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Die Berlin Rebels (schwarz) und die Dresden Monarchs (gold) kämpfen im direkten Duell um eine gute Ausgangslage
Die Berlin Rebels (schwarz) und die Dresden Monarchs (gold) kämpfen im direkten Duell um eine gute Ausgangslage © football-aktuell.de/Brock
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Die Hauptrunde der GFL geht in die heiße Phase. Im direkten Aufeinandertreffen wollen Berlin und Dresden ein Duell mit den Schwäbisch Hall Unicorns verhindern.

Drei Spieltage sind in der GFL-Saison 2019 noch zu absolvieren, am Wochenende könnten viele wesentlichen Entscheidungen der Punktrunde fallen.

Meister Schwäbisch Hall Unicorns steht als abermaliger Gruppensieger im Süden bereits fest, Vizemeister Frankfurt Universe würde am Samstag bereits ein Unentschieden beim Tabellenletzten Kirchdorf genügen, um Rang zwei und damit ebenfalls Heimrecht im Viertelfinale sicher zu haben.

Die Frankfurt Universe treffen am Wochenende auf die Kirchdorf Wildcats
Die Frankfurt Universe treffen am Wochenende auf die Kirchdorf Wildcats © credit: football-aktuell.de/Baumert

Das Hinspiel gewannen die Frankfurter klar mit 38:17 und haben überhaupt noch nie gegen ein anderes GFL-Süd-Team als Schwäbisch Hall verloren, seit sie in der ersten Liga spielen. Ihr Erfolg am Samstag gilt als reine Formsache, ebenso wie tags darauf die noch ungeschlagenen New Yorker Lions im Heimspiel gegen die sieglosen Düsseldorf Panther haushoher Favorit sind.

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Für die Braunschweiger bedeutet ihr zu erwartender Erfolg den siebten Gruppensieg in der GFL Nord in Folge, für den glücklosen Aufsteiger aus dem Rheinland die Gewissheit über den Gang in die Relegation als Tabellenletzter.

Sorgt Kempten für erneute Überraschung gegen Marburg?

Im Süden könnten zudem die Marburg Mercenaries mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen die Allgäu Comets den dritten Rang endgültig sichern.

Nach dem klaren Erfolg der letzten Woche gegen die allerdings ersatzgeschwächten Munich Cowboys ist dies den hessischen Universitätsstädtern zuzutrauen, auch wenn die Kemptner Gäste mit zuletzt vier Siegen in Folge mächtig aufgeholt haben.

Auch das Hinspiel gegen die Mercenaries gewannen sie - jedoch nur so knapp, dass eine Wiederholung auch im Auswärtsspiel eine Überraschung bliebe.

Crocodiles und Invaders kämpfen um gute Ausgangslage

Im Norden werden Rang zwei und drei am Sonntag noch nicht endgültig vergeben. Die Hildesheim Invaders reisen nach Köln zu den Cologne Crocodiles.

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Die Moral ist nach dem 0:37-Heim-Desaster gegen die New Yorker Lions ein wenig angeknackst, wichtige Spieler gingen angeschlagen (wie Quarterback Casey Therriault) oder per Platzverweis (wie Receiver Nummer eins Nate Morris) aus der Partie.

Die Hildesheimer, die dieses Jahr ganz neu in die Riege der Spitzenteams der GFL aufgerückt sind, müssen nun zeigen, ob sie auch mit solchen Rückschlägen umgehen können.

Berlin und Dresden wollen Unicorns aus dem Weg gehen

Für die Cologne Crocodiles bedeutet eine Niederlage das endgültige Aus der Playoff-Hoffnungen. Das Schicksal droht ihnen auch, sollten die Berlin Rebels ihr Heimspiel gegen die Dresden Monarchs für sich entscheiden können.

Das erste der beiden Aufeinandertreffen des Jahres zwischen den Berlinern und den Sachsen sollte das wohl erbittertste Duell des drittletzten GFL-Spieltages werden. Beide spielen kompromisslos in der Verteidigung, die in der ersten Saisonhälfte klaren Vorteile der Dresdner in punkto Angriffsstärke haben sich zuletzt etwas verflüchtigt.

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In Berlin dürfte also bis zum Schluss um jedes Yard gerungen werden. Dresden braucht einen einzigen Sieg gegen die Berliner, um mindestens Rang drei sicher zu haben - wichtig, um frühestens im German Bowl und dann auf neutralem Platz auf die Schwäbisch Hall Unicorns treffen zu können.

Berlin müsste dazu beide Spiele gegen die Dresdener gewinnen. Ein Sieg genügt den Rebels zwar, um vor Köln sicher Vierter zu bleiben. Doch dann ginge es eben im Viertelfinale nach Schwäbisch Hall.

Cowboys hoffen auf Comeback von Quarterback Bolles 

Spannend bleibt es auch in der Abstiegsfrage im Süden. Die Munich Cowboys benötigen aus den beiden Spielen gegen die Ingolstadt Dukes mindestens ein Unentschieden, um sich zu retten und die Kirchdorf Wildcats in die Relegation zu schicken.

Das Hinspiel steigt am Samstag in Ingolstadt, und für die Gastgeber geht es dabei noch um die Playoff-Chance. Denn gewinnen die Dukes die beiden bayerischen Duelle, spielen sie wahrscheinlich am Ende gegen Stuttgart im Saisonfinale noch um Rang vier.

Die Munich Cowboys hoffen gegen die Ingolstadt Dukes auf einen Einsatz von Brady Bolles
Die Munich Cowboys hoffen gegen die Ingolstadt Dukes auf einen Einsatz von Brady Bolles © football-aktuell.de/Baumert

Die Münchner haben in den letzten beiden Begegnungen wichtiges Personal geschont und deutliche Niederlagen in Kauf genommen. Mit 0:46 gegen Frankfurt und 0:52 in Marburg wurden die Partien förmlich hergeschenkt, doch davon lässt sich Dukes-Head-Coach Eugen Haaf nicht blenden.

"Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass die Cowboys gegen uns mit ihren besten Spielern antreten." Großen Respekt hat er vor allem vor dem passgewaltigen Quarterback Brady Bolles, der zuletzt aber wegen eines gebrochenen Fingers fehlte. Ob der Amerikaner schon am Samstag wieder mitwirken kann, ist noch offen. Doch spätestens im Rückspiel hoffen die Cowboys auf sein Comeback.

Huskies wollen Fighting Pirates "Perfect Season" versauen

Auch in der GFL 2 steht eine weitere endgültige Entscheidung bevor. Als Absteiger stehen Gießen im Süden und im Norden die Aufsteiger Troisdorf Jets und Hannover Spartans bereits fest. In einem Lokalderby können nun am Samstag die Elmshorn Fighting Pirates den Meistertitel der GFL 2 Nord endgültig sichern.

Gegner Hamburg Huskies, letztes Jahr aus der GFL abgestiegen und mit großen Hoffnungen auf den sofortigen Wiederaufstieg gestartet, bleibt nur noch ein letztes Saisonziel übrig: Dem Nachbarn aus Elmshorn wenigstens die "Perfect Season" zu vermiesen und zu verhindern, dass die große Meisterparty ausgerechnet nach dem Spiel gegen die Huskies gefeiert werden kann. 

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