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Bas Dost traf doppelt für die "Wölfe"
Torgarant: Wolfsburgs Torjäger Bas Dost (l.) wechselte 2012 vom SC Heerenveen zum VfL © Getty Images

Wolfsburg - Er trifft und trifft und trifft: Bas Dost kann im Moment machen, was er will, der Ball landet im Tor. Auch in der Europa League gegen Lissabon lief die Wolfsburger Tormaschine wie geschmiert.

Er ist nicht besonders schnell, alles andere als elegant und hat Plattfüße - doch Bas Dost hat einen Lauf. Und was für einen.

Mit seinem Doppelpack beim 2:0-Hinspielsieg in der Zwischenrunde der Europa League gegen Sporting Lissabon schraubte der formstarke Stürmer des VfL Wolfsburg seine Torquote auf neun Treffer in fünf Rückrundenpielen. Davon kann selbst Weltfußballer Cristiano Ronaldo zurzeit nur träumen.   

"Ich bin einfach glücklich", sagte Dost über das simple Erfolgsrezept: "Und wenn ich glücklich bin, dann sieht man, was ich kann." Für die niederländische Nationalmannschaft war das bislang nicht gut genug, doch Dost wartet auf keine Einladung mehr: "Das ist mir völlig egal. Ich spiele in einer Top-Mannschaft, wir spielen nächste Saison Champions League. Was will man mehr?"   

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"One Touch" durch Dost

Während Bondscoach Guus Hiddink auf andere Stürmertypen wie Robin van Persie oder Klaas-Jan Huntelaar setzt, ist der VfL glücklich mit seinem 1,96-m-Schlaks und dessen "One-Touch"-Fußball, den nur wenige Angreifer in Europa so gut beherrschen wie der frühere Torschützenkönig der Eredivisie (32 Tore in 34 Spielen für SC Heerenveen).   

Wegen dieser Qualität steht für Wolfsburg auch die Tür zum Europacup-Achtelfinale weit offen. Dost schlich sich bei seinem zweiten Treffer (63.) gegen Lissabon vom Abwehrspieler weg, stellte kurz Augenkontakt zu Vorlagengeber Kevin De Bruyne her, fuhr das lange Bein aus und grätschte den Ball schnörkellos ins Tor.

"Das war schon immer mein Fußball", sagt Dost, der aber auch betonte: "Beim ersten Tor habe ich den Ball vorher angenommen. Das kann ich auch!"   

Keine Zweifel an der Tormaschine

Mit Selbsvertrauen und ohne Verletzungssorgen geht ohnehin alles besser. Spätestens nach seinem Viererpack in Leverkusen vor einer Woche zweifelt keiner mehr an der Tormaschine, die nun auch im Ligaspiel am Sonntag (ab 17.15 Uhr LIVE im Sportradio auf SPORT1.fm und im LIVETICKERHertha BSC überrollen will: "Das reicht noch nicht. Gegen Berlin geht es weiter."   

Dann soll ihm Mittelfeldstar De Bruyne wieder die Bälle zentimetergenau in den Lauf spielen. Oder der Belgier schließt selbst ab. Beide Offensivstars erzielten 14 der letzten 15 Wolfsburger Pflichtspieltreffer, das macht eine unglaubliche Quote von 93,3 Prozent.   

Sollte auch noch 32-Millionen-Mann Andre Schürrle mehr Bindung zum Team bekommen, dürfte das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Lissabon nur noch Formsache sein. "Wenn wir wieder so gut verteidigen, dann sehe ich da überhaupt kein Problem", sagte Dost. Denn er selbst wird wohl wieder ein Tor machen. Oder auch zwei, oder drei...

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