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Die Stars des EHC Red Bull München lassen die Köpfe hängen
Die Stars des EHC Red Bull München lassen die Köpfe hängen © Imago
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München - Der EHC Red Bull München muss seine Titelhoffnung in der DEL unerwartet früh begraben. Nach dem Aus gegen den ERC Ingolstadt sind die Beteiligten bedient.

Don Jackson war völlig bedient, als Deutschlands Eishockey-Krösus EHC Red Bull München nach sechs Jahren Höhenflug bretthart gelandet war.

"Es war eine unglückliche Niederlage für uns, keine Frage. Es ist gerade schwer in Worte zu fassen", sagte der Trainer des dreimaligen Meisters bei MagentaSport. Da war das unerwartet frühe Playoff-Aus gerade ein paar Minuten alt.

Bis in die Verlängerung mussten die Münchner Titelanwärter im zweiten Viertelfinal-Duell beim ERC Ingolstadt gehen, eine 4:2-Führung nach zwei Vierteln endete dramatisch als 4:5 (1:1, 3:1, 0:2, 0:1)-Pleite.

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Erstes Viertelfinal-Aus für München seit 2015

Weil Jacksons Team schon am vergangenen Dienstag das erste Spiel 1:4 abgegeben hatte, stand im coronabedingt verkürzten Best-of-three-Modus nun das erste Viertelfinal-Aus seit 2015.

Nach drei Meisterschaften in Serie (2016 bis 2018) und einem Vize-Titel 2019 galt der finanzstärkste Klub der PENNY DEL auch jetzt wieder als einer der Favoriten für das Finalticket. In der ersten Spielzeit nach dem Corona-Abbruch der Vorsaison, die ohne Champion endete, müssen sie in München aber nun die Lehren aus einem überraschenden Tiefschlag ziehen. (Spielplan und Ergebnisse der DEL)

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Der dominierende Klub der vergangenen Jahre, so ein angriffslustiger Jackson, werde sich schnellstmöglich voll auf Wiedergutmachung in der kommenden Spielzeit fokussieren.

Jackson schon heiß auf nächste Saison

"Wir müssen jetzt zurückkommen, neu starten und auf die nächste Saison schauen", sagte der 64-Jährige: "Ich kann es gar nicht abwarten. Ich fühle mich gut und wir werden bereit sein." Den Titel holt diese Saison aber jemand anderes.

Die Mitfavoriten Adler Mannheim und Eisbären Berlin rechnen sich wieder Chancen darauf aus, nachdem sie mit dem Rücken zur Wand das Münchner Schicksal für sich verhindert hatten. Die Entscheidung über ihr mögliches Weiterkommen fällt beim Showdown in Spiel drei am Samstag (PENNY DEL, Playoffs: Adler Mannheim - Straubing Tigers am Samstag ab 17.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). Und beide gehen mit neuem Selbstvertrauen in die schwere Aufgabe.

Adler und Eisbären wollen ins Halbfinale

Denn Mannheim bügelte am Donnerstag seine Auftaktpleite durch ein 3:1 (3:0, 0:0, 0:1) bei den Straubing Tigers eindrucksvoll aus - und verdiente sich Lob vom Coach. "Wir haben heute eine ganz andere Intensität aufs Eis gelegt, das hat man gesehen", sagte Adler-Trainer Pavel Gross: "Das ist das, was man braucht, und das werden wir auch am Samstag aufs Eis bringen. Wir müssen einfach marschieren."

Ähnlich ist die Einstellung bei den Berlinern, welche die Iserlohn Roosters mit 6:0 (2:0, 1:0, 3:0) aus der eigenen Halle schossen und ihren Fehlstart vergessen machten. "Wir wussten, was zu tun war, und jetzt geht's zum Nächsten", so Eisbären-Coach Serge Aubin.(Tabellen der DEL)

Berlins Nationalspieler Marcel Noebels formulierte die Marschrichtung sogar noch etwas klarer: "Wir wollen natürlich an das heutige Spiel anknüpfen und ins Halbfinale einziehen."

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