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Bischofshofen - Karl Geiger zeigt in der Bischofshofen-Quali keine gute Leistung. Dennoch rechnet er sich noch Chancen auf den Gesamtsieg aus. Auch andere Favoriten patzen.

Karl Geiger zuckte kurz mit den Schultern, dann hakte er die missglückte Generalprobe für das große Finale der Vierschanzentournee ab. (Vierschanzentournee: Springen in Bischofshofen, Montag ab 17.15 Uhr im LIVETICKER)

"Das war nicht so der Hit", sagte der deutsche Hoffnungsträger nach dem mäßigen 16. Rang in der Qualifikation von Bischofshofen, formulierte aber mit verschmitztem Lächeln eine Kampfansage: "Manchmal bin ich eine Wettkampfsau. Morgen zählt's dann."

Von den vier Anwärtern auf den Gesamtsieg machte Geiger mit seinem Sprung auf 128,0 m allerdings den schwächsten Eindruck, einen Tag nach dem Dämpfer von Innsbruck kam er schon im Training nicht mit der Schanze zurecht.

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Der 28-Jährige glaubt dennoch an seine Chance im Showdown am Montag: "Ich hab schon oft Sprünge rausgezaubert, wo ich selbst nicht wusste, woher die kamen", sagte er.

Im Wettkampf trifft der DSV-Adler nun auf den viermaligen Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz.

Kubacki und Lindvik straucheln ebenfalls

Im Kampf um den Goldadler zeichnet sich somit ein Krimi ab: Bester des Top-Quartetts war am Sonntag Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi. Der Japaner belegte beim Qualifikations-Sieg des Österreichers Stefan Kraft mit 134,0 m immerhin Rang sechs.

Der Norweger Marius Lindvik, Gewinner von Garmisch und Innsbruck, wurde nach den ersten Bischofshofen-Sprüngen seiner Karriere Neunter. Tournee-Spitzenreiter Dawid Kubacki (Polen) kam nicht über den 13. Rang hinaus.

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Bester DSV-Adler war Constantin Schmid als Vierter unmittelbar vor Stephan Leyhe. Insgesamt erreichten fünf DSV-Adler den Wettkampf der besten 50: Weltmeister Markus Eisenbichler wurde Zwölfter, Pius Paschke folgte auf dem 18. Rang. Moritz Baer trat kurz vor der Qualifikation erkrankt die Heimreise an.

Geiger knapp hinter Kubacki und Lindvik

Geiger muss in der Gesamtwertung umgerechnet 7,38 m auf Kubacki aufholen, um das Wunder zu schaffen und noch die Tournee zu gewinnen.

"Ich habe nichts zu verlieren. Ich kann nur gewinnen. Ich freu mich schon auf morgen, das wird bestimmt ein cooler Wettkampf", sagte der DSV-Adler nach der Qualifikation.

Weltmeister Kubacki liegt nach drei Wettkämpfen mit 830,7 Punkten vor Lindvik (821,6), Geiger (817,4) und Kobayashi (817,0). Hinter dem Spitzenquartett klafft bereits eine große Lücke. Auf Platz fünf liegt Kraft mit 798,6 Punkten, gefolgt von Stephan Leyhe (779,8).

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Geiger kämpft mit der Schanze

Einen Tag nach dem enttäuschenden achten Rang in Innsbruck wurden Geiger und die Paul-Außerleitner-Schanze von Beginn an keine Freunde, schon im Training belegte er nur die Ränge 18 und 11. In der Qualifikation lief es dann nicht besser.

"Das war nicht ganz optimal von Karl", sagte auch Bundestrainer Stefan Horngacher: "Aber es war auch eine schwierige Situation für ihn. Wir wissen, was er machen muss. Morgen wird er das besser machen." (SERVICE: Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2020)

Die K.o.-Duelle der deutsche Skispringer:

Constantin Schmid (Oberaudorf/4.) - Stefan Hula (Polen/47.)
Stephan Leyhe (Willingen/5.) - Taku Takeuchi (Japan/46.)
Markus Eisenbichler (Siegsdorf/12.) - Antti Aalto (Finnland/39.)
Karl Geiger (Oberstdorf/16.) - Simon Ammann (Schweiz/35.)
Pius Paschke (Kiefersfelden/18.) - Gregor Deschwanden (Schweiz/33.)
   
Weitere Duelle u.a.:
Ryoyu Kobayashi (Japan/6.) - Stefan Huber (Österreich/45.)
Marius Lindvik (Norwegen/9.) - Sondre Ringen (Norwegen/42.)  
Dawid Kubacki (Polen/13.) - Cene Prevc (Slowenien/38.)

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