Rangnick erklärt Alaba-Verzicht
Diese Stars sind noch auf Vereinssuche
David Alaba fehlt im Aufgebot von Teamchef Ralf Rangnick für den Start in die Nations League. Bei der WM war der aktuell vereinslose Verteidiger noch als Kapitän aufgelaufen.
Ohne WM-Kapitän David Alaba, aber mit 14 Bundesliga-Profis geht Österreichs Fußball-Nationalmannschaft in die Nations League. Teamchef Ralf Rangnick verzichtete bei der Berufung seines 27-köpfigen Kaders für den Start in die Nationenliga auf den früheren Profi von Bayern München, der nach seinem Abschied von Real Madrid vereinslos ist.
Rangnick hoffe darauf, dass Alaba nach seinem Vertragsende bei Real Madrid bald einen Verein finde. „Weil eines ist auch klar: Mit jeder Woche, die er nicht spielt, mit jedem Monat, wird es nachher wieder länger dauern, bis er wirklich drin ist“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz.
Rangnick erklärt Entscheidung gegen Alaba
Er habe alle zwei Wochen mit seinem Kapitän telefoniert, die Entscheidung sei schlussendlich am Samstag gefallen. „Wir haben gemeinsam diskutiert, ob es nicht trotzdem Sinn macht, ihn dazuzunehmen. Mein Bauchgefühl hat dann aber gesagt, es macht weniger Sinn“, erklärte Rangnick seine Entscheidung.
Möglicherweise wird Rangnick nicht nur bei den vier Länderspielen Ende September / Anfang Oktober sondern auch bei den beiden Duellen im November auf Alaba verzichten. Ausschließen wollte es der Coach zumindest nicht: „Dann werden wir die Situation neu bewerten, wenn es um die EM-Quali geht. Das hängt dann ein Stück weit davon ab, wie oft, wie regelmäßig, wann und wo er spielt.“
„Zukunft ungewiss. Wann sehen wir David Alaba wieder im ÖFB-Dress?“, titelt die Krone. Gut möglich, dass sich Alaba noch ein wenig gedulden muss.
Die Bundesliga-Fraktion wird angeführt von Bayern-Profi Konrad Laimer. Zudem aus Deutschland dabei: Alexander Schlager, Marco Friedl und Marco Grüll von Werder Bremen, der Freiburger Philipp Lienhart, Phillipp Mwene und Stefan Posch vom FSV Mainz 05, Alexander Prass und Patrick Wimmer (beide TSG Hoffenheim), die Schalker Junior Adamu und Maximilian Wöber, Dortmunds Carney Chukwuemeka, Nicolas Seiwald (RB Leipzig) und Michael Gregoritsch vom FC Augsburg.
Österreich: Sabitzer nicht mit am Start
Auch der Ex-Münchner Paul Wanner (PSV Eindhoven) wurde berufen. Verzichten muss Rangnick auf den in der Nationalmannschaft pausierenden Dortmunder Marcel Sabitzer. Marko Arnautovic ist nach der WM mit dem Aus im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien (0:3) aus der ÖFB-Elf zurückgetreten.
In Lukas Jungwirth, Christoph Lang (beide Linzer ASK), Christian Zawieschitzky, Nikolas Veratschnig (beide Red Bull Salzburg), Felix Bacher (Olympique Lyon) und Vasilije Markovic (Austria Wien) holte Rangnick sechs mögliche Debütanten. 16 Profis stehen auf Abruf bereit, darunter Nicolas Kristof aus Elversberg, Leopold Querfeld (Union Berlin) und Oluwaseun Adewumi von Hertha BSC.
Österreich trifft am 24. September in Linz auf Israel. Drei Tage später ist in Wien der Kosovo zweiter Gegner. Es folgen die Spiele am 1. Oktober in Dublin gegen Irland und am 4. Oktober in Pristina gegen den Kosovo.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)