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München - Für Michael van Gerwen steht in den kommenden Wochen bei der Unibet Premier League (LIVE im TV auf SPORT1) ein Darts-Marathon an. Der Abwärtstrend ist auffällig.

In der Sonne von Ibiza hat Michael van Gerwen seine größte Formkrise seit Jahren verarbeitet. (Unibet Darts Premier League: 7. Spieltag heute ab 19.30 Uhr im LIVESTREAM und im LIVETICKER, ab 22 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Der Darts-Dominator flog nach seinem überraschenden Zweitrunden-Aus beim World Matchplay im Juli sofort mit seiner Familie in den Urlaub, um sich zu erholen.

"Da gab es wenig zu analysieren, ich habe sehr schwach gespielt", erklärte "Mighty Mike" dem niederländischen Portal Dartsnieuws: "Die Umstände waren anders. Aber ich sollte mich davon nicht stören lassen. Ich sollte einfach mein Spiel spielen und das habe ich nicht gemacht."

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Beim zweitwichtigsten Turnier des Jahres hatte van Gerwen eine 4:11-Klatsche gegen Simon Whitlock kassiert, sein Average lag bei indiskutablen 90,8 Punkten - der niedrigste Wert in einem Major-Turnier seit 2013.

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"Das ist mir in so einem langen Format noch nie passiert. Das nervt mich natürlich, weil man gut performen will. Aber ich war nicht da und kann nur mir selbst die Schuld geben", meinte van Gerwen, der Anfang März noch bei den UK Open triumphiert hatte.

Zehn Spiele in zwölf Tagen

Unter der spanischen Sonne lud van Gerwen nun seine Akkus auf, auf den Führenden der Order of Merit warten stressige zwei Wochen. Nach seiner Ankunft in Milton Keynes stehen für MvG ab Dienstag zehn Spiele in zwölf Tagen an, in denen er sich für die Playoffs der Unibet Premier League of Darts 2020 qualifizieren will. (Darts Premier League: Alle Spieltage und die Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

"Ich habe während der Pause gemerkt, dass ich es wirklich vermisse, jede Woche auf höchstem Level zu spielen und das ist ein gutes Zeichen für mich, dass ich hungrig bin", sagte van Gerwen.

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Als Zweiter liegt MvG auf Kurs, dennoch musste er an den bisherigen sechs Spieltagen schon zwei Niederlagen einstecken - so viele wie noch nie, seit er bei seinem Lieblings-Major spielt. Seit 2013 schloss er die Gruppenphase stets als Erster ab und erreichte immer das Finale. Fünf Mal konnte sich van Gerwen den Titel in der Premier League schon sichern, nur 2014 und 2015 musste er sich im Endspiel geschlagen geben.

Doch in diesem Jahr wirkt der Dominator der vergangenen Jahre schlagbarer als sonst, auch seine Gegner haben Blut geleckt.

"Ich denke nicht, dass van Gerwen über allen anderen steht. Die Jungs kommen immer näher. Man muss jeden schlagen, der vor dir steht", konstatiert Gary Anderson bei DartsWorld. (Spielplan der Premier League Darts).

Van Gerwen will Spielpraxis sammeln

Der ehemalige Darts-Profi und heutige -Analyst Co Stompé geht sogar noch einen Schritt weiter: "Im Moment glaube ich nicht, dass er alles dafür tut, um der Beste zu bleiben", sagte Stompé im Algemeen Dagblad über seinen Landsmann.

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Er habe selbst in seiner Karriere solche Phasen gehabt. "Ich habe gemerkt, dass ich in jungen Jahren zehn Stunden am Tag geübt habe, aber das nicht aufrechterhalten konnte, je länger meine Karriere dauerte. Man hat neue Prioritäten mit einer Familie und anderen Sachen, vor allem wenn man sich schon bewiesen hat."

Auch andere Konkurrenten erklärten nach dem Restart, dass van Gerwen während der Corona-Unterbrechung nicht so viel trainiert habe.

Der 31-Jährige selbst gibt sich unbeeindruckt und will über die Spielpraxis in der Premier League sein altes Niveau erreichen. "Ich bin jemand, der einen Wettbewerb braucht, um in den Rhythmus zu kommen. Wir werden das in den nächsten Wochen haben, auf dem höchsten Level. Ich denke, das ist gut für mich."

Die Premier League sei ein spezielles Turnier für ihn. "Jetzt muss ich dafür sorgen, dass ich am Ende der Ligaphase so spiele, wie ich es von mir kenne."

"Dieser Angstfaktor fehlt jetzt"

Der Niederländer erklärte auch, dass er sich sofort nach seiner Rückkehr aus Ibiza ans Practice Board gestellt habe, um sich in Form zu bringen.

Dennoch wittert die Konkurrenz Morgenluft. "Er spielt immer noch sehr gut, aber nicht mehr so verheerend wie in seinen besten Jahren. Damals war er einfach unbesiegbar. Die Gegner wussten, dass er gnadenlos von Fehlern profitiert. Dieser Angstfaktor fehlt jetzt", erklärte der niederländische Darts-Kommentator Jacques Nieuwlaat.

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In einer Online-Umfrage des Algemeen Dagblad gaben 59 Prozent der Teilnehmer an, dass der Höhepunkt seiner Karriere bereits hinter van Gerwen liegt.

Bei seinem Lieblingsturnier will der Vizeweltmeister das Gegenteil beweisen. Zum Auftakt am Dienstag trifft er im zweiten Match auf den Ex-Weltmeister Rob Cross.

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