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Für Sedrion und Euronics Gaming reichte es zum zweiten Mal in Folge nicht © ESL - Stephanie Lieske

Fnatic Academy und Team Kinguin sicherten sich je einen Platz in der europäischen Challenger Series. Die beiden deutschen Teams enttäuschten derweil.

Von Maximilian Eichgrün

Nach sechs Tagen ist der Challenger Series-Qualifier am Sonntag zu Ende gegangen. Durchgesetzt haben sich sowohl Fnatics Schwesterteam Fnatic Academy als auch das polnische Team Kinguin.

ESG und aTTaX verpassen Top-2-Platzierung

Die beiden deutschen Turnierteilnehmer enttäuschten am Ende und konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Weder der Deutsche Meister ALTERNATE aTTaX (ehemals Iguana eSports) noch der zweite deutsche Vertreter, Euronics Gaming, schaffte es aus der Gruppe.

Euronics hatte zuvor noch im Halbfinale des offenen Qualifikationsturniers Fnatic Academy mit 2:1 bezwungen, allerdings verloren die Deutschen in der Gruppenphase des Spring Qualifiers gegen diesen Gegner. Auch Nerv schlug Euronics.

Mit drei Siegen und zwei Niederlagen schied ESG als Gruppendritter aus. Nach dem Turnieraus löste die Organisation ihr League of Legends-Team auf. Schon vor dem Summer Split 2016 versuchte sich Euronics Gaming an der Qualifikation für die Challenger Series, scheiterte damals aber im entscheidenden Match mit 1:3 am späteren LCS-Aufsteiger Misfits.

ALTERNATE aTTaX, das als Iguana eSports Deutscher Meister geworden war, konnte zwar mit Team Kinguin einen der späteren Turniersieger bezwingen, doch insgesamt verlief die Gruppenphase für das deutsche Team enttäuschend.

Mit zwei Siegen und drei Niederlagen wurde aTTaX Vorletzter in der eigenen Gruppe. Dabei wäre gegen Gruppensieger Team Forge sogar ein Erfolg drin gewesen, doch aTTaX verspielte den Vorsprung und verlor am Ende.

Fnatic zeigte sich souverän

Fnatic Academy, das mit bekannten Spielern wie Top-Laner Mateusz "Kikis" Szkudlarek und dem ehemaligen AD-Carry von Schalke 04, Rasmus "MrRalleZ" Skinneholm, an den Start ging, musste im gesamten Qualifikationsturnier nur ein Spiel abgeben.

Das Team wurde mit vier Siegen und einer Niederlage gegen Nerv Gruppenzweiter. Das reichte dem Quintett, um in eines von zwei Finals einzuziehen. Der Finalgegner, Team Forge, machte den zum Großteil LCS-erfahrenen Akteuren von Fnatic Academy keine Probleme und hatte beim 0:3 keine Chance.

Damit wird Fnatic Academy im kommenden Split in der Challenger Series unter anderem zum Gegner von Schalke 04 und Paris Saint-Germain. Ab dem Summer Split will Riot Games den Zweitteams der europäischen League of Legends-Organisationen allerdings verbieten, im Qualifikationsturnier für die EU LCS mitzuspielen. Diese Regel wurde bereits vor wenigen Wochen in Nordamerika eingeführt.

Team Kinguin überraschte

Die Polen von Team Kinguin schafften es derweil mit drei Siegen und zwei Niederlagen nur knapp aus der Gruppe. Am Ende waren sie gleichauf mit Tricked eSport, das aber im direkten Duell unterlegen war und daher nur auf dem dritten Platz landete.

Im Finale trafen sie auf Nerv, das in der eigenen Gruppe kein einziges Spiel verloren und sogar Fnatic Academy bezwungen hatte. Team Kinguin, das mit Paweł "Woolite " Pruski einen AD-Carry mit LCS-Erfahrung im Kader hat, entschied das Duell überraschend klar mit 3:0 für sich.

Alle Challenger Series-Teilnehmer stehen fest

Somit gesellen sich Team Kinguin und Fnatic Academy zu Schalke 04, Paris Saint-Germain, Misfits Academy und Millenium. Diese sechs Teams werden im Spring Split um den Aufstieg in die EU LCS kämpfen.

Die Challenger Series wird Ende Januar beginnen. Genaue Termine oder einen Spielplan hat Riot Games bisher nicht veröffentlicht.

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