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Die Tennessee Titans und die Minnesota Vikings machen ihre Trainingsgelände wegen Coronafällen dicht. Auch sonst herrscht Großalarm - den die Raiders noch verstärken.

Jetzt wird auch die NFL wieder auf vielen Ebenen von COVID-19 erschüttert - mit ziemlich ungewissem Ausgang:

Nach acht positiven Coronatests haben die Tennessee Titans ihr Trainingsgelände zunächst bis Samstag geschlossen.

Neben den Spielern Nose Tackle DaQuan Jones, Long Snapper Beau Brinkley und Practice Squad Tight End Tommy Hudson, wie ESPN berichtet, sollen auch fünf Klubmitarbeiter betroffen sein.

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Die Minnesota Vikings, die am Sonntag gegen die Titans verloren hatten (30:31), machten ebenfalls die Tore dicht. Laut US-Medienberichten gab es auch dort positive Tests, eine Bestätigung steht noch aus. Bei der Partie durfte ein Mitglied des Titans-Trainerstabs laut ESPN schon nicht dabei sein, weil er entweder positiv getestet war oder Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen gehabt hatte.

Allerdings: Nach Informationen von NFL-Insiders Adam Schefter soll das Spiel der Titans gegen die Pittsburgh Steelers trotzdem planmäßig am Sonntag stattfinden. Eine offizielle Entscheidung steht jedoch noch aus, gleiches gilt für die Austragung der Partie der Vikings gegen die Houston Texans. 

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NFL führt täglich Coronatests durch

"Beide Klubs arbeiten eng mit der NFL und der NFLPA (Spielergewerkschaft, d. Red.) zusammen, einschließlich unserer Experten für Infektionskrankheiten, um Kontakte zu bewerten, zusätzliche Tests durchzuführen und Entwicklungen zu überwachen", teilte die Liga in einem Statement mit.

NFL-Commissioner Roger Goodell machte den Teams dabei noch einmal den Ernst der Lage klar: "Diese Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit, alle unsere Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle sorgfältig in vollem Umfang umzusetzen."

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Dies umfasse "nicht nur unser Testprogramm, sondern auch die Reinigung der Team-Einrichtungen, das Tragen von Mund- und Nasenschutz durch Spieler und Mitarbeiter sowie die sorgfältige Regulierung von Verhalten und Verträgen außerhalb des Team-Geländes", so Goodell weiter.

Die NFL führt bei Spielern und wichtigen Teammitgliedern wie Trainern täglich Coronatests durch. Nur an Spieltagen wird nicht getestet.

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Zumal: Anders als in der NBA und NHL sind Spieler und Trainer in der NFL nicht abgeschottet in einer sogenannten "Bubble", sondern leben normal in ihren Wohnungen und Häusern. Bei Spielen und in den Klub-Gebäuden gelten Hygiene- und Gesundheitsvorschriften zum Schutz vor der Pandemie

Neben deren peniblen Einhaltung soll jetzt auch das Thema distanzierte Kommunikation noch stärker in den Fokus rücken, Besprechungen mehr denn ja via Video-Calls gestaltet werden.

In Vorausahnung möglicher Spielabsagen wird hinter den Kulissen zudem an Termin-Alternativen gewerkelt - auch wenn die Teams wie die Steelers in Absprache mit der NFL ihre Vorbereitungen gemäß dem regulären Spielkalender erst einmal fortsetzen, bis neue Erkenntnisse vorliegen.

NFL: Absagen und Verlegungen drohen

So könnte das Duell mit den Titans auf den 7. Spieltag verschoben werden, wenn die NFL die Ansetzung zwischen Pittsburgh und den Baltimore Ravens auf den 8. Spieltag verlegt, an dem beide Teams aktuell spielfrei haben, berichten US-Medien.

Die Partie der Vikings, deren komplettes Test-Ergebnis noch aussteht, könnte bei den Texans aber auch erst am Montag steigen, um mehr Testkapazitäten zu bekommen. So oder so: Der Spielplan für das kommenden Wochenende und die Corona-Protokolle der Liga werden stärker denn je auf die Probe gestellt. 

Damit nicht genug: Spieler der Las Vegas Raiders stehen in Verdacht, ohne Maske in der Öffentlichkeit aufgetreten zu sein.

Nach einem Bericht des Las Vegas Review Journal sollen während eines Charity-Events von Tight End Darren Waller unter anderem Quarterback Derek Carr, Nathan Peterman, Jason Witten und Foster Moreau den Gebrauch eines Mund-Nase-Schutzes ignoriert haben.

Ermittlungen der zuständigen Behörden laufen, entsprechend belastendes Video-Material wird dem Vernehmen nach ausgewertet.

"Ich weiß nicht, ob wirklich alle kapiert haben, dass wir die Masken tragen müssen", zitiert die Zeitung Raiders-Eigentümer Mark Davis.

Zur Erinnerung: Erst in der Vorwoche hatten die Raiders für Wirbel gesorgt und eine Strafe von 250.000 Dollar zahlen müssen, weil Head Coach Jon Gruden am Spielfeldrand gegen die New Orleans Saints mehrfach ohne Maske erwischt wurde.

Gruden selbst wurde zusätzlich mit 100.000 Dollar zur Kasse gebeten.

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