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Wide Receiver Mitchell Paige machte gegen die Berlin Rebels ein starkes Spiel für die Dresden Monarchs
Wide Receiver Mitchell Paige machte gegen die Berlin Rebels ein starkes Spiel für die Dresden Monarchs © football-aktuell.de/Brock
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Die Dresden Monarchs kommen gegen die Berlin Rebels mit einem blauen Auge davon. Nach etlichen Interceptions rettet Kicker Florian Finke den Sieg.

Drama bis zur letzten Aktion: Die Dresden Monarchs hatten den Sieg gegen die Berlin Rebels eigentlich schon eingetütet, doch gleich drei Turnovers kosteten die Sachsen fast den Heimsieg. Kicker Florian Finke rettete die Dresdner vier Sekunden vor dem Ende.

Finkes Field Goal aus 29 Yards zum 20:18 besorgte den Monarchs doch noch den Heimsieg gegen die Rebels. In der GFL Nord verteidigten die Sachsen damit Rang zwei und haben nun wieder beste Aussichten, ein Viertelfinale auswärts in Frankfurt vermeiden zu können.

Bis kurz vor Ende des dritten Viertels war solche Dramatik in der Schlussphase überhaupt nicht abzusehen. Die Berliner mühten sich vergeblich, neben ihrem bekannt soliden Laufspiel auch einmal Chancen durch Pässe herauszuarbeiten. Außerdem bekamen sie Dresdens Wide Receiver Mitchell Paige überhaupt nicht unter Kontrolle.

Dresden Monarchs: Wide Receiver Paige furios

Paige fing in der gesamten Partie 17 Pässe für 244 Yards Raumgewinn und narrte das Berliner Defensive Backfield ein ums andere Mal. Sein Touchdown nach Pass von Quarterback Trenton Norvell und der von Chris Genau Mitte des dritten Viertels ließen die Dresdner mit einem 17:3-Vorsprung ins letzte Viertel gehen.

Kurz vor dem letzten Seitenwechsel allerdings kehrte dann doch noch der Schlendrian zurück in den Dresdner Angriff, der 2018 zu oft Ballverluste produziert. Das ist gerade gegen die Rebels, die geduldig auf Fehler der Gegners warten, brandgefährlich. So auch diesmal.

Ihrem Field Goal aus der Anfangsphase - die Antwort auf Norvells erste Interception - ließen sie nun auf dessen zweiten Fehlpass ihren ersten Touchdown durch Quarterback Terrell Robinson folgen.

Vier Turnover von Dresden-Quarterback Trenton Norvell

Nur drei Minuten später verlor Dresdens Spielmacher den Ball noch einmal, diesmal per Fumble an der Mittellinie. Rory Johnson brachte das Leder über 60 Yards direkt in die Monarchs-Endzone. Extrapunkte gelangen den Gäste nach beiden Touchdowns zwar nicht, aber wiederum nur eine Minute später gelang der dritte Abfang eines Norvell-Passes, was das Field Goal zur 18:17-Führung vorbereitete.

Unter dem Druck, seine Fehler wieder gut machen zu müssen, riss Norvell das Spiel aber noch an sich. Unter anderem mit einem gelungenen Pass in einem vierten Versuch - natürlich auf Mitchell Paige - führte er sein Team punktgenau bis kurz vor Spielschluss in Field-Goal-Reichweite. Diesen Angriff vollendete Finke zum Sieg.

Monarchs-Spielmacher Trenton Norvell geht mit dem Ball manchmal etwas leichtfertig um
Trenton Norvell von den Dresden Monarchs © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Die Rebels behalten durch das knappe Ergebnis immerhin den Vorteil im direkten Vergleich gegenüber den Dresdnern. Sie dürfen sich auch damit trösten, dass die viertplatzierten Cologne Crocodiles zu Hause gegen die New Yorker Lions mit einem 6:43 die fünfte Niederlage in Folge kassierten und den Berlinern Rang drei nur noch theoretisch streitig machen können.

Frankfurt Universe und Munich Cowboys gewinnen

Dass auch solche theoretischen Chancen genutzt werden können, hätten um ein Haar die Marburg Mercenaries in der GFL Süd gegen Samsung Frankfurt Universe bewiesen. Nach einer 7:63-Abfuhr im Hinspiel erwischten die Marburger mit ihrem neuen Quarterback Zac Cunha die Gäste zu Beginn auf dem falschen Fuß und zogen 9:0 in Front.

Dass Frankfurt am Ende die Verhältnisse noch zurecht rückte und mit einem 26:19-Erfolg die Heimreise antrat, könnte für die Marburger doppelt ärgerlich werden. Denn der neue Tabellenfünfte Munich Cowboys konnte bei den Kirchdorf Wildcats mit 14:6 gewinnen.

Trenton Miller von den Munich Cowboys hält den Ball © football-aktuell.de/Miladinovic

Nachdem die Münchner zuvor in Stuttgart siegreich waren, haben sie sich damit wohl aller Relegationssorgen entledigt und könnten nun in drei Heimspielen selbst noch die Play-Offs anpeilen. Kommende Woche muss Marburg nach München und dort das knappe Polster von drei Punkten Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen.

Gelingt dies nicht, wären die Marburger auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen, um ihre Endrundenteilnahme noch zu retten.

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