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Carmelo Anthony plant nach seiner Leidenszeit ein Comeback in der NBA ©
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Fast neun Monate nach seinem Aus bei den Rockets spricht Carmelo Anthony bei ESPN über seine schwere Zeit. Für die anstehende Saison hat er bereits große Pläne.

"Ich weiß, dass ich noch spielen kann."

Mit diesen Worten meldete sich Carmelo Anthony am Samstag in der ESPN-Talkshow First Take zurück, nachdem er im November des letzten Jahres bei den Houston Rockets entlassen worden war. Noch immer hat der zehnfache NBA-Allstar kein neues Team gefunden, nachdem er Anfang des Jahres zunächst zu den Chicago Bulls getradet und anschließend sofort wieder entlassen wurde.

Bei Stephen A. Smith in der Show sprach er daher nicht nur über sein geplantes Comeback, sondern blickte auch auf die letzten, schweren Monate zurück.

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Absturz gipfelt in Aus bei Houston Rockets

Gerade einmal sechs Jahre ist es inzwischen her, da zählte der inzwischen 35-Jährige noch zu den besten Spielern NBA und wurde mit 28,3 Punkten im Schnitt 2012/2013 bester Scorer der Liga. Im Januar 2014 gelangen ihm in einem Spiel 62 Punkte, zwei Jahre später holte er in Rio de Janeiro, als erster Basketballer überhaupt, seine dritte Goldmedaille.

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Sein großer Absturz begann dann mit seinem Wechsel zu den Oklahoma City Thunder im Jahr 2017 und gipfelte ein Jahr später in seinem kurzen Intermezzo bei den Rockets, die ihm bereits nach zehn Spielen die Tür wiesen.

"Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückhaben wollte", blickte Melo jetzt auf diese Zeit zurück, in der er nach eigener Aussage "emotional verletzlich" war. 

Art und Weise des Abschieds setzt Anthony schwer zu

Vor allem die Art und Weise seines Abschieds in Houston habe ihm dabei stark zugesetzt. "Er kam herein und sagte im Grunde genommen: 'Schau, deine Dienste werden nicht mehr benötigt'", beschrieb er die Situation, wie ihm General Manager Daryl Morey sein Ende mitgeteilt hatte.

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"Das war ein Ego-Hit. Das hat meinen Stolz getroffen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich gefeuert wurde. Ich hatte wirklich das Gefühl, das andere Menschen im Alltag durchmachen", sagte er. 

Kein schlechtes Wort verlor er hingegen über seinen Freund Chris Paul und Ex-Trainer Mike D'Antoni. Zudem erklärte er, dass er nie mit Superstar James Harden über sein Aus bei den Rockets gesprochen habe.

Traum von erstem NBA-Titel lebt weiterhin

Inzwischen kann der Forward seiner Zeit in Texas aber auch etwas Gutes abgewinnen. Er bemerkte, "dass Stille nicht seine Kapitulation ist" und dass er bislang über diese schwere Phase seiner Karriere geschwiegen habe, weil er das Gefühl hatte, dass er sich vom Spiel zurückziehen musste, um "mich neu zu bewerten, meine Karriere zu bewerten, mein Leben neu zu bewerten".

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Für sein Comeback schuftet er daher "jeden Tag im Fitnessstudio", wie er selbst erklärte. Auch, um sich endlich den großen Traum von seinem ersten NBA-Titel zu erfüllen. Dafür wäre er sogar bereit, sich auf eine Bankrolle bei einem Titelanwärter einzulassen. 

"Eine Meisterschaft zu gewinnen ist das Einzige, was mir noch fehlt. Ich verdiene eine weitere Möglichkeit und ich will eine weitere Möglichkeit bekommen. Ich werde niemals aufhören, dieses Spiel zu lieben, bis ich mich dazu entscheide zu sagen: 'Es ist vorbei'."

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