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Dortmund - Nach dem Sieg über Frankfurt träumt Borussia Dortmund mehr denn je von Europa und ist heiß auf den Pokal-Coup gegen die Bayern. Abschiedsblumen lehnt Klopp ab.

Der Auftrag der treuesten Fans war eindeutig und nicht zu überhören.

Mit dem Dauerbrenner "Zieht den Bayern die Lederhosen aus!" verabschiedete die Südtribüne die Dortmunder Borussen in Richtung DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern.

Denn noch immer haben die Westfalen ihren Traum vom Pokalsieg und dem Einzug in die Europa League nicht aufgegeben.

Und sollten sie in München scheitern, eröffnet sich nach dem 2:0 (2:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt eine zweite Chance für das Comeback in Europa. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

BVB heiß auf Bayern

"Die Abstiegsproblematik ist endgültig beendet. Jetzt können wir neu bewerten", sagte Trainer Jürgen Klopp nach dem Studium der Bundesliga-Tabelle. (Datencenter: Tabelle)

Und ergänzte bei Sky: "Jetzt müssen wir angreifen, was soll der Scheiß. Keine Ahnung, ob wir da oben noch richtig ranrutschen können, aber wir sind auf drei Punkte dran. Jetzt geht es um alles, und ich hoffe, wir kriegen das irgendwie hin."

Nur noch ein Dreier trennt den BVB nach seiner Aufholjagd mit nunmehr 24 Punkten in der Bundesliga-Rückrunde vor dem Duell mit den Bayern (ab 20 Uhr im LIVETICKER und im Sportradio SPORT1.fm) von einem Europa-League-Platz.

Der kürzere, aber auch schwierigere Weg ins internationale Geschäft führt jedoch über den Pokal.

Klopp will keine Blumen

Und aus dem will sich Klopp in München mitnichten verabschieden. Schon gar nicht mit Blumen aus den Händen der Bosse des Rekorsmeisters.

"Es ist eine sehr nette Geste, aber wir sind am Dienstag auf Krawall gebürstet und wollen uns nicht mit Blumen weichkochen lassen", sagte Dortmunds scheidender Trainer. 

FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor angekündigt, Klopp standesgemäß mit einem Blumenstrauß aus der Bundesliga verabschieden zu wollen.

Was BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wiederum zu der Aussage veranlasste: "Wir müssen nicht vor so einem wichtigen Spiel eine Abschiedsstimmung erzeugen. Wir sind in der entscheidenden Phase der Saison und nicht im Abschiedsmodus."

Ginter tönt: "Keine Angst vor Bayern"

Vielmehr scheint die Euphorie und neue Chance auf den Einzug in die Europa League die Dortmunder zu beflügeln.

"Im Halbfinale ist alles drin", sagte Sven Bender. "Wir haben keine Angst vor den Bayern", tönte Weltmeister Matthias Ginter. Sicherlich werde es ein harter Kampf.

Aber der BVB habe schon oft bewiesen, mithalten zu können. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Kapitän Mats Hummels wiederum forderte von seinen Teamkollegen sogleich einen Kampf "voller Leidenschaft, denn sonst wird das nichts".

Reus meldet sich zurück

Seine Mannschaft habe die richtige Richtung eingeschlagen. Sie komme mit Schwung nach München, ergänzte Shinji Kagawa, Torschütze zum 2:0 (32.) gegen die zuvor punktgleiche Eintracht.

Pierre-Emerick Aubameyang (24.) hatte den Borussen mit seinem 14. Saisontor den Weg gewiesen.

Trotz aller Verletzungssorgen lieferte die Borussia eine gute Vorstellung ab. Klopp musste kurzfristig auch noch auf Torhüter Roman Weidenfeller (Beckenprellung) sowie Ilkay Gündogan (Rachenentzündung) verzichten.

In München, so Klopp, hoffe er auf ihren Einsatz, zudem stehe Sebastian Kehl auf dem Sprung. Glücklicherweise meldete sich zumindest Marco Reus mit einem 21-minütigen Gastspiel zurück.

Geduld gegen Eintracht-Bollwerk

Gegen die Eintracht hätte sich der BVB mit einem noch höheren Sieg auf die Bayern einstimmen können. Chancen boten sich genügend, nachdem die hessische Abwehrmauer mit viel Geduld geknackt war.

Das 1:0 brach das Eis gegen erschreckend offensivschwache Frankfurter, die ihre Europacup-Ziele nach der fünften Auswärtsniederlage in Folge zu verspielen drohen.

Die Gedanken der Borussen kreisten nach dem Abpfiff jedoch schon um den Auftritt in München.

"Wir werden dort nicht so hoch attackieren", verriet Hummels. Und durch den hohen 6:1-Sieg der Bayern am vergangenen Dienstag in der Champions League gegen den FC Porto habe sich an der Ausgangsposition auch nichts verändert.

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