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Markus Steuerwald könnte in der Olympia-Quali für Deutschland zum X-Faktor werden
Markus Steuerwald könnte in der Olympia-Quali für Deutschland zum X-Faktor werden © SPORT1
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München - Die deutschen Volleyball-Herren kämpfen um ihre letzte Olympia-Chance. Mit dabei ist Rückkehrer Markus Steuerwald, der eine turbulente Karriere hinter sich hat.

Es ist die letzte Chance, um bei den Olympischen Spielen in Tokio doch noch dabei zu sein.

Für die deutschen Volleyball-Herren wird Berlin dabei zum dritten in Folge der Schicksalsort. Während das Team sich 2012 für die Spiele qualifizieren konnte, scheiterte man 2016 dramatisch an Polen. (Volleyball: Olympia-Qualifikation ab Sonntag LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

Die schmerzliche Niederlage in der Berliner Max-Schmeling-Halle soll nun endgültig aus den Gedächtnissen der Spieler gelöscht werden.

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Leicht wird das nicht, denn nur der Gewinner des Achterturniers erhält ein Ticket für Olympia. Kein Wunder, dass Bundestrainer Andrea Giani findet: "Es ist schwieriger sich zu qualifizieren, als eine Medaille bei Olympia zu gewinnen."

Giani holt Libero Steuerwald zurück

Damit das trotzdem gelingt, holte Giani sogar Libero Markus Steuerwald nach langer Auszeit zurück ins Team. Dieser hatte sein letztes Länderspiel am 28. Mai 2017 bestritten.

"Markus ist ein sehr talentierter Spieler auf seiner Position. Er hat viele Spiele auf hohem Niveau bestreiten und weiß, wie er sich zu verhalten hat. Er kann definitiv den Unterschied machen", erklärte Giani im SPORT1-Volleytalk seine Entscheidung.

Der 30-Jährige hat eine bewegte Volleyball-Karriere hinter sich. Mit 20 Jahren hatte er mit dem VfB Friedrichshafen bereits das Triple gewonnen, wurde in der Champions League als bester Libero ausgezeichnet und bei der Junioren-EM als Außenangreifer(!) zum besten Aufschläger gekürt.

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Steuerwald bringt viel Quali-Erfahrung mit

Neben seines großen Talents bringt Steuerwald vor allem auch viel Erfahrung mit. Der 1,82 Meter große Libero nahm bereits 2008, 2012 und 2016 an der Olympia-Qualifikation teil. 

Einen besonders bitteren Moment seiner Karriere erlebte Steuerwald 2008. Obwohl er mit starken Leistungen in der Qualifikation großen Anteil an der Olympia-Teilnahme Deutschlands hatte, wurde er vom damaligen Bundestrainer Stelian Moculescu nicht für Olympia nominiert.

Diese Erfahrung konnte Steuerwald 2012 in London aber nachholen. Er bedankte sich mit starken Leistungen – und war statistisch gesehen sogar der beste Libero des Turniers.

Nun will Steuerwald, der nach vier Jahren bei Paris Volley 2016 nach Friedrichshafen zurückkehrte, noch einmal das Gefühl Olympia erleben.

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Steuerwald: "Macht sehr viel Spaß"

Große Eingewöhnungsprobleme hatte Steuerwald bei der Rückkehr ins deutsche Team schon einmal nicht.

"Es ist ein schönes Gefühl. Ich habe ein, zwei Tage gebraucht, um mich wieder einzufinden. Aber die meisten kenne ich noch von früher. Es macht sehr viel Spaß - auch mit den jüngeren Spielern. Wir haben eine sehr gute Truppe zusammen", sagte Steuerwald im SPORT1-Volleytalk.

Bereits im Sommer hatte ihn Giani angesprochen und gesagt, dass er sich freuen würde, wenn Steuerwald wieder ins Team zurückkehrt.

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Mit Zenger ist ein zweiter Libero dabei

Dass mit Julian Zenger ein zweiter Libero im Kader ist, stört Steuerwald nicht: "Wir verstehen uns gut. Es ist egal, wer spielt. Wir haben eine gute Qualität auf der Libero-Position. Es ist sehr wichtig, dass wir nicht nur 6,7 Spieler haben. Ich denke, dass alle ihre Einsatzzeiten kommen werden."

Steuerwald dürfte dabei vor allem an die WM in Polen denken, als das Wechselspiel mit dem anderen Libero Ferdinand Tille sehr gut funktionierte. Am Ende durften sich die deutschen Herren über die Bronzemedaille freuen.

Noch hat sich Giani laut eigener Aussage nicht entschieden, wem er im Auftaktmatch am Sonntag gegen den vermeintlich leichtesten Vorrundengegner Tschechien den Vorzug gibt. (Volleyball: Deutschland - Tschechien ab 19.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

Steuerwald baut auf deutsche Fans

Für Steuerwald spielt das auch keine Rolle. Seiner Meinung nach schafft Deutschland die Qualifikation, "weil wir die beste Mannschaft sind, die besten Fans haben und in Deutschland spielen".

Die Fans könnten tatsächlich zum entscheidenden Faktor werden, denn das Programm mit fünf Spielen in nur sechs Tagen -  inklusive des Endspiels - verlangt alles von den Spielern ab. 

Mit seinem Lieblingshobby Faulenzen muss Steuerwald da wohl eine Pause einlegen - für das große Ziel Olympia wird er das aber sicher sehr gerne tun.

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