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München - Bei Milan könnte Ante Rebic künftig wieder auf Ralf Rangnick treffen. Nun verrät er pikante Details aus Gesprächen vor seiner Zeit bei RB Leipzig.

Elf Tore und zwei Vorlagen seit dem Jahreswechsel: Ante Rebic ist nach einer katastrophalen Hinrunde längst beim AC Mailand angekommen und knüpft in Italien an seine starken Leistungen in Frankfurt an.

Was viele Fans vielleicht nicht mehr wissen: Vor seinem Durchbruch bei der Eintracht spielte der inzwischen 26-Jährige auch schon für AC Florenz und Hellas Verona in der Serie A - und stand zudem in der Saison 2014/15 ein Jahr lang in der 2. Bundesliga bei RB Leipzig unter Vertrag.

"Ich hatte mich bei der Weltmeisterschaft in Brasilien gut geschlagen", erinnerte sich Rebic im Gespräch mit der Sportweek, also habe der damalige RB-Sportdirektor Ralf Rangnick seinen Agenten angerufen "und sagte ihm, dass er mich haben wolle".

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Rangnick: "Willst du in Salzburg oder Leipzig spielen?"

Ein interessantes Detail, das Rebic aus den Verhandlungen rund um eine Leihe von seinem damaligen Stammverein Florenz nun preisgab: Rangnick, der aktuell bei Rebics Milan als künftiger Trainer und Sportdirektor im Gespräch ist, habe ihm die Wahl gelassen, bei welchem RB-Klub er spielen wolle.

"Er kam nach Florenz und sagte: 'Willkommen bei Red Bull. Willst du in Salzburg oder Leipzig spielen?'", berichtete Rebic, der sich für Leipzig entschied: "Sie waren in der Zweiten Liga, aber das Projekt, das Rangnick darstellte, war ansprechend, und die Fakten gaben ihm Recht."

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Rebics Worte dürften Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein, die den beiden Vereinen immer wieder mangelnde Unabhängigkeit voneinander unterstellen.

Hwang als jüngster Transfer von Salzburg nach Leipzig

Zuletzt waren die Vorwürfe nach dem Transfer von Hee-Chan Hwang in die deutsche Bundesliga wieder hochgekocht. Der Südkoreaner ist nur der jüngste Name auf einer langen Liste von Georg Teigl über Rodnei, Stefan Ilsanker, Dayot Upamecano und Nabi Keita bis hin zu Hannes Wolf, der aus Salzburg direkt nach Leipzig wechselte.

Nichtsdestotrotz kam die UEFA bereits vor der Saison 2017/18 zu dem Urteil, dass die beiden damaligen Champions-League-Teilnehmer keine Gefahr für die Integrität des Wettbewerbs darstellten, und keine natürliche oder juristische Person entscheidenden Einfluss auf beide Vereine hätte. Schließlich hätten diese "bedeutende Management- und strukturelle Änderungen vorgenommen".

Glaubt man Rebics Worten, waren diese offenbar auch dringend notwendig.

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