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Alexander Nübel wird Schalke verlassen und nach der Saison zum FC Bayern wechseln. Nach SPORT1-Informationen wird Manuel Neuer dem Torwartjuwel aber keine Zugeständnisse machen.

Torwart-Juwel Alexander Nübel wird den FC Schalke 04 am Saisonende verlassen.

Das bestätigte der Revierklub am Sonntag. Der 23 Jahre alte Torwart habe den Verantwortlichen des FC Schalke 04 mitgeteilt, "dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird".

Zuvor hatte Nübel eine Entscheidung wochenlang aufgeschoben.

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Schneider: "Müssen wir nicht verstehen"

"Nach allen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Alexander Nübel und seinem Berater geführt haben, sind wir über seinen Entschluss nicht sehr überrascht und respektieren diesen selbstverständlich. Verstehen müssen wir seine Entscheidung indes nicht", wird Sportvorstand Jochen Schneider auf der Schalke-Homepage zitiert.

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Schneider betonte nochmals die guten Perspektiven bei den Knappen.

"Wir haben Alex in den vergangenen Monaten durch Worte und Taten deutlich aufgezeigt, welch zentrale Rolle er bei uns in der Zukunft hätte einnehmen können: als Torwart und Kapitän eine mit vielen jungen Spielern besetzte Mannschaft anzuführen, die bereits in der Hinrunde viele Sympathien gewonnen hat."

Für Nübel offenkundig nicht ausreichend.

Schubert als Ersatz bei S04

Nach SPORT1-Informationen wird Nübel zur neuen Saison wohl zum FC Bayern wechseln und dort einen langfristigen Vertrag unterschreiben. Vom Interesse der Bayern an Nübel hatte SPORT1 bereits im April berichtet, im Herbst hatte Nübel seine Auswahl auf Schalke und Bayern verengt.

Pikant allerdings: Bei den Bayern steht Manuel Neuer nach SPORT1-Informationen vor einer Vertragsverlängerung bis 2023 - und hat nicht vor, Zugeständnisse gegenüber Nübel zu machen.

Vermeintlichen Plänen, dass Nübel langsam bei den Bayern herangeführt wird und regelmäßig zu Einsätzen kommen soll, steht Neuer demnach alles andere als offen gegenüber.

Nübel lockt aber auf jeden Fall die Aussicht, spätestens nach 2023 die Nummer eins beim Rekordmeister zu werden. Und er hat offenbar das Selbstbewusstsein, es auf den Konkurrenzkampf ankommen zu lassen. "Die Personalie Manuel Neuer ist für Alexander Nübels Zukunft zweitrangig", sagte sein Berater Stefan Backs kürzlich der Abendzeitung - und vermittelte den Eindruck, dass er keineswegs glaubt, dass Nübel bei seinem kommenden Klub nicht zum Zug kommen wird: "Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Alex Spielpraxis bekommt."

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Nübel war 2015 vom SC Paderborn nach Schalke gekommen. In der vergangenen Saison löste der Keeper Ralf Fährmann als Nummer eins zwischen den Pfosten der Gelsenkirchener ab. Seither steigerte Nübel, der aufgrund einer Rotsperre wegen seines Kung-Fu-Tritts gegen Frankfurts Mijat Gacinovic erst am 31. Januar wieder spielen darf, seinen Marktwert auf geschätzt 15 bis 20 Millionen Euro.

Als Nachfolger für Nübel auf Schalke kommt der 21 Jahre alte Markus Schubert in Betracht. Auch der U21-Nationaltorwart, der während Nübels Sperre das Schalker Tor hütet, gilt als ein großes Torwart-Talent.

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