FC Bayern: Was nach Karls Geste hinter den Kulissen passierte

von SPORT1
Karl-Jubel? So reagiert Eberl
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Karl-Jubel? So reagiert Eberl

Lennart Karl liefert beim 2:0 gegen Atlético Madrid eine starke sportliche Antwort auf die jüngste Kritik. Doch sein auffälliger Torjubel sorgt für neue Diskussionen – und das gefällt den Bayern gar nicht.

Sportlich war es ein Abend, der Lennart Karl guttat. Beim überzeugenden 2:0-Erfolg des FC Bayern in der Champions League bei Atlético Madrid erzielte der 18-Jährige das wichtige Führungstor. Nach schwierigen Wochen und wachsender Kritik an seinen Leistungen und seinem Auftreten zeigte der Offensivspieler wieder seine Qualitäten.

SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger würdigt in der neuen Ausgabe des Podcasts „Die Bayern-Woche“ ausdrücklich die Leistung des Youngsters: „Wie ein Unterholzräuber hat er da gelauert, hat sich den Ball geholt und ist dann vor Oblak wirklich eiskalt geblieben.“ Es sei die Krönung einer guten Vorstellung gewesen.

Lennart Karls Jubel sorgte für ordentlich Gesprächsstoff
Lennart Karls Jubel sorgte für ordentlich GesprächsstoffLennart Karls Jubel sorgte für ordentlich Gesprächsstoff© IMAGO/ZUMA Press Wire

FC Bayern: Jubel von Lennart Karl sorgt für Diskussionen

Doch unmittelbar nach dem Treffer sorgte Karl für neuen Gesprächsstoff. Auf dem Weg zur Eckfahne hielt er beide Hände neben seine Ohren und bewegte die Finger wie einen sprechenden Mund.

Eine Geste, die sich durchaus als „Bla, bla, bla“ oder „Redet nur!“ interpretieren lässt. Die entscheidende Frage: An wen war diese Botschaft gerichtet?

Meinte Karl mit seiner Geste Uli Hoeneß?

Schließlich hatte Klub-Patron Uli Hoeneß erst kürzlich mehr Demut von Karl eingefordert und ein Vier-Augen-Gespräch angekündigt.

Sportvorstand Max Eberl sprach von „Fehltritten“ des jungen Bayern-Stars. Dessen Berater Michael Ballack wiederum kritisierte die öffentlichen Aussagen der Verantwortlichen.

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Vor diesem Hintergrund stellt Kumberger infrage, ob Karl mit seinem Jubel tatsächlich die richtige Reaktion gewählt hat. Vor allem bezweifelt er, dass eine derart demonstrative Geste dem entspricht, was Hoeneß unter Demut versteht.

Der Insider warnt davor, die ohnehin angespannte Situation weiter zu verschärfen: „Lennart Karl hat für mich mit dem Jubel jetzt nicht Öl ins Feuer gegossen, aber er hat sich mit dem Ölkanister schon sehr nahe an die Flammen gewagt.“

Karls Jubel? Kein beliebtes Thema bei den Bayern

Dass der Jubel auch innerhalb des FC Bayern ein sensibles Thema ist, war nach dem Spiel im Estadio Metropolitano deutlich spürbar.

In der Mixed Zone erklärte Eberl auf SPORT1-Nachfrage zunächst, er habe die Geste gar nicht gesehen, weil er sich selbst über das Tor gefreut habe. Auch Tom Bischof, der mit Karl eng befreundet ist, konnte den Jubel nicht erklären. Doch dabei blieb es nicht.

„Als ich die Frage bei Tom Bischof gestellt habe, hat man schon gemerkt, dass man das in der Medienabteilung des FC Bayern nicht so gut findet“, berichtet Kumberger. Vor dem anschließenden Interview mit Manuel Neuer sei sogar ausdrücklich der Wunsch geäußert worden, nicht weiter über Karls Jubel zu sprechen.

Ein Nervthema beim FC Bayern

Für den SPORT1-Chefreporter ein deutliches Indiz dafür, wie sehr der Fall den Verein inzwischen beschäftigt. „Fakt ist: Für die Bayern ist es aktuell ein Nervthema“, sagt Kumberger.

Dabei hätte Karl mit seiner starken Leistung in Madrid eigentlich genügend Argumente geliefert, um die Diskussionen um seine Person zumindest vorübergehend verstummen zu lassen. Stattdessen wird nun wieder über seine Außendarstellung gesprochen.

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

Übrigens: Sie können mit unserem „Bawofon“ aktiv an der Bayern-Woche teilnehmen! Schicken Sie uns per WhatsApp Ihre Sprachnachricht mit Fragen, Meinungen, Lob, Kritik und Anregungen an 0151 – 21 63 72 41. Die interessantesten Beiträge werden dann Teil der Sendung. Alle Infos dazu im Podcast.

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