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Michael Jordan ist der einzige NBA-Ex-Profi, der auch Teambesitzer ist
Michael Jordan ist seit 2010 Eigentümer der Hornets © Getty Images
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Michael Jordan verkauft einen Teil seiner Anteile an den Charlotte Hornets und holt zwei Finanz-Größen ins Boot. Er formuliert hohe Ziele.

Dieser Business-Schachzug lässt die NBA aufhorchen: Basketball-Ikone Michael Jordan verkauft Anteile an den Charlotte Hornets an zwei Investoren.

Die Geschäftsleute Gabe Plotkin und Daniel Sundheim steigen bei der NBA-Franchise ein, das gaben die Hornets am Samstag bekannt.

Jordan: "Ich halte weiter die Zügel in der Hand"

Der sechsmalige NBA-Champion Jordan bleibt aber der Mehrheitseigner.

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"Ich halte bei den Charlotte Hornets weiter die Zügel in der Hand und werde nach wie vor die Entscheidungen bezüglich des Teams und der Organisation treffen", sagte Jordan.

Die NBA muss den Verkauf noch genehmigen, es wird aber erwartet, dass das zügig geschehen wird.

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Der 56-jährige Jordan - der in North Carolina aufgewachsen, zur Schule und aufs College gegangen ist - hatte 2006 erste Anteile an der Franchise erworben, seit 2010 ist der beste Basketballer der Geschichte Eigentümer.

Eine Erfolgsgeschichte ist Jordans Engagement bei dem Team nur bedingt, seitdem er am Ruder ist, erreichten die Hornets nur dreimal die Playoffs und flogen jeweils in der ersten Runde raus. Zur neuen Saison verlieren die Hornets auch ihren bisherigen Star-Spieler Kemba Walker, der in Charlotte keine zufriedenstellende Perspektive sah und sich den Boston Celtics anschloss.

Plotkin und Sundheim sind Größen in der Finanzwelt

Die neuen Investoren sollen die Perspektive nun verbessern: Plotkin ist Gründer der New Yorker Investment-Firma Melvin Capital, auch Sundheim ist eine bekannte Größe in der Finanz-Szene, er steht hinter dem Hedgefonds D1 Capital. Beide jonglieren in ihrem Hauptjob mit Milliarden, sind in der Sportwelt aber bislang unbeschriebene Blätter.

Jordan preist die beiden als "erprobte Führungspersönlichkeiten, die in ihrem Geschäft Standards gesetzt haben", er teile mit ihnen "ihren Glauben an Wohltätigkeit und die Leidenschaft für das Basketball-Spiel". Die Investition der beiden nennt Jordan "unschätzbar": "Wir werden uns weiter modernisieren, neue Technologie implementieren und danach streben, mit den Besten der NBA zu konkurrieren".

Der lokale Charlotte Observer, der als erstes Medium über den Verkauf berichtete, meldet unter Berufung auf Jordans Umfeld auch, dass Jordan langfristig Hornets-Boss bleiben will - der Verkauf ist also kein Anfang vom Ende der Jordan-Ära, sondern ein Neuanfang.

Jordan verfügt angeblich über ein Vermögen von rund 1,9 Milliarden Dollar, der Wert der Hornets wurde von Forbes zuletzt auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt, wie viel Geld nun für den Deal geflossen ist, ist nicht bekannt.

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