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Mark Cuban ist mit dem Play-In-Turnier der NBA unzufrieden
Mark Cuban ist mit dem Play-In-Turnier der NBA unzufrieden © Imago
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Der Besitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, ist mit dem Play-In-Turnier der NBA nicht einverstanden. Auch sein größter Superstar im Team spart nicht mit Kritik.

Der Eigentümer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, hat sich kritisch zu den Plänen für das Play-In-Turnier der NBA geäußert und dieses als "enormen Fehler" bezeichnet. 

Vor allem im Hinblick auf den vergleichsweise komprimierten Spielplan in der laufenden Saison sei das Turnier ein Problem. "Das Schlimmste daran ist, dass es den Stress in einem ohnehin schon komprimierten Spielplan nur noch verstärkt", erklärte Cuban im Gespräch mit ESPN. "Anstatt dass man nur für einen Playoff-Platz spielt und seine Spieler schonen kann, wenn die Platzierungen klarer werden, muss man jedes Spiel als Playoff-Spiel angehen, um in die Top 6 zu kommen. Die Spieler müssen also mehr Spiele und mehr Minuten in weniger Tagen spielen."

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In der NBA-Saison 2020/21 absolvieren die Teams aufgrund von Covid-19 in der Preseason 72 Spiele in 146 Tagen anstatt 82 Partien in 177 Tagen. Anstatt wie vor der Pandemie, wo automatisch die acht besten Mannschaften beider Conferences für die Playoffs qualifiziert waren, spielen nun die auf den Rängen sieben bis zehn platzierten Teams die beiden verbleibenden Playoff-Tickets aus. (SERVICE: Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

Dabei treffen zuerst der Siebt- und Achtplatzierte aufeinander, der Gewinner bekommt Platz sieben. Der Verlierer muss dann gegen den Gewinner der Partie zwischen dem Neunten und dem Zehnten um den aller letzten Playoff-Platz antreten.  

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Auch Doncic übt Kritik

Dieses System wurde bereits in der Bubble in Orlando in der zurückliegenden Spielzeit getestet.

Das Turnier wurde bereits vor Saisonbeginn vom Board of Governors, dem übrigens auch Cuban angehört, einstimmig abgesegnet. "Rückblickend war diese Herangehensweise ein enormer Fehler", zeigt sich der Mavericks-Besitzer nun einsichtig.

Auch sein größter Star im Team, Luka Doncic, hatte bereits Kritik geäußert. "Ich verstehe die Idee dahinter nicht", erklärte er nach der Pleite der Mavs gegen die 76ers in der Nacht auf Dienstag.

"Du spielst 72 Partien, um in die Playoffs zu kommen. Dann verlierst du zweimal in Folge und bist raus aus den Playoffs? Ich sehe keinen Sinn dahinter."

Cuban kann NBA verstehen

Doch trotz der inzwischen negativen Stimmung gegenüber dem Play-In-Turnier kann Cuban durchaus verstehen, warum die NBA das System so durchzieht. Beibehalten will der Mavs-Boss das Format dennoch nicht. "Wenn wir wegen COVID kreativ werden wollen, dann sollten wir einfach Platz eins bis 20 nehmen und ein Play-In für die letzten vier Seeds ausspielen", so Cuban. (SERVICE: Die Tabellen der NBA)

Bei diesem Vorschlag, bei dem die zwölf besten Teams der Liga unabhängig von der Conference einen Platz in der Postseason sicher hätten, wären die Mavs sicher in den Playoffs dabei. Das Team von Trainer Rick Carlisle liegt aktuell in der Tabelle der Western Conference auf Rang sieben und müsste am Play-In-Turnier teilnehmen. Der Rückstand auf die sechstplatzierten Trail Blazers beträgt zwei Siege.

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