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Cologne Crocodiles, GFL
Cologne Crocodiles, GFL © football-aktuell.de/Tillmann
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Die Hildesheim Invaders verlieren auch das zweite Spiel in Folge in der GFL und müssen um Platz zwei bangen, denn die Berlin Rebels feiern einen Sieg.

Das Rennen um Rang zwei in der GFL Nord könnte doch noch einmal spannend werden.

Eine Woche nach der Niederlage gegen Spitzenreiter New Yorker Lions gelangen dem verletzungsgeschwächten Angriff der Hildesheim Invaders auch in Köln keine Punkte. Die Cologne Crocodiles nutzten die Gunst der Stunde und gewannen mit 14:0.

Glück im Unglück für die Hildesheimer: Da ihr Konkurrent um den zweiten Tabellenplatz, die Dresden Monarchs, ihrerseits in Berlin mit 13:16 verlor, ändert sich die Ausgangssituation vor dem direkten Duell der beiden in Dresden erst einmal nicht. Was sich allerdings bis Samstag ändern müsste, wäre die Personalsituation in Hildesheim.

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Hildesheim mit angespannter Personalsituation

In Köln war Quarterback Casey Therriault wegen seiner Fußverletzung nicht dabei, zudem fehlte Receiver Nate Morris wegen seiner Sperre nach dem Feldverweis aus dem Spiel gegen Braunschweig. Der Angriff wurde von Ersatz-Quarterback Chris Andrews geführt, der in der ersten Hälfte unter dem Druck des Kölner Pass Rushs wenig Akzente setzen konnte und in der zweiten Hälfte auch noch angeschlagen vom Feld ging.

Für die Kölner punkteten in der ersten Halbzeit Dominic Gröne und Aaron Jackson jeweils auf Zuspiel von Jarred Evans. Die Crocodiles hatten noch einige Großchancen mehr, vergaben dabei aber am Ende Field-Goal-Versuche. So hätte Hildesheim nach der Pause noch die Wende erzwingen können.

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Mit ihrer besten und längsten Angriffsserie der Partie kamen die Hildesheimer tatsächlich direkt nach Wiederbeginn bis an Kölns 2-Yard-Linie. Im vierten Versuch stoppte Kölns Goal Line Defense hier aber Hildesheims Running Back Phil Gamble Zentimeter vor der Endzone und eröffnete dem eigenen Angriff so die Möglichkeit, das Spiel mit zeitraubendem Laufspiel nach Hause zu schaukeln.

Auch im anderen hart umkämpften Spiel der Nord-Gruppe zwischen Berlin Rebels und Dresden Monarchs hatte es zur Pause eine Führung der Gastgeber gegeben, doch machten die Dresdner Gäste es danach weitaus spannender. Die Berliner retteten von ihren 16 Punkten Vorsprung drei ins Ziel, gewannen mit 16:13 und haben so die Chance, mit einem Sieg im Rückspiel in Dresden in zwei Wochen noch auf Rang drei zu klettern.

Viele Ballverluste in Berlin

Die Partie in Berlin wurde von vielen Ballverlusten geprägt, die vor allem in der ersten Hälfte den Gästen zum Verhängnis wurden. Die Gastgeber dagegen haderten mit Verletzungen, gleich zu Beginn verletzte sich Center Sven Skora am rechten Bein und fiel aus. Den Berlinern fehlten ohenehin schon in der Verteidigung Nelson Imasuen und mit Rory Johnson ihr stärkster Linebacker.

Die Berlin Rebels mit Andreas Betza gehen als Sieger vom Feld
Die Berlin Rebels mit Andreas Betza gehen als Sieger vom Feld © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Da war die knappe 3:0-Führung aus dem ersten Viertel eigentlich zu wenig, um sie gegen den passgewaltigen Angriff der Dresdner lange verteidigen zu können. Doch nach zwei Fumbles der Monarchs konnte Jason Harris in den Schlussminuten der ersten Hälfte einen Pass von Quarterback Kurt Palandech zum 10:0 für die Berliner verwerten.

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Nun hätten die Dresdner sich damit abfinden und auf eine stärkere zweite Hälfte setzen können - mit einer No-Huddle-Offense wollten sie aber unbedingt noch vor der Pause punkten. Dies ging schief, denn Paul Morant fing einen Pass von Zack Greenlee ab und trug den Ball so weit zurück, dass ein kurzer Lauf von Andreas Betza die Berliner mit einer 16:0-Führung in die Kabinen gehen ließ.

Es dauerte zwar fast ein ganzes Spielviertel lang und beinhaltete auch den Wechsel hin zu Zweit-Quarterback Glen Cuiellette auf der Spielmacher-Position - aber mit einem Doppelschlag brachten sich die Gäste noch einmal ins Spiel zurück. Nach einem langen Punt Return von KeVonn Mabons lief Cuiellette in die Berliner Endzone, und die Monarchs überraschten die Rebels danach mit ihrem Onside Kick. So waren sie sofort wieder in Ballbesitz, was Cuiellette zum Pass auf Mabon und dem 13:16-Anschluss nutzte.

Glen Cuielette von den Dresden Monarchs
Glen Cuielette von den Dresden Monarchs © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Doch ihr Comeback-Versuch blieb auf halbem Wege stecken. Vier Minuten vor dem Ende stoppte Berlins Defense sie bei einem ausgespielten vierten Versuch, 23 Sekunden vor Schluss hätten sie ohne Auszeiten 69 Yards bis in die Endzone überbrücken müssen, schafften aber nur noch 49 davon.

Rebels sichern Playoff-Teilnahme

Der Sieg sichert den Berlin Rebels die Playoff-Teilnahme, auch der Gruppensieg im Norden wurde am Sonntag wie erwartet entschieden: Die New Yorker Lions schickten die Düsseldorf Panther mit einem unangefochtenen 70:14 in die Abstiegsrelegation gegen die Elmshorn Fighting Pirates, die sich mit einem 29:20 in Hamburg den Meistertitel in der GFL 2 Nord gesichert haben. In der GFL Süd machten zudem Frankfurt Universe mit einem 55:28 in Kirchdorf den zweiten und die Marburg Mercenaries mit dem 36:15 gegen die Allgäu Comets den dritten Platz perfekt.

Nur der vierte Playoff-Platz in der Süd-Gruppe ist nun noch zu vergeben, und die Ingolstadt Dukes bringen sich für diesen immer besser in Stellung. Gegen die Munich Cowboys gewannen sie verdient mit 28:11, wobei allerdings die Münchner Gäste viele angeschlagene Spieler noch einmal schonten. Vor allem Quarterback Brady Bolles wurde schmerzlich vermisst, so dass die Ingolstädter Defense einen relativ ruhigen Tag erlebte und den Cowboys kaum etwas gestattete. So resultierten die Punkte der Münchner nur aus drei Field Goals und einem Safety. Einen Touchdown ließ die Ingolstädter Defense nicht zu.

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