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München - Die Dallas Mavericks um Luka Doncic blicken trotz des Playoff-Aus in eine rosige Zukunft. Dirk Nowitzki ist begeistert, der Titel ist das Ziel.

Kaum war die Saison der Dallas Mavericks beendet, nahm Luka Doncic neue Ziele ins Visier.

"Mein einziges Ziel ist die Meisterschaft", erklärte der Guard, der mit seinen Leistungen die NBA (ausgewählte Spiele LIVE im TV auf SPORT1+) verblüffte. Doncic verkaufte sich mit seinem Team gegen die Los Angeles Clippers teuer, die Aussichten für die Zukunft scheinen rosig.

"Vieles, auf das man stolz sein kann, und vieles, worauf man sich freuen kann!!!", schrieb Franchise-Legende Dirk Nowitzki bei Twitter. Und wie der im Vorjahr zurückgetretene Nowitzki und sein Nachfolger blickt auch der Headcoach nach vorn. "Wir sind auf dem Weg nach oben", sagte Rick Carlisle.

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Doch auf dem Weg in die NBA-Spitze wartet auf die Verantwortlichen und Spieler viel Arbeit.

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Mavs mit Schwächen in der Defensive

Denn im unfassbar starken Westen wird schon die Teilnahme an den Playoffs in der kommenden Saison, die nach jetzigem Stand erst im Dezember beginnen wird, erneut hart umkämpft werden.

Während die Texaner in der regulären Saison die historisch beste Offensive stellten, besteht in der Defense deutliches Verbesserungspotenzial.

Dallas lag im Defensiv-Ranking gerade mal auf dem 18. Rang, was mitbedeutend für Saisonrang sieben und das Erstrundenaus ist. Besonders Spiel 5 mit 154 (!) erzielten Punkten der Clippers legten die Schwächen schonungslos offen.

Doncic und Portzingis die größten Stars

Hier spielen auch die Co-Stars Doncic und Kristaps Porzingis eine entscheidende Rolle. Doncic, weil hier in seinem Spiel wohl das größte Verbesserungspotenzial besteht. Porzingis, weil hinter seiner Gesundheit weiterhin ein Fragezeichen steht.

Nach eineinhalb Saisons ohne Einsatz wegen eines Kreuzbandrisses im linken Knie konnte der 25-Jährige, wegen seiner Größe hinten ein entscheidender Faktor, in der abgelaufenen Saison einen Großteil der Partien absolvieren.

Insgesamt verpasste er aber 21 von 81 Partien – hauptsächlich wegen Schwellungen im rechten Knie. In den Playoffs machte ihm dann eine Knieverletzung zu schaffen, die sich als Meniskusriss herausstellte.

"Wenn ich in die Offseason gehe, will ich sicherstellen, dass mein Knie wieder fit wird. Dann möchte ich dort anknüpfen, wo ich aufgehört habe und auf hohem Level Basketball spielen", sagte Porzingis laut Dallas News: "Und ich freue mich auf die nächsten Dinge, die wir als Team erreichen können."

Brunson und Powell verpassten die NBA-Playoffs

Apropos Gesundheit. Mit Jalen Brunson und Dwight Powell verpassten zwei wichtige Rollenspieler die Playoffs. Der Guard hatte sich eine Schulterverletzung zugezogen, Powell fiel mit einem Achillessehnenriss aus.

Powell war der etatmäßige Starter auf Center, seine Athletik ging den Mavs ab. Brunson stand immerhin 16 Mal in der Starting Five und hätte mit seiner Ruhe Doncic im Spielaufbau entlasten können.

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Beide planen, zum Vorbereitungsstart der neuen Saison wieder dabei zu sein und zu einem Kern zu stoßen, der einen Titelfavoriten ins Wanken brachte. "Wir müssen wieder komplett gesund werden und daran arbeiten, ihm (Luka Doncic, Anm. d. Red.) die richtigen Spieler zur Seite zu stellen", erklärte Carlisle.

Veränderungen im Kader der Dallas Mavericks?

Im Trainingslager sollte auch der Großteil des derzeitigen Kaders auftauchen. Nur die Veteranen Courtney Lee und J.J. Barea sowie Michael Kidd-Gilchrist und Trey Burke haben keinen gültigen Vertrag für die kommende Saison, Tim Hardaway besitzt eine Spieleroption über knapp 19 Millionen Dollar, die er vermutlich ziehen wird.

Lee und Barea spielten zuletzt keine große Rolle mehr. Kidd-Gilchrist und vor allem Burke (12,3 Punkte) wiederum überzeugten in der Bubble und könnten, falls sie sich mit kleineren Gehältern zufriedengeben, erneut zum Team stoßen.

Wenn Carlisle von "den richtigen Spielern" spricht, hat er womöglich bereits etwaige Verstärkungen im Sinn. Dallas hat im Draft einen Erstrundenpick (18. Position) und den ersten Pick in der zweiten Runde (von Golden State).

Möglich, dass die Mavs einen Trade versuchen, beispielsweise um früher oder in einem späteren Jahr picken zu können.

Sofortige Hilfe ist aber eher mit einem Teil der Midlevel-Exception (9,3 Millionen Dollar) zu erwarten, mit dem Dallas noch einen defensivstarken Flügelspieler mit einer gewissen Härte verpflichten könnte, der im besten Fall auch Guards vom Punkten abhalten kann.

Träumen die Mavs von Giannis Antetokounmpo?

Um sich den Gehaltsspielraum für den Sommer 2021 nicht zu verbauen, ist zu vermuten, dass der mögliche Neuzugang aber nur einen Einjahresvertrag erhält.

Denn in einem Jahr könnte Dallas womöglich in der Free Agency nach einem dicken Fisch angeln. 30 Millionen könnten sie zur Verfügung haben, um - in einem Traumszenario - um Giannis Antetokounmpo mitbieten zu können, sollte dieser sich gegen eine langfristige Zukunft bei den Bucks entscheiden.

Doch auf den vermutlich zweimaligen MVP hat nur eine Chance, wer ein titelfähiges Team bieten kann.

Jenes Meister-Ziel treibt die komplette Franchise an, die zuletzt 2011 mit Nowitzki ganz oben stand. "Das ist unsere Leidenschaft, davon sind wir besessen", sagte Carlisle, dessen Boss voll dahinter steht.

"Ich bin stolz auf unsere Mavs", verkündete Besitzer Mark Cuban: "Wir sind dabei, etwas aufzubauen. Das ist erst der Anfang."

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