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Anthony Davis war Schlüsselakteur beim Titelgewinn der L.A. Lakers
Anthony Davis war Schlüsselakteur beim Titelgewinn der L.A. Lakers © Getty Images
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München - Anthony Davis hält Meister Los Angeles Lakers im Poker um seinen Vertrag hin - ihm winkt eine gigantische Geldvermehrung. SPORT1 zeigt Davis' Optionen.

Anthony Davis steht nach seinem ersten NBA-Titel vor einer großen Entscheidung.

Bleibt der kongeniale Partner von Superstar LeBron James in Los Angeles oder sucht der Big Man nach nur einem Jahr bei den Lakers schon wieder eine neue Herausforderung?

Denn der Power Forward kann in diesem Jahr aus seinem Vertrag aussteigen. Dann wäre er Free Agent und könnte zwar immer noch mit den Lakers, aber eben auch mit allen anderen 29 NBA-Teams verhandeln.

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Davis vermeidet Lakers-Bekenntnis

Ein Bekenntnis zu den Lakers gab Davis jedenfalls in einem TV-Interview, unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft, nicht ab. "Ich habe keine Ahnung. Ich weiß es nicht", sagte der Big Man auf einen Verbleib angesprochen.

"In den nächsten Monaten werde ich es herausfinden", ergänzte der 27-Jährige. "Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber deshalb ist mein Agent (Rich Paul, Anm. d. Red.) der, der er ist", sagte Davis: "Wir werden darüber diskutieren und ich mir darüber klar werden."

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Diese Aussagen brachte die NBA-Gerüchteküche zum Brodeln. So will The Athletic wissen, dass Davis seine Spieler-Option, die dem Big Man in der Saison 2020/21 über 28 Millionen US-Dollar einbringen würde, nicht ziehen möchte.

Auch NBA-Führungskräfte sollen gemäß einer Umfrage der LA Times fest damit rechnen, dass Davis aus seinem Vertrag aussteigen wird. Für dieses Szenario und die Hinhaltetaktik gibt es gute Gründe.

Davis' Optionen: Flexibilität oder garantiertes Geld?

Sollte Davis in diesem Jahr tatsächlich diesen Schritt machen, bieten sich ihm verschiedene Optionen.   

SPORT1 stellt drei mögliche Vertragsszenarien vor:

1. Davis könnte einen Zweijahresvertrag unterschreiben. Dieser würde dem Nummer-Eins-Pick im Draft 2012 insgesamt 68 Millionen Dollar bescheren. Dabei könnte sich der Power Forward eine Spieleroption nach Vertragsjahr eins zusichern lassen.

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2. Alternativ könnte Davis auch einen mit 106 Millionen Dollar dotierten Dreijahresvertrag mit einer Spieleroption nach Jahr zwei unterschreiben.

Für diese Option spricht, dass Davis durch seine Spieleroption 2022 Free Agent werden würde. Dann wäre der Big Man zehn Jahre in der NBA und somit verfügbar für einen Maximalvertrag. Dieser würde 35 Prozent des Salary Caps betragen. Dabei würden ein Fünfjahresvertrag über 253,75 Millionen oder ein Vierjahresvertrag über 196 Millionen Dollar in Frage kommen.

Auch aus kompetitiver Sicht wäre ein Dreijahresvertrag mit einer Spieleroption nach Jahr zwei reizvoll, da 2022 der Vertrag von LeBron James bei den Lakers endet. 

3. Davis könnte jedoch auch schon in diesem Jahr einen langfristigen Vertrag mit einer Spieleroption nach Jahr drei unterzeichnen.

Diese Option macht vor allem aus finanzieller Sicht Sinn, denn 2023 soll der Salary Cap erneut angehoben werden. Dann würde Davis - vorausgesetzt er bleibt in den nächsten Jahren von schweren Verletzungen verschont und legt ähnliche Zahlen wie zuletzt auf - ein Fünfjahresvertrag über 266,4 Millionen oder ein Vierjahresvertrag über 205,8 Millionen winken.

Lakers trotzdem Favorit auf Davis-Verbleib

Fest steht momentan nur eines: Unabhängig davon, für welche Option sich Davis am Ende entscheiden wird, werden sicher einige Teams bei ihm vorstellig werden. Ein Top-10-Spieler kommt schließlich nicht allzu oft auf den Markt.

Ob ein Team aber echte Chancen hat, die Kombination James/Davis zu sprengen, bleibt abzuwarten. Wenn der 35-jährige James eines Tages aufhört, kann Davis die Lakers als Nummer 1 anführen. Bis dahin bietet ihm der viermalige MVP wohl die größte Chance auf weitere Titel.

Zudem ist Rich Paul nicht nur Davis' Berater, sondern auch der von James. Auch deshalb ist es schwer vorstellbar, dass James seinen Co-Superstar kampflos ziehen lassen würde.

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