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München und Wolfsburg - Felix Brückmann feiert nach langer Verletzungspause sein Comeback bei den Grizzlys Wolfsburg. Im Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW" spricht er über den besonderen Tag.

Auf diesen besonderen Moment hat Felix Brückmann sehr lange gewartet - genauer gesagt 17 Monate.

Am Sonntag feierte der Torhüter der Grizzlys Wolfsburg nach langer Leidenszeit sein DEL-Comeback. Und wie: Die Grizzlys gewannen ihr Heimspiel mit 2:0 gegen den ERC Ingolstadt, Brückmann gelang ein Shutout und war der umjubelte Spieler des Abends.

"Es war alles sehr emotional und ich hatte nach dem Spiel auch einige Tränen in den Augen", sagte Brückmann im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1" mit Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann. "Ich war in erster Linie nur glücklich, dass ich überhaupt spielen durfte, dass ich es geschafft habe. Dass das Spiel dann so gelaufen ist, mit dem Sieg und dann auch noch zu Null, das ist alles schon sehr speziell", so Brückmann weiter.

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Teamkollegen crashen Interview

Schon bei der Teamvorstellung vor dem Spiel wurde der 28-Jährige von den Fans frenetisch gefeiert. Nach Spielende feierten ihn seine Teamkameraden und crashten schließlich sein Interview mit Magenta Sport. Die Zuschauer skandierten immer wieder seinen Namen, Brückmann musste die ein oder andere Extrarunde drehen.

All dies hat bei dem 28-Jährigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Die Jungs haben sich sehr für mich gefreut. Das zeigt, dass wir nicht nur Teamkollegen sind, sondern auch Freunde. Wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich wieder Gänsehaut."

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Sein letztes DEL-Spiel hatte er im März 2018 bestritten. Dann erhielt er vom Wolfsburger Mannschaftsarzt die Diagnose, dass er an beiden Hüftseiten operiert werden muss. Speziell für einen Torwart, der im Spiel vor allem auf seine Beweglichkeit angewiesen ist, eine niederschmetternde Verletzung. Ein Spezialist in München bestätigte dann die ersten Befürchtungen.

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Nachdem die erste Diagnose Brückmann "ein bisschen den Boden unter den Füßen weggezogen hat", folgte in München der eigentliche Schock. Der Arzt fragte ihn, ob er einen Plan B für die Zeit nach dem Eishockey parat habe.

Felix Brückmann im Podcast: "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1"

Brückmann stellt DEL-Rekord auf

Doch auch davon ließ sich der DEL-Rekordtorwart - in der Saison 2016/17 blieb er über 315 Minuten am Stück ohne Gegentor - nicht unterkriegen. Auf dem langen Weg zurück half ihm auch das Wissen, in der Saison 2018/19 kein Spiel bestreiten und sich voll und ganz auf die Rehabilitation konzentrieren zu können.

Nur einige Wochen nach der zweiten Operation kehrte er wieder auf das Eis zurück. Allerdings nur zum Schlittschulaufen. "Von da an wusste ich, dass ich wieder zurückkomme. Ich habe mir immer wieder kleine Ziele gesetzt, mit dem großen Ziel wieder zu spielen. Jetzt bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe. Es war eine Willensleistung", erklärte Brückmann.

Rick Goldmann, Sascha Bandermann und Basti Schwele (v.l.) sind die Köpfe von "DIE EISHOCKEY SHOW"
Rick Goldmann, Sascha Bandermann und Basti Schwele (v.l.) sind die Köpfe von "DIE EISHOCKEY SHOW" © SPORT1

In all der Euphorie um sein phänomenales Comeback ging in Wolfsburg die Freude über den guten Saisonstart beinahe etwas unter. Nach dem dritten Sieg in Serie stehen die Grizzlys nach dem 4. Spieltag auf Platz zwei hinter dem bisher noch verlustpunktfreien EHC Red Bull München.

Lob an den Manager 

Nach dem Verpassen der Playoffs in der vorangegangenen Saison wurde das Team komplett umgekrempelt. 17 Abgängen stehen 13 Neuzugänge gegenüber. Zudem wurde mit dem ehemaligen Bundestrainer Pat Cortina ein neuer Coach verpflichtet. 

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"Die Neuzugänge passen menschlich und sportlich gut zu uns", lobte der seit 2014 in Wolfsburg spielende Brückmann die Arbeit von Manager Charly Fliegauf in der Sommerpause. Auch habe die Mannschaft die Vorbereitung gut genutzt, um "sich an das System von Cortina zu gewöhnen."

Brückmann: "Dürfen nicht durchdrehen"

Nach dem guten Start warnt er allerdings vor zu großen Zielen: "Wir dürfen jetzt nicht durchdrehen."

Bereits am Freitag gibt es bei den Grizzlys ungeachtet des Ausgangs des Spiels bei den Kölner Haien wieder Grund zum Feiern. Stürmer Sebastian Furchner wird in Köln sein 1000. DEL-Spiel bestreiten. Damit ist er erst der fünfte Spieler überhaupt, der diese Marke in der DEL knacken wird. (DEL: Kölner Haie - Grizzlys Wolfsburg ab 19.30 Uhr im LIVETICKER)

Von der Marke Furchners kann Brückmann nur träumen. Er ist nach der langen Leidenszeit sicher froh um jeden weiteren Einsatz in der DEL.

© SPORT1

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