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München - Deutschland bleibt beim WM-Start gegen Frankreich zu Beginn über sieben Minuten ohne Punkt. Zwar gelingt zum Ende hin eine Aufholjagd - die kommt aber zu spät.

Bitter enttäuschender Start in China: Die deutschen Basketballer um Topstar Dennis Schröder haben bei der Weltmeisterschaft das so wichtige Auftaktspiel gegen Frankreich nach einem Katastrophenstart verloren. In Shenzhen musste sich die ambitionierte Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl dem Weltranglistendritten mit 74:78 (20:36) geschlagen geben und konnte vor den Augen von Ikone Dirk Nowitzki die hohen Erwartung nicht erfüllen. Der Druck ist bereits jetzt hoch. (Alle Infos zur Basketball-WM)

Topscorer gegen Frankreich war Lichtblick Johannes Voigtmann mit 25 Punkten, Schröder erzielte 23 Zähler. Beim lange bärenstark verteidigenden Weltranglistendritten, im EM-Achtelfinale 2017 an der deutschen Mannschaft gescheitert, war Evan Fournier (26) im gut gefüllten rund 13.000 Zuschauer fassenden Bay Sports Center bester Werfer.

DBB jetzt schon unter Druck

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat schon jetzt schlechte Aussichten, die Vorrunde auf Platz eins abzuschließen. Am Dienstag folgt das Spiel gegen die Dominikanische Republik, danach geht es am Donnerstag gegen Jordanien. Durch die Niederlage muss das DBB-Team die beiden ausstehenden Vorrundenspiele gewinnen, um weiterkommen zu können.

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Nur in diesem Fall wäre ein Platz für ein Olympia-Qualifikationsturnier gesichert. Für den angestrebten Einzug ins Viertelfinale sind jetzt voraussichtlich vier aufeinanderfolgende Siege nötig. Und in der Zwischenrunde warten Brocken wie Australien und Litauen. (Alle Spiele im LIVETICKER auf SPORT1)

Horrorstart für Schröder und Co.

"Wir sind bereit", sagte Bundestrainer Rödl bei MagentaSport kurz vor dem Tip-off gegen die körperlich starken Franzosen: "Man muss fast das perfekte Spiel spielen, um zu gewinnen." Was seine erste Fünf mit Schröder, Ismet Akpinar, Paul Zipser, Maxi Kleber und Daniel Theis dann im ersten WM-Spiel nach der Ära Nowitzki zunächst zeigte, war aber genau das Gegenteil. ". Für eine Mannschaft, die so viel Talent hat, waren wir zu nervös", urteilte ein enttäuschter Rödl daher nach dem Match.

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Deutschland erwischte einen verheerenden Start. In der Offensive zitterte bei Schröder, Kleber, Zipser und Theis angesichts des Super-Verteidigers Rudy Gobert (Utah Jazz) die Hand. Und auf der Gegenseite brachten die Franzosen vor allem mit Fournier (Orlando Magic) ihre Angriffe durch. Beim Stand von 0:9 nahm Rödl die erste Auszeit, Maodo Lo erzielte schließlich nach mehr als sieben Minuten per Dreier die ersten Punkte. Mit 4:16 ging es in die erste Viertelpause. Von 17 Würfen hatten 16 ihr Ziel verfehlt.

Deutschland mit Zwischensprint

Zuletzt war es gut gegen die Franzosen gelaufen. Bei der EM 2017 hatte das DBB-Team den starken Gegner in Istanbul im Achtelfinale ausgeschaltet (84:81), doch in Shenzhen fehlte zunächst auch im zweiten Viertel völlig der Rhythmus. "Wir müssen jetzt richtig spielen", sagte Rödl in der schnellen zweiten Auszeit - und plötzlich legten Schröder und Co. den Schalter um.

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Unter dem eigenen Korb stimmte nun die Intensität, vorne brachte Voigtmann viel Energie und Punkte. Mit einem 13:0-Lauf verkürzte die deutsche Mannschaft auf 20:24. Doch dann riss der Faden wieder bis zur Halbzeitsirene völlig ab.

Comeback kommt zu spät

Vor allem die deutschen NBA-Profis Theis und Kleber waren in der Offensive überhaupt kein Faktor und blieben auch nach dem Seitenwechsel zunächst weiter blass. Der Rückstand wuchs auf 20:40 (22.) an. Doch Voigtmann glänzte nun und auch Schröder kämpfte beherzt. Beim Stand von 50:59 ging es in den Schlussabschnitt. In dem verkürzte Deutschland schnell auf einen Rückstand von sechs Punkten, kurz vor Schluss noch einmal auf zwei Zähler - doch es reichte nicht.

"Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren. Jeder hat freie Würfe bekommen, hat sie aber nicht genutzt. In der zweiten Hälfte haben wir einen guten Job gemacht und alles gegeben. Dann ist es ein gutes Spiel in der zweiten Hälte und daran müssen wir anknüpfen im nächsten Spiel", fasste Schröder das Spiel bei MagentaSport zusammen.

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