Klare Worte zum Thema Kimmich im Doppelpass
Effenberg mit sehr klarer Meinung zu Kimmich
Die SPORT1-Experten Stefan Effenberg und Peter Neururer vertreten im FIROCKX Doppelpass eine klare Position in der Kimmich-Frage.
Die Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klopp, bei den Nations-League-Spielen gegen Serbien und in Griechenland auf Kapitän Joshua Kimmich zu verzichten, hat eine Debatte um den Status des Bayern-Stars ausgelöst. Die SPORT1-Experten Stefan Effenberg und Peter Neururer positionierten sich im FIROCKX DOPPELPASS klar.
„Ein Kapitän der deutschen Nationalmannschaft sollte immer gesetzt sein“, betonte Effenberg. Neururer sah es ähnlich: „Wenn er gesund ist, hat er immer im Kader zu sein. Denn auch wenn der Kapitän nicht spielt, nimmt er eine gewisse Rolle ein.“
Nach dem phasenweise begeisternden 2:0 gegen Serbien am Donnerstag war die Frage aufgekommen, ob der Kapitän Kimmich wohl seinen Stammplatz verlieren könnte. Florian Wirtz, Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic hatten in München vollauf überzeugt. Klopp hatte am Samstag bei einer Nachfrage von SPORT1 zu dem Thema den Versuch, eine unverfängliche Antwort zu geben, aufgegeben.
Effenberg über Kimmich: „Dafür brauchst du einen Kapitän“
Effenbergs Meinung nach sollte ein Kapitän immer dabei sein. „Die Mannschaft wird neu formiert, neu aufgebaut, eine neue Hierarchie wird sich entwickeln. Dafür brauchst du einen Kapitän“, sagte der Ex-Nationalspieler. Man hätte es auch so steuern können, dass Kimmich gegen Serbien eine Pause bekomme, aber dafür in Griechenland wieder dabei gewesen wäre. „Ein Kapitän muss immer fester Bestandteil eines Teams sein“, betonte Effenberg.
Auch Neururer hob Kimmichs Status hervor: „Der Kapitän war Kimmich und wird Kimmich bleiben. Bei Bayern München nimmt er eine besondere Rolle ein.“ Als solcher sei er „der wesentliche Bestandteil in der Entwicklung einer Mannschaft, um eine Mannschaft zu führen“, führte der langjährige Bundesliga-Trainer weiter aus. „Dann kann ich einem Kapitän auch mal sagen: Du bist aus dem oder dem Grund morgen nicht dabei, also nicht in der Startelf.“
Effenberg: Bischof „muss erst mal Stammspieler werden“
Bei allem Lob für Bischofs Leistung sah Effenberg den 21-Jährigen im Vergleich zu Kimmich ganz klar als Herausforderer. Kimmich sei „gesetzter Spieler bei Bayern München. Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Dementsprechend hat er da natürlich einen Vorteil“, sagte Effenberg.
Mit Blick auf Bischof ergänzte er: „Auch er muss erst mal Stammspieler in seinem Verein werden, um in der Nationalmannschaft eine feste Größe zu sein. Deswegen ist er auf einem guten Weg, aber ist noch nicht da. Deswegen verstehe ich die Diskussion nicht.“
Effenberg schloss seine Argumentation mit einem deutlichen Appell: „Kimmich ist Stammspieler bei Bayern, der alles gewonnen hat und über 100 Länderspiele hat – so was schmeißt du doch nicht weg. Das ist ja lächerlich!“