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Ilkay Gündogan wird angeblich von Pep Guardiola soll zu Manchester City gelockt © SPORT1 Grafik: Getty Images

Pep Guardiola bastelt nebenbei an seiner neuen Mannschaft bei Manchester City. Ganz oben auf seiner Wunschliste: Ilkay Gündogan, den er auch schon zum FC Bayern holen wollte.

So sieht es also aus, wenn Pep Guardiola Multitasking betreibt:

Samstags seinen FC Bayern München zum 0:0 im Bundesliga-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund coachen (und nebenbei noch Joshua Kimmich zum kommenden Superstar brüllen), Sonntags das Spiel Revue passieren lassen, Montags nach Amsterdam fliegen und Dortmunds aktuellen Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan umgarnen – für seinen neuen Klub Manchester City.

Wie der niederländische De Telegraaf berichtet, haben sich am bei Bayern trainingsfreien Montag im Amstersdamer Nobel-Hotel Conservatorium nicht nur Pep Guardiola und Manchester Citys Sportchef Txiki Begiristain getroffen – sondern auch Begiristain und Gündogans Onkel und Berater Ilhan.

Auch Bayern hat über Gündogan nachgedacht

Der Telegraaf veröffentlichte auch ein Foto des Treffens. "Die Bilder habe ich nicht gesehen. Ich habe davon gehört, aber es beeinträchtigt meine Laune in keinster Weise", kommentierte Trainer Thomas Tuchel.

Es ist kein Geheimnis, dass Guardiola den defensiven Mittelfeldspieler und Nationalspieler gut findet, bereits im Sommer sondierten die Bayern mit den Gündogans die Möglichkeiten eines Wechsels.

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Man vertagte sich ergebnislos, angeblich war Bayern das Risiko zu groß, weit über 30 Millionen Euro Ablöse für einen Spieler nach Dortmund zu überweisen, der zuvor lange verletzt gewesen war. Nach langem Hin und Her entschied sich Gündogan im Sommer auch gegen die Avancen zahlreicher europäischer Topklubs und verlängerte seinen Vertrag in Dortmund um ein weiteres Jahr bis 2017.

Manchester City auf der Pole Position

Doch Gündogan ist mittlerweile wieder mindestens so stark wie vor seiner schweren Stauchung der Wirbelsäule, die ihn 2013 und 2014 insgesamt 403 Tage außer Gefecht gesetzt hatte und wegen der er auch die WM in Brasilien verpasste. Und wieder stehen die Interessenten Schlange.

Allen voran: Barca und Manchester City, das sich auf der Pole Position befinden soll. Kriegt Guardiola den passsicheren Strategen also im zweiten Anlauf – bei seinem neuen Klub? 30 Millionen Euro Ablöse soll der 25-Jährige kosten. Das könnte City beinahe aus der Portokasse zahlen.

Yaya Toure verlässt City - wegen Pep

Bedarf haben die Citizens ohnehin: Yaya Toure, der aktuell die Planstelle im defensiven Mittelfeld hält, hat bereits angekündigt, den Klub im Sommer verlassen zu wollen. Toure war einst von Guardiola in Barcelona aussortiert worden, er möchte die Wiederholung der Geschichte vermeiden – indem er selbst seine Sachen packt.

Ilhan Gündogan wollte sich Bild zufolge nicht äußern zu seinem Treffen mit Begiristain, auch vom BVB gab es nur ein "kein Kommentar". Beim FC Bayern werden sie sich auch nicht äußern. Mit Guardiola ist klar abgesprochen, dass er sich in seiner Freizeit auch mit den Planungen für seinen neuen Klub beschäftigen darf. "Ich bin wie eine Frau. Ich kann in allen Situationen denken", sagte Guardiola vor einigen Wochen, als er auf seine Doppeltätigkeit für Bayern und City angesprochen wurde.

Ob das der Vorstandsriege um Sportchef Matthias Sammer wirklich gefällt, ist eine andere Frage. Einige Brisanz bietet das Treffen so oder so. Weil es herausgekommen ist und weil auch Bayern Gündogan wollte.

Tuchel nicht beunruhigt

Bei Borussia Dortmund zeigte sich Trainer Thomas Tuchel am Dienstag Nachmittag nicht beunruhigt. "Ilkay weiß sehr genau, was er an diesem Klub hat. Welche Entwicklung er hier nehmen kann, welche Führungsrolle er hier einnehmen kann. Es ist müßig, alles aufzuzählen, Ilkay kennt unsere Vorzüge ganz genau", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinalspiel in der UEFA Europa League gegen Tottenham am Donnerstag (ab 18.30 Uhr Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Allerdings sagte der Trainer auch: "Ich bin nicht überzeugt, dass er bleibt - das kann ich erst sein, wenn er unterschreibt."

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