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Kevin Durant von den Golden State Warriors drehte erst kurz vor Schluss auf
Kevin Durant von den Golden State Warriors drehte erst kurz vor Schluss auf © Getty Images
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NBA-Legende Kobe Bryant wird eine große Ehre zu teil. Lonzo Ball wird zum tragischen Helden. Kevin Durant trifft lange nicht viel, doch dann ist er zur Stelle.

Es war die große Nacht des Kobe Bryant – doch Lonzo Ball war drauf und dran ihm die Show zu stehlen, ehe er zum tragischen Helden der Partie wurde. 

Erst nach Verlängerung mussten sich Balls Los Angeles Lakers den Golden State Warriors mit 114:116 geschlagen geben. (SERVICE: Spielplan der NBA)

Ball kam auf 16 Punkte, sechs Rebounds sowie sechs Assists und hatte mit seinem starken Spiel im vierten Viertel und der Verlängerung großen Anteil daran, dass die Partie bis zum Schluss offen war.

Dabei traf Ball gleich drei Dreier und hatte auch sonst mit sechs von zwölf erfolgreichen Versuchen aus dem Feld eine für seine Verhältnisse sehr gute Wurfquote.

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Ball vergibt Chance auf Ausgleich

Jedoch musste Ball mitansehen, wie Warriors-Superstar Kevin Durant über seinen Kopf hinweg sieben Sekunden vor Ende der Verlängerung den NBA-Champion in Führung brachte. 

Ball hatte zwei Sekunden vor Schluss die Chance auf den Ausgleich, doch er wurde bei seinem Layup-Versuch von David West abgeräumt. Aus war der Traum vom Sensationssieg gegen die Warriors.

Bei Golden State ragte ohne die verletzten Steph Curry und Draymond Green einmal mehr Durant mit 36 Punkten, elf Rebounds und acht Assists heraus – allerdings traf er nur zehn seiner 29 Versuche aus dem Feld.

Auch Klay Thompson nahm einen Wurf nach dem anderen, obwohl er kaum etwas traf. Am Ende waren nur sechs seiner 24 Versuche aus dem Feld erfolgreich.

Lakers ehren Legende Bryant

Ob Durants und Thompsons Wurf-Mania wohl als eine Hommage an den anwesenden Bryant gedacht war, der ebenfalls dafür bekannt war, ungeachtet jeglicher Fehlwürfe einfach immer weiter zu ballern?

In der Halbzeitpause wurden jedenfalls die Trikots mit Bryants Nummern 8 und 24 im Staples Center unter das Hallendach gezogen.

Die Nummern des fünfmaligen Champions, der zum Ende der Saison 2015/2016 zurückgetreten war, werden von den Lakers nicht mehr vergeben.

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Magic, Abdul-Jabbar und O'Neal zu Gast

Weder Hollywood-Größen wie Jack Nicholson noch NBA-Legenden wie Earvin "Magic" Johnson, Kareem Abdul-Jabbar oder Shaquille O'Neal wollten sich diese emotionalen Momente entgehen lassen.

"Es wird nie einen anderen Kobe Bryant geben", sagte Lakers-Legende Magic Johnson, heute Präsident des Klubs: "Wir feiern hier den größten Spieler, der jemals Lila und Gold getragen hat. Er hat dafür gesorgt, dass wir uns verwundert die Augen gerieben haben."

Bryant griff dann noch einmal selbst zum Mikrofon. "Es geht nicht darum, dass meine Trikots jetzt da oben hängen. Es geht darum, welche Trikots schon vorher da hingen", sagte Bryant und bedankte sich bei den Lakers-Legenden und seiner Familie.

Seine Rede beendete er mit "Mamba (sein Spitzname, Anm. d. Red.) Out" und legte das Mikrofon ab.

Das packende Ende der Partie sah Bryant übrigens nicht mehr. Er verließ mit seiner Familie das Staples Center nach dem Ende der regulären Spielzeit.

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