Heynckes stellt sich nach Schalke-Frust hinter Goretzka
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Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic äußern sich zu einem vorzeitigen Wechsel von Leon Goretzka. Jupp Heynckes reagiert auf eine umstrittene Aussage von Clemens Tönnies.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat einen vorzeitigen Wechsel von Nationalspieler Leon Goretzka kategorisch ausgeschlossen. Das sei "alles Unsinn, was da erzählt wird", sagte Hoeneß am Rande des BBL-Spiels der Bayern gegen Bamberg dem Bayerischen Rundfunk. Auf die Nachfrage, ob die Geschichte durch sei, antwortete er: "Ja!"

Goretzka wechselt im Sommer ablösefrei von Schalke 04 zu den Bayern. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschreibt dort einen Vierjahresvertrag bis 2022. Nach Bekanntgabe des Transfers am Freitag waren Spekulationen aufgekommen, dass Goretzka schon im Winter zu den Bayern wechseln könnte.

Doch auch für Goretzka ist dies keine Option. "Ich möchte, dass wir die Ziele mit Schalke erreichen. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich mich im letzten halben Jahr komplett für Schalke zerreißen werde", sagte er nach dem 1:1 von Schalke gegen Hannover 96 am Sonntag. Die königsblauen Fans hatten Goretzka, der nach langer Verletzungspause erstmals seit Oktober wieder in der Startelf gestanden hatte, vor der Partie lautstark ausgepfiffen.

Heynckes spricht Klartext

Zuvor hatte Schalke-Boss Clemens Tönnies in einem Interview für Verwirrung gesorgt, indem er einen Goretzka-Abgang im Winter nicht ausschloss: "Christian Heidel hat es schon gesagt, wenn Rummenigge anruft, dann wird er den Hörer abnehmen. Wir müssen jetzt klug handeln. Die Fans spielen da eine große Rolle", so Heidel.

Auch Bayern-Coach Jupp Heynckes äußerte sich nach dem 4:2-Sieg gegen Bremen zur Aussage von Tönnies. "Ich habe gehört, er hat sich berichtigt. Goretzka ist ein sehr junger Spieler, er hat bei Schalke Karriere gemacht und ist dadurch interessant für große Klubs wie uns geworden. Da darf man nicht so emotional reagieren. Leon hat einen guten Charakter, ich gehe davon aus, er macht das bis zum Sommer. Hier sind die Gedanken, dass Leon erst im Sommer kommt."

"Es ist ein super Junge, er hat einen richtig guten Charakter", pflichtete Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei SPORT1 Heynckes bei.

Und weiter: "Man tut ihm Unrecht, weil es ist ganz normal, es ist der nächste Schritt in seiner Karriere. Er ist ein junger, deutscher Nationalspieler, da ist es normal, dass er so einen Schritt macht. Er wird bis zum 30. Juni alles für den FC Schalke geben, da bin ich mir sicher. Ich wünsche ihm, dass sie sich für die Champions League qualifizieren und er es gut zu Ende bringt."

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