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German Football Liga, 14. Woche mit Schwäbisch Hall, Dresden, Hildesheim , Nathaniel Morris spielt für die Hildesheim Invaders
Nathaniel Morris (mitte) spielt für die Hildesheim Invaders © credit: football-aktuell.de/Dirk Pohl
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In der German Football League ist Schwäbisch Hall bereits für die Playoffs qualifiziert. Doch wer trifft auf den Topfavoriten? Mehrere Teams zittern.

Der Meister wackelte kurz - aber auch nach einer verpatzten ersten Hälfte in München sind die Schwäbisch Hall Unicorns weiter ungeschlagen - seit 2017 nun mit 44 Siegen in Serie. Die Playoff-Qualifikation haben sie als bislang einziges Team der GFL bereits unter Dach und Fach.

Und auch wenn die Unicorns dieses Wochenende bei ihrem alten Rivalen in Marburg und eine Woche später als Gastgeber von Vizemeister Frankfurt gegen die beiden hessischen Verfolger ran müssen: Praktisch niemand geht mehr davon aus, dass sie Platz eins in der GFL Süd noch hergeben werden.

Bloß nicht Vierter werden!

Dies hat Auswirkungen auch auf die GFL Nord. Der Tabellenvierte dort darf fest damit rechnen, im Viertelfinale nach Schwäbisch Hall reisen zu müssen. Die Berlin Rebels hatten 2017 dort zwar bis in die Verlängerung hinein gekämpft, waren aber wie schon im Jahr davor gleich in der ersten Runde ausgeschieden. Noch größer ist der Unicorns-Komplex in Dresden: Die Monarchs sind in den letzten fünf Spielzeiten viermal in Schwäbisch Hall aus den Playoffs geflogen.

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Bloß nicht Vierter werden, heißt also die Devise. Mit derzeit vier Punkten Rückstand auf die Sachsen auf Rang drei scheint das Schicksal erst einmal den Berlinern zu drohen. Doch Rebels und Monarchs spielen erst in den letzten Wochen ihre zwei Partien des Jahres gegeneinander. Eine kleine Chance, ihre Ausgangssituation vorher noch zu verbessern, könnten die Berliner am ersten August-Samstag in Hildesheim bekommen.

Dort haben die Hildesheim Invaders zum Rückrundenstart gegen die Kiel Baltic Hurricanes zwar gewonnen, dennoch dabei etwas Sand im Getriebe gehabt. Vor allem aber haben sie Receiver und Reserve-Quarterback Jaleel Awini mit einer Handverletzung verloren. Er wird voraussichtlich in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Zack Greenlee (rechts) von den Dresden Monarchs
Zack Greenlee (rechts) von den Dresden Monarchs © credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Berlin trifft auf Hildesheim

Die Rebels mit ihrer bekannt soliden Verteidigung sind das erste der Spitzenteams, das testen kann, wie sehr sich Awinis Verlust auf die Durchschlagskraft des Hildesheimer Angriffs auswirkt.

Mit Nate Morris und Anthony Dablé-Wolf bleiben Quarterback Casey Therriault die beiden anderen seiner Top-Receiver zwar erhalten, aber diese müssen nun noch mehr Verantwortung übernehmen. Das macht die Rebels zwar noch nicht zum Favoriten, erhöht jedoch Chancen auf eine Überraschung.

Denn auch wenn Hildesheims Defense gegen Kiel sich weiter im Aufwärtstrend zeigte: Berlins Quarterback Kurt Palandech dürfte es mit seinem Passangriff in Hildesheim einen Tick leichter haben als zuletzt in Braunschweig.

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Dresden gegen Potsdam Favorit

Für Berlins Konkurrenten aus Dresden ist die Ausgangslage am Samstag im Heimspiel gegen Potsdam eher umgekehrt. Als Favorit darf man auf keinen Fall die Punkte liegen lassen. Doch für die Potsdam Royals geht es nach ihrer Niederlage gegen Köln nun um alles oder nichts.

Eigentlich ist der Royals-Verteidigung kaum zuzutrauen, den schlagkräftigen Dresdener Passangriff über vier Viertel entscheidend auszubremsen. Aber an einem guten Tag, mit etwas Glück, und im Bewusstsein, um die letzte Chance zu spielen, können die Royals in Dresden ebenso überraschen wie Anfang der Saison in Berlin.

Eine Überraschung brauchen auch die Ingolstadt Dukes im Abstiegskampf im Süden. Kaum hatten sie das direkte Duell gegen die Allgäu Comets gewonnen, verblüfften die Kemptener mit ihrem Sieg gegen Stuttgart. Am Samstagabend gastieren die Allgäuer nun gleich zum Rückspiel in Stuttgart.

Alexander Braunsperger spielt für die Kirchdorf Wildcats
Alexander Braunsperger spielt für die Kirchdorf Wildcats © credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Ingolstadt unter Druck

Wenn zwei Stunden früher die Ingolstädter bei den Kirchdorf Wildcats antreten, schwebt über ihnen so die Befürchtung, sogar vier Punkte in Rückstand geraten zu können. Sollten die Allgäuer unter ihrem neuen Quarterback Raleigh Yeldell nämlich auch am Stuttgarter Fernsehturm ähnlich beherzt aufspielen wie letzte Woche, dürften es die in den letzten Wochen ohnehin wackligen Stuttgarter schwer haben, den Ingolstädtern die erhoffte Schützenhilfe zu liefern.

Brisant ist das Duell der Kirchdorf Wildcats gegen die Dukes auch aus Sicht der Gastgeber. Die Playoffs hat man abgeschrieben, will zum Ende aber als Fünfter bestes bayerisches Team des Jahres bleiben.

Auf der anderen Seite hat man nur drei Pluspunkte Vorsprung auf das Tabellenende, muss selbst später auch noch gegen die wieder erstarkten Allgäuer spielen und hat mit einer leichten Knieverletzung bei Running Back Alexander Braunsperger eigene Sorgen.

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"Es kann natürlich auch ein typisches Abstiegskampf-Spiel werden, und daher brauchen wir unsere Fans im Stadion", schwört Wildcats-Präsident Hans-Peter Klein also schon einmal die treue Fangemeinde am kleinsten GFL-Standort ganz im Süden ein. In die Endrunde schafft es wohl keiner der vier bayerischen GFL-Vereine - aber ausgeschlossen ist nicht, dass in den Positionskämpfen der letzten Wochen deren interne Rangfolge noch einmal völlig durcheinander gewürfelt werden könnte.

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