew. Und Nadal, nach seinem Finaleinzug auf die Huldigungen angesprochen, entgegnete: "Ich hoffe einfach, dass ich am Sonntag genau so sein werde. Ich werde es brauchen."

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