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Alexander Zverev haderte während seiner Zweitrundenpartie bei den French Open mit sich
Alexander Zverev haderte während seiner Zweitrundenpartie bei den French Open mit sich © Imago
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Alexander Zverev kämpft sich mit viel Mühe in Runde 3 der French Open. Gegen einen Franzosen muss er an seine Grenzen gehen. Die nächste Aufgabe hat es in sich.

Alexander Zverev ist nach einem harten Kampf in die dritte Runde der French Open eingezogen. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

Die deutsche Nummer eins lieferte sich mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert eine enges Duell, das erst im fünften Satz entschieden wurde (2:6, 6:4, 7:6, 4:6, 6:4). Nächster Gegner ist am Freitagnachmittag der Italiener Marco Cecchinato, der 2018 in Paris im Halbfinale stand. 

"Er spielt auf Sand viel besser als auf Hartplatz. Deswegen erwarte ich ein sehr schwieriges Match", sagte US-Open-Finalist Zverev über seinen kommenden Gegner: "Ich hoffe, dass ich besseres Tennis zeigen kann. Denn das werde ich gegen ihn brauchen."

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Gegen Cecchinato, Nummer 110 der Welt, hatte Zverev Anfang des Jahres bei den Australian Open glatt in drei Sätzen gewonnen - seine besten Grand-Slam-Erinnerungen hat der Italiener aber sowieso in Paris gesammelt.

"Er war hier schon einmal im Halbfinale und hat hier schon einmal gegen Djokovic gewonnen. Deswegen weiß er, wie man hier spielt", sagte der Weltranglistensiebte Zverev, dessen bestes Ergebnis in Roland Garros bislang zwei Viertelfinal-Teilnahmen sind.

Zverev blickt ratlos zu Coach Ferrer

Gegen den schlitzohrig aufspielenden Herbert war Zverev immer wieder an seine Grenzen gestoßen - ratlos blickte er ein ums andere Mal zu Trainer David Ferrer, sackte verzweifelt in die Hocke und biss verärgert in seinen Schläger. 

"Pierre ist für mich einer der härtesten Gegner überhaupt, ich finde gegen ihn keinen Rhythmus", sagte der sichtlich erleichterte Zverev nach der Partie: "Heute war ich weit weg von meinem besten Tennis. Aber bei Grand Slams muss man sich manchmal durch solche Matches kämpfen." 

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Zverev ist der erste von fünf gestarteten deutschen Herren in der dritten Runde. Nach dem Erstrunden-Aus von Philipp Kohlschreiber verlor Dominik Koepfer in der zweiten Runde gegen Ex-Champion Stan Wawrinka aus der Schweiz.

Im deutschen Duell spielen am Donnerstag noch Jan-Lennard Struff (Warstein) und Qualifikant Daniel Altmaier (Kempen) um den Einzug in Runde drei.

Becker über Zverev: "Entweder coole Socke - oder nicht"

Zverev kam gegen die Nummer 78 der Weltrangliste denkbar schlecht in die Partie und musste den ersten Satz schnell abgeben. Auch im zweiten Satz lief es überhaupt nicht rund, doch der Deutsche kämpfte sich in die Partie.

"Du bist entweder eine coole Socke oder nicht", sagte Tennis-Ikone Boris Becker bei Eurosport - und Zverev bewies am Mittwoch wieder einmal seine Coolness in engen Matches.

Den dritten, nicht minder umkämpften Satz gewann Zverev erst im Tiebreak, ehe er sich im vierten Durchgang dem Doppel-Spezialisten wieder geschlagen geben musste.

Vor allem die vielen effizienten Stop-Bälle des Gegners machten dem US-Open-Finalisten immer wieder zu schaffen. Der Deutsche fand kaum Mittel und wirkte ratlos, auch im zweiten Satz lag er bereits 1:4 zurück. Doch Zverev biss sich danach in ein seltsames Match mit vielen Wendungen, nach 3:59 Stunden nutzte er seinen ersten Matchball.

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mit Sport-Informations-Dienst

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