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Die Düsseldorfer EG war auch von den Eisbären Berlin nicht zu stoppen
Die Düsseldorfer EG war auch von den Eisbären Berlin nicht zu stoppen © Imago
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Siebter Sieg im siebten Saisonspiel: Die Düsseldorfer EG rockt die DEL, auch Rekordmeister Eisbären Berlin konnte die Startrekordler nicht stoppen.

Der Glanz ist zurück bei der einst so ruhmreichen Düsseldorfer EG. Das glitzernde Silber-Sakko, das Verteidiger Patrick Köppchen aus einem Karnevalsladen besorgt hat, kam auch nach dem siebten Sieg im siebten Saisonspiel zum Einsatz.

Diesmal durfte es Philip Gogulla auf der umjubelten Ehrenrunde tragen, doch beim famosen 5:1 gegen Rekordmeister Eisbären Berlin gab es viele Matchwinner. 

Bundestrainer Marco Sturm ist begeistert

"Die glorreichen Sieben!!!! Wahnsinn!!!!!! Eine entfesselte und wirklich sexy DEG besiegt die Eisbären Berlin mit 5:1", schrieb der Klub auf seiner Facebook-Seite: "Ein wenig unheimlich ist das ja schon." Selbst Bundestrainer Marco Sturm ist begeistert, dem SID sagte er: "Das finde ich toll, die DEG hat einiges mitgemacht. Ich freue mich für die ganze Stadt, auch für Harold Kreis."

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Die ganze Deutsche Eishockey Liga (DEL) und der Klub selbst staunen über diese DEG, die in den vergangenen zwei Spielzeiten die Playoffs verpasst hatte. Mit dem Triumph über Berlin stellte das runderneuerte Team einen klubeigenen Startrekord auf. Die bisherige Bestmarke stammte aus der DEL-Premierensaison vor 24 Jahren. Damals waren einige Düsseldorfer Profis aus dem jetzigen Kader noch nicht mal geboren.

Trainer Harold Kreis setzt auf Teamgeist

"Hätte einer vor der Saison gesagt, dass wir nach sieben Spieltagen Tabellenführer sind, hätten wir es sofort unterschrieben und so genommen", sagte Stürmer Gogulla, der gegen Berlin mit einem Tor und zwei Vorlagen glänzte. Der Höhenflug kommt vielleicht überraschend, aber keineswegs unverdient. "Dahinter steckt sehr harte Arbeit, wir investieren viel dafür", betonte Gogulla.

Seit Trainer Harold Kreis im Sommer zurückgekehrt ist, tritt die Mannschaft wieder als Einheit auf. "Ganz entscheidend ist der Teamgeist", sagt Kreis: "Jeder ist für den anderen da." Für Köppchen, der vor der Saison aus Nürnberg zum achtmaligen Meister kam, ist auch die Zusammensetzung des Kaders ein Erfolgsrezept. "Es sind sehr gute Charaktere in der Mannschaft. Außerdem haben wir einige Spieler dabei, die zuletzt nicht ihre besten Zeiten erlebt haben und sich sagen: Jetzt erst recht!", sagte der Ex-Nationalspieler der Sport Bild.

Dies drückt sich im unbändigen Siegeswillen aus. Nach dem mäßigen ersten Drittel gegen Berlin (0:1) kam die DEG vor 7741 Zuschauern wie verwandelt aus der Kabine und zwang Berlin anschließend in die Knie. "Wir haben etwas verhalten begonnen, hatten vielleicht auch zu viel Respekt vor Berlin", meinte Kreis. In der Drittelpause stellte er taktisch um und ordnete mehr Scheibenbesitz an. Die Folge: Düsseldorf provozierte so Strafzeiten der Berliner und nutzte diese eiskalt aus. Kreis: "Wir haben Tore geschossen, als wir sie gebraucht haben."

Fans träumen vom Meistertitel

Einzig die schwere Schulterverletzung von Stürmer Manuel Strodel, der kurz vor Schluss gegen die Bande gekracht war, trübte die Freude. Die DEG befürchtet laut Rheinischer Post eine mindestens dreimonatige Pause.

Dennoch träumen einige Fans schon vom ersten Meistertitel seit 22 Jahren, die Verantwortlichen wollen das Saisonziel aber (noch) nicht nach oben korrigieren. Das Ziel bleibt das Erreichen der Playoffs, um noch mehr Fans in die Arena zu locken und die Gesellschafter bei Laune zu halten. Je häufiger also das Silber-Sakko auf Ehrenrunde geht, um so besser ist es um die DEG bestellt.

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