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Die Schwäbisch Hall Unicorns fertigen zum Auftakt der GFL-Saison die Marburg Mercenaries ab und machen weiter Jagd auf die Bestmarke des THW Kiel.

Am Ende war es dann deutlich. Den GFL Season Opener gewann Titelverteidiger Schwäbisch Hall Unicorns mit 52:9 gegen die Marburg Mercenaries. Ein Auftakt ganz nach Plan, der für die Unicorns den 35. Sieg im 35. Pflichtspiel unter Head Coach Jordan Neuman bedeutete.

Nun fehlen noch fünf Siege um die Handballer des THW Kiel überflügeln, die von 2011 bis 2012 einmal 40 Partien in Folge gewannen - die längste belegte solche Siegesserie im deutschen Mannschaftssport der letzten Jahrzehnte.

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War der Cheftrainer zufrieden? Nicht hundertprozentig: "Das Ergebnis erzählt nicht die Geschichte dieses Spiels. Es war eine sehr schwere erste Halbzeit, gegen einen physisch starken Gegner. Am Ende haben unsere Special Teams, die uns 14 Punkte gebracht haben, auch eine große Rolle gespielt."

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In der Tat zeigte die Begegnung bei nasskaltem Wetter im Haller Optima Sportpark, wie im American Football der Blick allein auf das Resultat täuschen kann.

Unicorns starten mühsam ins Spiel

Die Haller Offense brauchte sehr lange, bis sie ihren Rhythmus fand, auch wenn sie mit ihrem ersten Spielzug ein Statement gesetzt hatte, das deutlicher nicht sein konnte. Der neue Haller Spielmacher Jadrian Clark hatte seinen ersten Spielzug bei einem Haller Punktspiel mit einem 67-Yard-Pass auf Tyler Rutenbeck zur 6:0-Führung genutzt.

Der Gegner aus Marburg glich jedoch prompt durch einen Lauf seines neuen Quarterbacks Jakeb Sullivan aus. Bis zur Halbzeitpause herrschte zwischen beiden Mannschaften ein Patt auf Augenhöhe - jedenfalls in Angriff und Verteidigung. Es lag an den von Neuman genannten Special Teams, dass der Meister auch in dieser Phase schon einen kleinen Vorteil auf der Anzeigetafel hatte.

Marburg schludert

Besonders Junior Nkembi war unter Schwäbisch Halls Spezialisten einer der Matchwinner. Gleich zweimal gelang es ihm, Fehler der Marburger auszunutzen. Zunächst war es der geblockte Extrapunkt-Kick nach dem 6:6-Ausgleich der Hessen, nach dem Nkembi den Ball über 85 Yards zum 8:6 für Hall in Marburgs Endzone brachte. Fünf Minuten vor Spielende erzielte er noch einen Touchdown nach einem Fumble der Hessen beim Kickoff Return zum 45:9.

Da war die Partie allerdings längst entschieden. Dass die Marburger ihre anfangs vielversprechende Gegenwehr nicht in ein vorzeigbares Resultat umsetzen konnten, lag an einigen schludrigen Momenten vor und nach der Halbzeitpause.

Zwar beantworteten sie Jadrian Clarks Touchdown zum 14:6 durch ein Field Goal von Kristof Szakacs 30 Sekunden vor der Pause. Doch dieser Teilerfolg wurde zum Bumerang, als Nate Robitaille den Kickoff Return über 83 Yards dazu nutzte, den Halbzeitvorsprung der Gastgeber auf 21:9 zu erhöhen

Entscheidung fällt in zweiter Hälfte

Den Punktereigen der zweiten Hälfte eröffnete das Duo Clark-Rutenbeck dann durch ein ähnliches Big Play wie zu Beginn, diesmal über 70 Yards. Damit stand es 28:9, Marburg musste die Brechstange auspacken. Doch Simon Brenner fing bald einen der Pässe von Marburgs Spielmacher Jakeb Sullivan ab, die Entscheidung über Sieg oder Niederlage war so endgültig gefallen.

Dass es dann noch ein hoher Kantersieg wurde, lag am Powerplay der Unicorns gegen nun zurücksteckende Marburger. Die sahen für dieses Spiel nun keine Perspektive mehr, für die weitere Saison wird man aber hoffen dürfen, sich auf die starke erste Hälfte beim Meister besinnen zu können.

Dass das 9:52 am Ende der Unicorns-Punkteflut die höchste Niederlage gegen Schwäbisch Hall seit acht Jahren war, spielt schon ab nächster Woche keine Rolle mehr.

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