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Die deutschen Volleyballerinnen erreichen bei der Europameisterschaft als Gruppensieger das Achtelfinale. Gegen Weißrussland gewinnen die Schmetterlinge deutlich.

Die deutschen Volleyballerinnen sind bei der Europameisterschaft weiter nicht zu stoppen.

In Bratislava gewann das Team von Trainer Felix Koslowski auch das letzte Vorrundenspiel gegen Weißrussland souverän mit 3:0 (25:10, 25:15, 25:15) und zog als ungeschlagener Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Nächster Gegner am Sonntag ist einer der Außenseiter Ukraine, Slowenien oder Portugal.

"Die Truppe hat eine unglaubliche Mentalität, sie spielt die ganze Zeit mit so viel Spirit. Wir haben eine überragende Vorrunde gespielt, aber wir sind natürlich noch lange nicht fertig mit dieser Europameisterschaft", sagte Koslowski zu SPORT1. Nächster Gegner am Sonntag ist Außenseiter Slowenien.

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Die dreitägige Pause bis zum Duell mit einem der Underdogs kommt dabei gerade recht. "Die Gruppenspiele stecken uns echt in den Knochen", gab Topscorerin Jana Poll (elf Punkte) im Gespräch mit SPORT1 zu und zeigte sich erleichtert darüber, dass am Mittwoch alles ganz schnell ging: "Wir hatten gehofft, dass es heute nicht wieder so ein Kraftakt wird, wie in den letzten zwei Tagen."

Beim fünften Spiel in sechs Tagen ließ sich das junge DVV-Team (Durchschnittsalter 23,7) den Kräfteverschleiß der "hochemotionalen  Spiele" (Koslowski) gegen Russland (3:2) und Spanien (3:1) nicht anmerken, vielmehr strotzten die forsch auftretenden Damen um Poll vor Selbstvertrauen und sparten mit einem schnellen Durchmarsch Energie für die kommenden Aufgaben.

Deutschland holt Satz eins in 21 Minuten

Durchgang eins entschied Deutschland mit einer Galavorstellung in nur 21 Minuten für sich, Weißrussland, EM-Siebter von 2017, war chancenlos und vermied nur knapp die Höchststrafe eines Satzverlustes mit einstelliger Punktzahl. (DATENCENTER: Die Tabellen)

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Anders als in den Partien gegen Spanien (3:1) und Co-Gastgeber Slowakei (3:1) leisteten sich die DVV-Frauen danach keinen Durchhänger, sondern spielten aggressiv und konzentriert weiter. 

Im zweiten Satz gewährte der EM-Zweite von 2013 den Weißrussinnen kurzzeitig einen Punkt Vorsprung, ein 9:1-Lauf zum zwischenzeitlichen 19:13 sorgte aber für die Vorentscheidung. Satz drei erledigten die Volleyballerinnen dann wieder humorlos im Schnelldurchgang.

Lohn der souveränen Vorstellung: In der Runde der letzten 16 geht es nun nicht gegen Co-Gastgeber Polen oder die gefährlichen Belgierinnen, sondern gegen Underdog Slowenien. Der Weltranglisten-39., Vierter der Gruppe B, ist erst zum zweiten Mal bei einer EM dabei und feierte gegen Portugal und die Ukraine die ersten Siege seiner jungen EM-Geschichte

Achtelfinalort noch unsicher

Bis zum Duell mit einem der Außenseiter bleiben drei Regenerationstage, die allerdings mit einem Umzug verbunden sein könnten. Sollte Polen in Gruppe B Zweiter und die Slowakei in der deutschen Gruppe Dritter werden, geht es für die DVV-Frauen in Lodz weiter. Klarheit darüber bekommt Deutschland erst nach den letzten Vorrundenspielen am Donnerstag.

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Die EM findet in diesem Jahr erstmals in vier Ländern statt. Neben der Slowakei und Polen sind auch die Türkei und Ungarn Co-Gastgeber. Halbfinale und Finale werden in Ankara gespielt. Ein EM-Gruppensieg war dem DVV-Team zuletzt bei der Heim-EM 2013 gelungen, bei der Deutschland Silber gewann.

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