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München - Die Miami Heat melden sich in den NBA-Finals zurück und verkürzen gegen die Lakers. Auf Jimmy Butler finden LeBron James und Co. keine Antwort.

Die Los Angeles Lakers haben in den NBA-Finals eine Vorentscheidung verpasst und im dritten Spiel die erste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die Miami Heat unterlagen LeBron James und Co. mit 104:115 (54:58).

Maßgeblich verantwortlich dafür war Heat-Star Jimmy Butler, der vermutlich das beste Spiel seiner Karriere produzierte. Dem 31-Jährigen gelang ein Triple-Double mit unfassbaren 40 Punkten, elf Rebounds und 13 Assists.

Das Lakers-Starduo James und Anthony Davis hatte dagegen nicht seinen besten Tag und offenbarte Schwächen.

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Jimmy Butler überragt: "Ein Elite-Wettkämpfer"

"Ich sage dem Coach immer wieder: 'Ich bin bereit dafür'. Es ist die größte Bühne. Was auch immer man von mir verlangt, kann ich tun", sagte Butler nach dem Spiel.

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Trainer Erik Spoelstra hatte seine Worte vernommen. "Das ist das, was er gewollt hat. Es ist schwer, Jimmy zu analysieren oder zu beschreiben, bis man ihn spürt. Er ist ein herausragender Elite-Wettkämpfer und wir brauchten das."

Auch Konkurrent James zog den Hut: "Er ist einer der besten Wettkämpfer, die wir haben. Er liebt diese Gelegenheiten. Ich weiß persönlich nicht, wie viele diese Gelegenheiten ich noch bekomme, also muss ich mich gegen diesen harten Gegner wehren. Darauf kann ich dann zurückblicken, wenn ich aufgehört habe. Ich werde diese Momente vermissen."

Erst als drittem Spieler gelang Butler ein Triple-Double mit 40 Punkten in den Finals, dank seiner herausragenden Trefferquote (14 von 20 aus dem Feld) gingen die Heat mit einer zweistelligen Führung ins letzte Viertel und gaben sie nicht mehr her.

LeBron James und Anthony Davis offenbaren Schwächen

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Gegen die verletzungsgeplagten Heat, die erneut ohne Goran Dragic und Bam Adebayo antreten mussten, kamen die Lakers nicht wie bislang zu ihrem Spiel. In allen vier Vierteln erzielten die Lakers weniger Punkte als ihr Gegner, erstmals in diesen Playoffs.

LeBron James kam mit 25 Punkten und zehn Rebounds auf ordentliche Offensiv-Werte, die aber von einer anderen Statistik getrübt wurden: Er hatte acht Turnover zu verantworten - und zeigte sich entsprechend geknickt.

"Sie sind offensiv wirklich, wirklich gut, also darf man ihnen den Ball nicht überlassen. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung", sagte James.

Unter seinen Möglichkeiten blieb auch James' kongenialer Partner Anthony Davis, er enttäuschte diesmal mit lediglich 15 Zählern - auch weil er frühzeitig mit seiner Foul-Quote zu kämpfen hatte. "Ich muss besser sein", ärgerte sich Davis: "Das Team verlässt sich darauf, dass ich Energie aufs Feld bringe", das sei ihm unter den Umständen nicht gelungen.

Miami will Geschichte wiederholen

Spiel vier steigt in der Nacht auf Mittwoch (3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVETICKER). Bislang lag Miami in den Finals nur einmal mit 0:2 zurück - 2006. Im legendären Duell gegen die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki übernahm ab Spiel drei Dwyane Wade das Kommando und führte die Heat mit vier Siegen in Folge zum Titel.

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Diesmal könnte Butler Wades Rolle übernehmen, seine Mitspieler scheinen bereit: 89 Punkte erzielten die fünf Starter für Miami in Spiel drei, die Lakers-Starter kamen lediglich auf 51 Zähler.

James und Davis übten sich derweil in demonstrativer Zuversicht. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir in Sorge sind. Wir sind nicht in Sorge", meinte James mit Blick auf den Rest der Serie. "Glaubt mir: Das wird schon passen", ergänzte Davis.

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