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Daniel Altmaier steht im Achtelfinale der French Open
Daniel Altmaier steht im Achtelfinale der French Open © Getty Images
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Daniel Altmaier steht völlig unerwartet im Achtelfinale der French Open. Gegen den Top-10-Spieler Matteo Berrettini setzt er sich in drei Sätzen durch.

Daniel Altmaier ist völlig unerwartet ins Achtelfinale der French Open eingezogen. 

Der deutsche Außenseiter setzte sich in der dritten Runde gegen den an Position sieben gesetzten Italiener Matteo Berrettini glatt in drei Sätzen mit 6:2, 7:6 (7:5), 6:4 durch. Der 22-Jährige kam sehr gut in die Partie und bestimmte von Beginn an das Geschehen. 

"Das ist erst der Anfang", sagte Altmaier, der nun auf den Spanier Pablo Carreno Busta (Nummer 17 der Setzliste) trifft, bei Eurosport. Er müsse "jetzt relativ schnell aufs Fahrrad und mich ausradeln", sagte er und lächelte bei den Glückwünschen zum Erreichen der zweiten Woche eines Grand-Slam-Turniers: "Ich war in der Quali, für mich ist es schon die dritte Woche." Die will er jetzt wie gewohnt in aller Ruhe angehen, Hektik ist für Altmaier ein Fremdwort. 

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"Ich hab in diesem Jahr so viele Matches auf so vielen Ebenen gespielt und dabei gelernt, mich immer nur auf das zu konzentrieren, was ich gerade tue. Seitdem ich das verinnerlicht habe, geht alles viel einfacher."

Tatsächlich schien ihm einiges äußerst leicht von der Hand zu gehen. Sein klar favorisierter Gegner fand nie zu seinem Spiel und musste eine ebenso klare wie verdiente Niederlage hinnehmen. 

Altmaier nutzt die Break-Chancen - Berrettini nicht 

Ein frühes Break zum 2:0 verschaffte Altmaier im ersten Satz nach zehn Minuten eine 3:0-Führung. Vor allem die präzise geschlagene einhändige Rückhand von Altmaier bereitete dem Italiener große Probleme. "Beim Einschlagen hat er richtig draufgehauen", erzählte Altmaier: "Aber als das Match dann angefangen hat, habe ich gemerkt: Wow, er fährt einen Gang runter." 

Der Deutsche erkannte seine Chance, nach zwei Breaks und gerade mal 29 Minuten Spielzeit gewann er den ersten Satz 6:2. "Dann haben sich Türen geöffnet", sagte er, "ich hatte immer das Gefühl, dass ich mit meinem Spiel über ihm stand und die Punkte diktieren konnte."

Dabei lag Berrettini in vielen Statistiken vorne. Er schlug mehr Asse als sein Gegner, machte weniger Doppel-Fehler, schlug mehr Winner und brachte mehr erste Aufschläge ins Feld. Allerdings leistete er sich während der Ballwechsel ganze 42 vermeidbare Fehler. Das größte Problem: Nur 14% seiner Break-Bälle konnte der Italiener für sich entscheiden, bei Altmaier waren es 57% (4 von 7). 

Schon die Siege über den Spanier Feliciano Lopez und seinen favorisierten Landsmann und Kumpel Jan-Lennard Struff hatten dem jungen Deutschen kaum jemand zugetraut. Neben US-Open-Finalist Alexander Zverev zog der Allgäuer als einziger Deutscher in die dritte Runde von Paris ein.

Schwere Verletzungen bremsen Altmaier aus

Dabei deutete vor nicht allzu langer Zeit noch vieles darauf hin, dass seine vielversprechende Karriere ein schnelles Ende nimmt. Als großes Talent galt Altmaier schon früh, ebenso groß waren seine Ziele.

Vor drei Jahren hatte er sich vorgenommen, 2020 bei Olympia in Tokio anzutreten und unter den Top 100 der Welt zu stehen. Das Schicksal hatte jedoch andere Pläne, immer wieder bremsten Verletzungen Altmaier aus. Knüppeldick kam es im Jahr 2018, als ihn Blessuren an der Bauchmuskulatur und der Schulter fast die gesamte Saison außer Gefecht setzten.

Am Selbstvertrauen scheitert es beim passionierten Angler Altmaier, der seit rund einem Jahr mit dem argentinischen Trainer Francisco Yunis zusammenarbeitet, ohnehin nicht. "Ich habe nichts zu verlieren", sagte die Nummer 186 der Welt vor dem Berrettini-Coup - vor allem, da körperlich endlich alles rund läuft. "Das spiegelt sich auf dem Platz wider, weil meine Gedanken nur beim Tennis sind", sagte Altmaier.

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mit Sport-Informations-Dienst

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