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München - LeBron James dominiert seit über 15 Jahren die NBA wie kaum ein anderer. In seiner langen Karriere haben sich schon etliche Anekdoten über den "King" angesammelt.

LeBron James zählt zweifelsohne zu den besten Basketballern aller Zeiten.

Drei Meisterschaften holte er mit den Miami Heat (2012, 2013) und den Cleveland Cavaliers (2016), vier Mal wurde er zum MVP der Saison, drei Mal zum Finals-MVP gewählt. Beim All-Star Game Anfang der Woche war er zum 16. Mal dabei, mehr Nominierung erhielten in der 69-jährigen Historie nur der erst vor wenigen Wochen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommene Kobe Bryant (18) sowie der All-Time Scoring Leader der NBA, Kareem Abdul-Jabbar (19).

Überhaupt ist der inzwischen 35-Jährige in seiner langen und erfolgreichen Karriere viel herum gekommen und hat natürlich auch so einiges erlebt. Bei The Athletic haben Weggefährten über kuriose Anekdoten berichtet - SPORT1 zeichnet diese nach.

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LeBron frisst wie ein Scheunendrescher

Gesunde und ausgewogene Ernährung stehen eigentlich für jeden Sportler auf dem Tagesplan. Das gilt auch LeBron, doch der Superstar hat seine Laster.

Zum Frühstück verdrückt er gerne einmal fünf French Toasts, getränkt in Sirup und garniert mit Erdbeeren und Bananen sowie ein Omelett aus vier Eiern. Überhaupt liebt der 113-Kilo-Koloss Süßigkeiten, für ihn gibt es keine Mahlzeit ohne Dessert.

"Er frisst wie Sch**ße. Ich erinnere mich an ein Jahr, in dem ich versucht habe, so zu essen, wie er gegessen hat und es hat einfach nicht funktioniert. Ich fing an, zuzunehmen. Er isst Dessert und French Toast. Es ist verrückt, wie sein Körper es einfach verbrennt", erzählte sein früherer Teamkollege Tristan Thompson The Athletic.

James versorgt Teamkollegen mit Kopfhörern

Bereits seit 2008 wirbt James für die Kopfhörer Beats by Dre der Firma Beats Electronic und erhielt dafür seinerzeit Anteile an dem damals noch jungen Unternehmen.

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Als Rapper und Gründer Dr. Dre dieses im Jahr 2014 schließlich für 3,2 Milliarden Dollar an Apple verkaufte, bekam daher auch der Basketball-Star seinen Teil vom Kuchen, um genau zu sein 30 Millionen Dollar, wie ESPN berichtete.

Doch nicht nur LeBron selbst profitiert von dem Deal, sondern auch seine Teamkollegen, die er regelmäßig mit den neusten Kopfhörermodellen ausstattet. Dabei achtet er stets darauf, dass die Kopfhörer zu den Anzügen, Schuhen und Brillen aus seinem Sponsorendeal mit der Modemarke Thom Brown passen, mit denen er seine Mitspieler ebenfalls versorgt

LeBron schaltet sein Handy im Ausland nie ein

Laut dem Forbes Magazin verdiente James allein im Jahr 2018 umgerechnet etwa 78,2 Millionen Euro. Eigentlich genug Geld, um sich auch über hohe Roaming-Gebühren im Ausland keine Gedanken machen zu müssen.

Doch nicht mit dem viermaligen MVP. Auf Reisen ins Ausland, beispielsweise bei Auswärtsspielen in Kanada gegen die Toronto Raptors, schaltete er sein Smartphone daher gar nicht erst an. Einzige Ausnahmen sind das Hotel und die Arena, wo er sich ins kostenlose W-LAN einwählt, wie Kevin Love berichtete.

James wirft wegen Jordan mit seiner "schwachen" Hand

Obwohl von Natur aus eigentlich Linkshänder, wirft James in der Regel mit der rechten Hand.

"Ich bin eigentlich Linkshänder. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich beim Basketball überhaupt ein Rechtshänder geworden bin. Ich glaube, dass ich mit rechts werfe, weil MJ (Michael Jordan, Anm. d. Red.) das getan hat, auch Penny Hardaway, die Jungs, zu denen ich als Kind aufgeschaut habe. Ich sah sie mit rechts werfen, also habe ich mir das auch angewöhnt", erklärte er einmal.

Im Alltag, zum Beispiel beim Schreiben, benutzt er dagegen seine linke Hand, mit der er im Übrigen auch Werfen kann und so noch unberechenbarer für seine Gegenspieler ist.

Ex-Cavs-Coach wurde wegen LeBron für zwei Spiele gesperrt

Anders als die meisten amerikanischen Profis ließ "King James" das College aus und wechselte direkt von der High School in die NBA zu den Cleveland Cavaliers.

Bei diesen trainierte er bereits während seiner Zeit an der St. Vincent - St. Mary High School mit, weshalb der damalige Cavs-Trainer John Lucas II für zwei Spiele gesperrt wurde. Eine Strafe, die der heutige Spielerentwicklungs-Trainer der Houston Rockets aber wohl gerne in Kauf genommen hat.

"Er war an diesem Tag der beste Spieler in der Halle, in meiner Mannschaft. Ricky Davis, Chris Mihm, DeSagana Diop, all unsere Spieler, er war der beste Spieler dort", schwärmte er bei The Athletic.

James erklärt Gegenspielern ihre eigenen Spielzüge

In der Offense zählt der zweimalige Olympiasieger zweifelsohne zu den besten Basketballspielern aller Zeiten. In der Defense wird ihm allerdings oftmals nachgesagt, ihm fehle die Leidenschaft.

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Dass er aber grundsätzlich auch einen hohen defensiven IQ besitzt, bestätigten der heutige Clippers- und frühere Celtics-Headcoach Doc Rivers, Dwane Casey (Detroit Pistons) oder der frühere Cavs-GM David Griffin.

"Bei jedem Spielzug den ich ansagte, vollendete er die Sätze", berichtete etwa Rivers. "Er kannte all unsere Spielzüge. Ich musste also immer versuchen, bei unseren Ansagen kreativ zu sein", sagte Casey und Griffin erzählte The Athletic, wie James einmal sogar seinem Gegenspieler Patrick Patterson seinen eigenen Spielzug erklärte.

LeBrons Mutter bezeichnete Steve Kerr als bösen Mann

Seit 2014 zählt Steve Kerr als Trainer der Golden State Warriors zu den größten Konkurrenten von James, beide standen sich seitdem vier Mal in den Finals gegenüber.

Lange zuvor, nämlich bereits während seiner Rookie-Saison in Cleveland, setzte seine Mutter die erste Spitze gegen den damaligen TV-Analysten von TNT. "Ich ging zu einem Spiel und ich traf seine Mutter. Und seine Mutter sagte: 'Steve Kerr, du bist ein böser Mann'", erzählte er.

Übel habe er ihr oder James dies allerdings nicht genommen. "LeBrons Mutter nannte mich einen bösen Mann. Das war ein großartiges Gefühl", blickt er heute sogar mit Stolz zurück.

James sah Gibsons Leistungsexplosion bevor

Mit seinem Career-High von 31 Punkten im Conference-Final gegen die Detroit Pistons führte Bankspieler Daniel Gibson die Cleveland Cavaliers im Jahr 2007 erstmals in die NBA-Finals.

Wie wichtig er im sechsten Spiel der Serie werden würde, war ihm selbst am Tag des Spiels noch nicht bewusst – dafür aber seinem engen Freund und damaligen Teamkollegen LeBron James.

Nachdem ihm in Spiel fünf selbst 48 Punkte gelungen waren, schien James bewusst zu sein, dass ihn die Pistons im nächsten Spiel doppeln und er somit kaum Platz zur Entfaltung haben würde. Also forderte er Gibson im Abschlusstraining dazu auf, "bereit" zu sein.

"Er hat dafür gesorgt, dass ich in Spiel sechs auf diesen Moment vorbereitet war. Ich persönlich habe das Gefühl, dass er etwas gesehen hat, was in dieser Nacht passieren würde, bevor es passiert ist", beschrieb der inzwischen zurückgetretene 33-Jährige die Situation im Gespräch mit The Athletic.

LeBron setzt sich für Bedürftige ein

Im Jahr 2018 eröffnete James in seiner Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio seine eigene Grundschule zugunsten bedürftiger Kinder, hat dazu eine eigene Stiftung.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs seiner gemeinnützigen Arbeit. Viele der Gefallen und Dinge, die er für andere Menschen tut, hängt er gar nicht erst an die große Glocke. So unterstützt er beispielsweise Abhängige während ihrer Reha.

James hat das Sieger-Gen

Das Gewinnen liegt dem 16-maligen All-Star einfach im Blut - alles was er anfasst, wird förmlich zu Gold.

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"Aus irgendeinem Grund ist er, wenn wir Karten spielen, wirklich der Auserwählte. Ich habe ihn noch nie bei etwas verlieren sehen", berichtete sein früherer Teamkollege Kendrick Perkins.

Nicht ausgeschlossen also, dass der "King" 2023 mit Kareem Abdul-Jabbar beim All-Star Game gleichzieht. Bis dahin gibt es dann mit Sicherheit auch die ein oder andere neue Anekdote über ihn. 

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