Tränen und Tor: Lionel Messi feiert emotionalen Abschied

Emotionale Szenen! Ein ganzes Stadion feiert Messi
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Emotionale Szenen! Ein ganzes Stadion feiert Messi

Lionel Messi läuft ein letztes Mal für Argentinien auf. Schon vor dem Spiel wird es emotional.

Bereits auf dem Weg zum Stadion flossen die ersten Tränen bei Lionel Messi: Als der Teambus der argentinischen Nationalmannschaft am El Monumental in Buenos Aires vorfuhr, fingen die TV-Kameras den Superstar ein, wie er seine feuchten Augen trocknete. Auch bei seinem letzten Auftritt im Trikot der Albiceleste wurde es emotional.

Beim 3:0 (0:0) gegen Benin war der 39-Jährige jedoch auch sportlich noch ein letztes Mal der Mann des Spiels. Mit zwei Assists und einem Tor führte Messi seine Mannschaft zum Sieg.

Lionel Messi bestritt sein letztes Länderspiel für Argentinien
Lionel Messi bestritt sein letztes Länderspiel für ArgentinienLionel Messi bestritt sein letztes Länderspiel für Argentinien© IMAGO/ZUMA Press

Messi führt Argentinien ein letztes Mal zum Erfolg

Erst bereitete er per Ecke das Führungstor von Nicolas Otamendi (48.) vor, dann legte er für Nico Paz (61.) auf, der sehenswert mit einem Schlenzer traf. Zum Abschluss erzielte er vom Punkt in seinem 208. Länderspiel sein 126. Tor (71.) – ein letzter Treffer um 3.03 Uhr deutscher Zeit.

„Es war für mich eine große Ehre, dieses Trikot mehr als 20 Jahre lang zu tragen“, sagte Messi nach dem Spiel in einer Rede im Stadion: „Jetzt bin ich hier am traurigsten Tag meiner Karriere, nämlich an dem Tag, an dem ich mich von der Nationalmannschaft verabschieden muss, von euch allen.“

Zwar wolle er eigentlich sein ganzes Leben lang für Argentinien spielen, aber nun habe er „das Gefühl, dass jetzt der richtige Moment gekommen ist.“

„Messi bringt ganz Argentinien zum Weinen“, titelte die Marca in Spanien. „Messis Rede bewegte alle“, meinte Ole in Argentinien.

DEINE MEINUNG

In seiner Danksagung gehörten die ersten Worte seinem im August verstorbenen Vater Jorge: „Es fällt mir heute schwer, etwas zu sagen. Es sind so viele Gefühle, so viele Dinge … Natürlich denke ich als Erstes an meinen Vater. Ich kann nur dankbar sein.“

Auch an seine versammelten Mitspieler wandte er sich: „Wir konnten es mit jedem aufnehmen, weil ich wusste, dass ich Krieger an meiner Seite hatte, die ihr Leben gaben. Ich bin mir sicher, dass ich vieles vergesse, was ich euch gerne erzählen würde. Es ist eine sehr schwere Zeit für mich. Ich werde es sehr vermissen, hier zu spielen. Ich habe von Anfang bis Ende immer enorme Zuneigung erfahren. Ich bin dankbar für alles, was ich erleben durfte.“

Glasige Augen bei der Nationalhymne

Die 85.000 Zuschauer in Buenos Aires dem achtmaligen Weltfußballer für 21 bewegte Jahre im Trikot der Albiceleste. Messi lief gemeinsam mit seinen drei Söhnen Thiago (13), Mateo (11) und Ciro (8) ein. Seine Frau Antonela Roccuzzo und Mutter Celia Cuccittini schauten aus der VIP-Box zu, wie Fabio Santana, ein Veteran des Falklandkrieges, die Nationalhymne sang und Messis Augen glasig wurden. Kurz vor Anpfiff wurde ein riesiges Trikot mit Messis Rückennummer zehn und der Aufschrift „Gracias“ (dt: Danke/d. Red.) auf dem Rasen ausgebreitet.

Für den Zehner wurde die Partie in der zehnten Minute unterbrochen. Mit Standing Ovations wurde Messi gewürdigt, auch die Gegenspieler klatschten mit dem Superstar ab. Kurios: Nach dem Abpfiff übergab Schiedsrichter Fernando Véjar seine Gelbe und Rote Karte an Messi.

Nach der Partie erleuchteten Drohnen den Nachthimmel und formten ein Bild von Messi mit dem WM-Pokal in Händen. „La Pulga“, der 2005 debütiert hatte, geht als Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze seines Landes. Mit der Nationalmannschaft wurde er 2022 in Katar Weltmeister und gewann zweimal (2021, 2024) die Copa América. In diesem Jahr verlor er mit Argentinien das WM-Finale gegen Spanien (0:1 n.V.). 79 Tage später feierte er seinen emotionalen Abschied.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)