vergrößernverkleinern
Rick Goldmann begleitet die Spiele der DEL für SPORT1 als Experte
Rick Goldmann begleitet die Spiele der DEL für SPORT1 als Experte © SPORT1-Grafik: Davina Knigge/ Imago
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

SPORT1-Experte Rick Goldmann erwartet aufgrund der neuen Regeln noch mehr Spektakel in der anstehenden DEL-Saison. An der Spitze sieht er einen Zweikampf.

Liebe Eishockeyfreunde,

endlich geht's wieder los! Titelverteidiger Red Bull München eröffnet die neue DEL-Saison bei den Krefeld Pinguinen.

Mit dem aktuellen Meister München sehen wir auch gleich eines der Top-Teams im Kampf um Platz eins der Hauptrunde. Ich erwarte einen Zweikampf mit den Adlern Mannheim um die Spitze. Mannheim ist den Münchnern ebenbürtig, genauso stark und tief besetzt.

Anzeige

Beide Teams haben sich nur minimal verstärkt, nur zwei, drei Neuverpflichtungen. Aber die haben es echt in sich. Die Neuen sind unheimlich stark wie Patrick Hager und Ryan Button bei Red Bull oder Devin Setoguchi bei den Adlern.

Deutlich mehr hat sich in den Kadern bei Berlin, Iserlohn und Ingolstadt getan. Dies war aber auch dringend nötig. Die Neuverpflichtungen sind äußerst sinnvoll und auch hochkarätig wie Iserlohns Neuzugang Jack Combs, letztes Jahr der Top-Torschütze der Liga. Diesen drei Teams traue ich in der Tabelle einen Sprung nach oben zu.

Einen, den wir diese Saison nach 20 Jahren DEL nicht mehr sehen werden, ist Daniel Kreutzer. Der Mann mit den meisten Punkten in der DEL-Historie beendet seine beeindruckende Karriere. Ich habe es geliebt mit ihm in der Nationalmannschaft zusammenzuspielen. Daniel ist ein unglaublicher Sportsmann mit enormer Leidenschaft auf dem Eis. Ich hoffe, er bleibt dem deutschen Eishockey in anderer Position erhalten.

Kommen wir aber zu dem, was uns in der kommenden Spielzeit Neues erwartet. Die Regeländerungen zum Beispiel. Beim Schlittschuhtor gehen wir wieder auf die ursprüngliche Regelauslegung zurück. Nur bei einer klar erkennbaren Kick-Bewegung wird das Tor annulliert. Bei hohem Stock mit Verletzungsfolge muss nicht automatisch eine Spieldauer folgen, 2+2 Strafminuten reichen durchaus. Auch ein angreifender Spieler im Torraum führt nicht zu automatisch dazu, dass abgepfiffen und das Tor nicht anerkannt wird. All das trägt dazu bei, dass wir mehr Tore sehen.

Und Tore sind ja auch das, was wir sehen wollen und was ich uns wünsche. Reichlich Tore und eine spannende DEL-Spielzeit.

Diese Saison haben wir wegen der olympischen Spiele einen eng gesteckten Spielplan mit zusätzlichen Dienstag- und Mittwoch-Spielen. Umso wichtiger ist es für Spieler und Klubs, von Verletzungen verschont zu bleiben. Stattdessen heißt es, Siegesserien aufzubauen und nicht durch verletzte Spieler in einen Abwärtsstrudel zu geraten.

Eine verletzungsfreie Spielzeit wünsche ich natürlich auch allen Spielern und uns allen eine spannende und hart umkämpfte Saison 2017/2018.

Euer Rick

Rick Goldmann, 41, stand 126 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Eis. Der Verteidiger, der beim NHL-Draft 1996 an 212. Position von den Ottawa Senators gezogen wurde, bestritt ein Spiel in der NHL. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung beendete er 2008 beim EHC München seine Laufbahn. In seiner Karriere bestritt er für den EV Landshut, Adler Mannheim, Kaufbeurer Adler, Moskitos Essen, ERC Ingolstadt und Iserlohn Roosters 500 DEL-Spiele. Für SPORT1 kommentiert Goldmann seit 2008 die Spiele der Nationalmannschaft

Nächste Artikel
previous article imagenext article image