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ALBA Berlin erzwingt mit einer kämpferischen Leistung das Entscheidungsspiel im Finale des Europacups. Gegen Valencia Baskets gibt's einen Overtime-Krimi.

Trainer Aito Garcia Reneses klatschte zufrieden mit seinen Spieler ab, Power Foward Luke Sikma riss die Arme in die Höhe: Alba Berlin darf weiter auf den ersten Europapokal-Triumph seit 24 Jahren hoffen. Berlin setzte sich im zweiten Spiel der Best-of-Three-Finalserie gegen Valencia Basket zu Hause mit 95:92 (83:83, 42:39) nach Verlängerung durch und erzwang das Entscheidungsspiel am Montag in Valencia.

"Wir müssen mit mehr Vertrauen spielen. Am Ende hatten wir genug Hoffnung, um zu gewinnen. Wir wollten konkurrenzfähig sein, das haben wir geschafft", sagte der Spanier Garcia Reneses bei MagentaSport.

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Giedraitis und Sikma überzeugen

Beste Werfer der Berliner waren Rokas Giedraitis (17) und Sikma (15), bei Valencia sammelte Sam van Rossom (22) die meisten Punkte. Den ersten Europacup-Sieg hatte Alba 1995 gefeiert, als man im mittlerweile abgeschafften Korac Cup triumphierte. Im dritten Spiel am Montag hat Valencia Heimvorteil, weil die Spanier im bisherigen Wettbewerb die bessere Bilanz aufwiesen.

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Vor 14.500 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof trat Alba im Vergleich zum ersten Spiel deutlich forscher und selbstbewusster auf und nahm auch unter dem Korb den Kampf an. Zwar lag der Bundesliga-Vierte Mitte des ersten Viertels 10:15 hinten, doch kurz darauf hieß es schon wieder 16:15. Mit einer 23:21-Führung beendeten die Gastgeber das erste Viertel.

ALBA mit der Halbzeitführung

Angeführt von einem starken Martin Hermannsson, der als Spielmacher und Schütze auftrat, hielten die Albatrosse auch im zweiten Viertel dagegen und gingen mit einer 42:39-Führung in die Pause. Leichte Anlaufprobleme hatte zunächst Sikma, der beim Wiedersehen mit seinem Ex-Klub etwas gehemmt wirkte, sich später aber steigerte.

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"Das ist genau das Spiel, das wir uns alle gewünscht haben", sagte Albas früherer Nationalspieler Henning Harnisch zur Pause des Finals um den nach der EuroLeague zweitwichtigsten Europacup. Dank einer starken Physis hielten die Berliner auch die Führung bis zu Beginn den letzten Viertels (62:59).

Niederlage im ersten Spiel

Im ersten Aufeinandertreffen am Dienstag (75:89) hatten sich die jungen Albatrosse in Valencia vom Rekordchampion noch abkochen lassen. Ihnen fehlte vor allem unterm Brett die Härte und Abgezocktheit. "Wir müssen uns bei den Rebounds verbessern", hatte Trainer Garcia Reneses gefordert. Valencia hatte bereits 2003, 2010 und 2014 den EuroCup gewonnen, 2010 im Finale gegen Alba.

Berlin mit Chance auf Wildcard

Doch auch im Falle einer Niederlage am Montag darf sich Alba noch Hoffnungen auf eine Teilnahme in der EuroLeague machen. Jordi Bertomeu, Präsident der Königsklasse, stellte dem deutschen Team eine Wildcard für die Königsklasse in Aussicht.

"Berlin ist eine Stadt, in der wir gerne sind. Für die EuroLeague hat Alba eine gute Struktur. Es hilft uns, ein zweites Team aus Deutschland in der EuroLeague zu haben", sagte Bertomeu in Berlin.

Bislang hat aus Deutschland Bayern München die Wildcard für die EuroLeague in den nächsten beiden Spielzeiten sicher, auch der deutsche Meister qualifiziert sich.

Das Spiel im Überblick

Alba Berlin - Valencia Basket 95:92 (83:83, 42:39) n.V.
Beste Werfer: Giedraitis (17), Sikma (15), Hermannsson (14), Siva (14), Giffey (11) für Berlin - van Rossom (22), San Emeterio (16), Thomas (15) für Valencia
Zuschauer: 14.500

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