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Miami - NFL-Boss Roger Goodell spricht vor dem Super Bowl über mehr NFL-Spiele, Kobe Bryant, Antonio Brown und die Patriots. Erstmal gibt es keine Spiele in Deutschland.

Roger Goodell hat in seiner jährlichen NFL-Regierungserklärung in Miami zu allen wichtigen Themen mehr oder weniger deutlich Stellung bezogen.

Der Commissioner kündigte zunächst an, dass es am Sonntag beim Super Bowl zwischen den San Francisco 49ers und den Kansas City Chiefs eine Ehrung für den verstorbenen NBA-Superstar Kobe Bryant geben werde. (NFL: Super Bowl zwischen Kansas City Chiefs und San Francisco 49ers am 3. Februar ab 0.30 Uhr LIVE)

Wie diese ausfallen wird, ist allerdings noch nicht entschieden. "Kobe war ein besonderer Mensch, der sehr viel in unsere Welt gebracht hat."

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17 NFL-Spiele sollen kommen

Beim aktuell wichtigsten NFL-Thema zeigte sich Goodell allerdings weniger auskunftsfreudig: der neue Tarifvertrag und eine damit einhergehende Spielplan-Revolution.

Schon länger ist klar, dass die Eigentümer im neuen Collective Bargaining Agreement (CBA) mit der Spielergewerkschaft eine Verlängerung der regulären Saison auf 17 Spiele durchsetzen wollen, dafür soll die ohnehin so ungeliebte Preseason verkürzt werden.

"Die Sicherheit hat für unsere Spieler die höchste Priorität. Unser Ziel ist es, die Saison so neu zu strukturieren, dass die Zukunft unseres Spiels gesichert ist", sagte Goodell.

Damit bestätigte er indirekt, dass der Spielplan geändert werden soll und Gegenstand der aktuellen Verhandlungen mit den Spielern ist. Im Jahr 1978 stellte die NFL ihren Spielplan auf 16 Spiele um.

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Mehr Gehirnerschütterungen als 2018

Die Spieler fürchten das höhere Verletzungsrisiko mit einem "echten" Spiel mehr. In der abgelaufenen Saison gab es einen leichten Anstieg bei Gehirnerschütterungen im Vergleich zu 2018, Goodell blieb dennoch dabei, dass Football "so sicher, wie nie zuvor" sei.

Als Beispiel führte er neue Helme an, man werde zudem das komplette NFL-Jahr mit Vorbereitung und Mini-Camps genau unter die Lupe nehmen. Der Druck der Eigentümer ist eindeutig, sie wollen mit einem Spiel mehr, mehr Einnahmen generieren. Demnächst laufen schließlich auch die TV-Verträge aus.

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NFL-Boss Goodell über Brown: "Wollen ihm helfen"

Außerdem äußerte sich Goodell auch zu Skandalprofi Antonio Brown, der zuletzt auf Kaution entlassen wurde, und den Untersuchungen gegen den tief gefallenen Star-Receiver.

"Wir wollen ihm helfen, wieder auf den rechten Weg zu finden", sagte der NFL-Boss. Zu einem möglichen Comeback oder wie es aussehen könnte, sagte er wenig. Eine Rückkehr auf das Feld in der Saison 2020 scheint allerdings aktuell ausgeschlossen.

Auch Browns letztes Team war ein Thema. Der Video-Skandal um die New England Patriots ist nach wie vor nicht abgeschlossen und werde sehr genau untersucht: "Wir haben eine Verpflichtung gegenüber 31 anderen Teams, Partnern und Fans, genau herauszufinden, was passiert ist. Wir werden das Richtige tun und wenn wir diesen Zeitpunkt erreicht haben, darüber informieren."

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Vorerst kein Spiel in Deutschland

Eine heftige Strafe für den sechsmaligen Super-Bowl-Champion dürfte drohen, schließlich sind die Patriots Wiederholungstäter.

Zudem kündigte Goodell über die kommenden zwei Jahre zwei weitere Spiele in Mexiko City an, die Partien sollen innerhalb er nächsten zwei Monate bekanntgegeben werden. Die deutschen Fans müssen sich also weiter gedulden.

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