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München - Dirk Nowitzki blickt auch nach seinem Karriereende gerne zurück. Sein letztes Heimspiel bei den Dallas Mavericks bleibt für den Deutschen unvergessen.

Mehr als ein Jahr ist es her, seit Dirk Nowitzki seine Basketballschuhe an den Nagel gehängt hat.

Doch auch heute noch erinnert sich die NBA-Legende gerne an seine Zeit bei den Dallas Mavericks zurück. Als neunter Spieler wurde er im NBA-Draft 1998 ausgewählt und ein Abenteuer begann, mit dem er so nicht gerechnet hatte.

"Mein Plan war es, entweder aufs College zu gehen oder in Europa zu bleiben", erzählte Nowitzki im Interview von NBA Together mit Ernie Johnson. "Die NBA hatte ich bis zu diesem Hoop-Summit-Spiel in San Antonio gar nicht auf dem Radar."

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Dort hatte eine Junioren-Weltauswahl gegen die besten US-Talente gespielt. Nowitzki glänzte mit 33 Punkten, 14 Rebounds und drei Steals - und sagt heute: "Dieses eine Spiel hat mein ganzes Leben verändert."

Nowitzki beim Draft nicht anwesend

Beim Draft selbst war der Deutsche gar nicht anwesend. "Ich war in Deutschland. Auch wenn ich ein Lottery-Pick war, war ich nicht 100 Prozent sicher, dass ich ausgewählt werde. Ich war superdünn und einfach nicht sicher, ob mein Körper weit genug war", erinnerte sich Nowitzki.

Dass er zu den Top-10-Picks gehörte, erfuhr der damals 19-Jährige erst am nächsten Morgen.

Das erste Jahr in der NBA hatte es in sich. "Ich hatte anfangs Probleme, mich einzufinden. Das Spieltempo, die Sprachbarrieren - und es war ein Lockout-Jahr, das bedeutete 50 Spiele in rund zweieinhalb Monaten. Das war unglaublich. Es war alles wirklich überwältigend für mich."

Geschwindner begleitet Nowitzki bis zum Ende

Bis zu seinem Karriereende wurde Nowitzki von seinem früheren Trainer und Mentor Holger Geschwindner begleitet, der ihn im Sommer 1993 zufällig entdeckte. "Er hat mich in allen Bereichen motiviert, nicht nur im Basketball. Er hat mich auf, aber auch neben dem Court besser gemacht", betonte Nowitzki.

Seine Methoden seien ungewöhnlich und neu gewesen, erklärte die NBA-Legende, "aber ich war ein Kind und habe das genossen. Ich habe schnell Verbesserungen gesehen und immer an ihn geglaubt."

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Selbst während seiner beiden letzten Jahre habe er noch immer mit Geschwindner zusammengearbeitet. "Wir waren sehr eng miteinander", machte Nowitzki deutlich.

Er sei mit 26 sogar gemeinsam mit Geschwindner durch Australien gereist. "Die Leute haben nur gesagt: 'Du bist 26. Wieso machst du Urlaub mit einem 65-Jährigen?' Aber ich habe so viel von ihm gelernt und wir haben über alles geredet. Er war mein Mentor und hat mir sehr geholfen."

Nowitzki: "War eine unglaubliche Reise"

Niemals vergessen werde er auch sein letztes Heimspiel, bei dem fünf seiner Idole - Larry Bird, Detlef Schrempf, Scottie Pippen, Shawn Kemp und Charles Barkley - dem Routinier huldigten. "Dass diese fünf Typen da waren, war überwältigend für mich. Das hat mir so viel bedeutet, ich kann es gar nicht beschreiben."

Rückblickend sagte Nowitzki: "Als ich hierher kam, wusste ich natürlich nicht, wohin mich diese Reise tragen würde. Das war ein unglaublicher Ritt, eine unfassbare Reise mit so vielen Leuten, die mir auf diesem Weg geholfen haben."

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