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Louisa Lippmann verlor mit Deutschland gegen Japan
Louisa Lippmann verlor mit Deutschland gegen Japan © Getty Images
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Die Nationalmannschaft der Frauen muss sich im fünften Gruppenspiel Japan geschlagen geben. Damit steht auch die Ausgangslage für die zweite Gruppenphase.

Die erste Enttäuschung über die zweite Niederlage bei der WM in Japan schüttelten die deutschen Volleyballerinnen schnell ab.

"Mein Team hat heute super gekämpft, auch wenn es drei, vier Punkte zurückgelegen hat. Wir hätten heute einen Satz verdient gehabt," sagte Bundestrainer Felix Koslowski nach dem 0:3 (25:27, 20:25, 24:26) gegen die favorisierten Gastgeberinnen zum Abschluss der ersten Gruppenphase.

Als Dritter in die Zwischenrunde

"Uns hat heute nur ganz wenig gefehlt. Wir haben gesehen, dass Japan immer noch stärker ist, deswegen müssen wir von ihnen lernen", sagte Spielführerin Maren Fromm, die ihre Teamkolleginnen schon während des Spiels aufgefordert hatte, die Partie gegen die technisch äußerst versierten Asiatinnen zu genießen. Fromm und Co. gehen nun als Dritte der Gruppe A in die Zwischenrunde, alle Punkte und Sätze werden mitgenommen (DATENCENTER: Die Tabelle).

Das Ticket für die zweite Gruppenphase hatte das Team nach drei 3:0-Siegen gegen Kamerun, Argentinien und Mexiko vorzeitig gelöst. Mit neun Punkten lag die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hinter Vize-Europameister Niederlande (14) und den Gastgeberinnen (13).

Mit der Niederlage verpasste es Deutschland, sich eine bessere Ausgangsposition für die Zwischenrunde zu verschaffen. Trotzdem kann die Mannschaft um Star-Angreiferin Luisa Lippmann, die gegen den Weltranglistensechsten Japan eine überragende Leistung zeigte, mit viel Selbstvertrauen auf die kommenden Aufgaben blicken.

Das Glück fehlt

Gegen die furios aufspielenden Asiatinnen behielt Deutschland auch bei längeren Ballwechseln die Nerven und überzeugte vor allem im Angriff. Im Aufschlag ging das Koslowski-Team volles Risiko, musste zwar den ein oder anderen Punktverlust hinnehmen, konnte den Gegner so aber auch unter Druck setzen. Am Ende fehlte ein wenig das Glück, die Gegnerinnen machten die Punkte auch in kuriosen Situationen.

SPORT1 überträgt alle Spiele der deutschen Frauen bei der Volleyball-WM LIVE im STREAM und begleitet sie zusätzlich im LIVETICKER.

In der nächsten Runde kämpfen die 16 verbliebenen Mannschaften in zwei Achtergruppen um die Plätze in der Top-6-Runde. Dann werden in zwei Dreiergruppen die Halbfinal-Teilnehmer ermittelt.

Am Sonntag geht's weiter

Für die junge DVV-Auswahl geht es am Sonntag im 330 Kilometer entfernten Nagoya weiter. In der Gruppe E bestreitet das Team vier Spiele. Zum Auftakt geht es gegen den WM-Dritten Brasilien, der die Zwischenrunde als Zweiter des Vorrundenpools D erreicht. Am Montag folgt die Begegnung gegen Europameister und Gruppensieger Serbien. Nach einem Ruhetag spielt Deutschland am Donnerstag gegen Puerto Rico und zum Abschluss am Freitag gegen die Dominikanische Republik.

Um die WM in den Top Ten zu beenden und die Zielvorgabe zu erfüllen, müsste Deutschland voraussichtlich zumindest die Spiele gegen Puerto Rico sowie die Dominikanische Republik gewinnen. Die Puerto Ricanerinnen, die in der Weltrangliste wie Deutschland auf dem geteilten 13. Platz liegen, haben bei der WM bislang nur einen Sieg errungen. Die Dominikanische Republik hatte das Koslowski-Team in der Nations League 3:1 bezwungen.

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