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Die Giants verteidigen ihren umstrittenen Quarterback-Pick im Draft, aber NFL-Insider Adam Shefter widerspricht und stellt die in Panik geratenen New Yorker bloß.

Die New York Giants haben sich beim NFL-Draft offenbar komplett verzockt.

Völlig überraschend wählten sie in der vergangenen Woche in Nashville bereits an Nummer sechs Quarterback Daniel Jones und ernteten bei Fans und Experten gleichermaßen harsche Kritik.

Giants verteidigen ihre Strategie

Viel zu früh hätte New York den zwar talentierten, aber keineswegs unumstrittenen Spielmacher ausgewählt. Stattdessen hätte General Manager Dave Gettleman eines seiner vielen Löcher im Kader mit einem der zahlreichen hochtalentierten Verteidiger wie Josh Allen stopfen sollen - oder zumindest den höher eingeschätzten Quarterback Dwayne Haskins picken sollen.

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Schließlich hatten die Giants noch Pick 17 und holten sich später per Trade mit den Seattle Seahawks auch noch den 30. Pick.

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Gettleman verteidigte seine Strategie im Anschluss: "Ich weiß sicher, dass zwei Teams Daniel Jones genommen hätten, bevor wir an 17 wieder dran gewesen wären."

Mutmaßlich handelt es sich dabei um die Washington Redskins und die Denver Broncos. Diese Ansicht hatten die Giants aber exklusiv.

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NFL-Experte Shefter widerspricht Gettleman

Denn die Redskins hatten bereits im Vorfeld des Drafts viel Zeit mit Haskins verbracht und ihm mitgeteilt, dass sie ihn an 15 nehmen würden, falls er noch da wäre.

Nach dem Patzer der Giants sagten sie Dankeschön. Die Broncos hatten dagegen Drew Lock als den besten Spielmacher auf ihrem Board und bekamen ihn sogar noch in der zweiten Runde.

Diese Vermutungen innerhalb der Liga bestätigte nun NFL-Insider Adam Shefter von ESPN in seinem Podcast. Demnach hätten beide Teams keinesfalls Jones genommen – in Runde eins schon gar nicht. Damit stellte Shefter die Giants ein Stück weit bloß.

Wahrscheinlicher ist, dass sich die Giants durch die typischen Gerüchte und bewusst gestreuten Stories vor dem Draft nervös machen ließen und in Panik gerieten. Außer ihnen hielt wohl niemand Jones - trotz seiner Verbindung zu Peyton und Eli Manning - für einen Erstrundenpick.

Den als wenig geduldig bekannten New Yorker Sportfans wird das nicht gefallen. Gettlemans Stuhl dürfte im Herbst sehr schnell sehr heiß werden.

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