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Schalke hat in der League of Legends European Championship die Playoffs erreicht
Schalke hat in der League of Legends European Championship die Playoffs erreicht © Karina Ziminaite - GameSports.de
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Schalke 04 war stark in die Frühlingssaison der League of Legends European Championship gestartet. Vor dem Ende der Regular Season müssen die Königsblauen jedoch um die Playoffs zittern.

Umbruch gemeistert, Patch abgehakt, Grippewelle überstanden: In den zurückliegenden Wochen hatten die eSportler von Schalke 04 und ihr Chef Tim Reichert allerhand Brände zu löschen.

Ein kometenhafter Start in der neuen League of Legends European Championship (LEC) endete wegen vieler kleiner Probleme mit der harten Landung auf dem Boden der Tatsachen - und plötzlich zittern die Königsblauen vor den letzten Spieltagen der Regular Season um die Playoffs.

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Doch Reichert bringt das nicht aus der Fassung. "Ich bin sehr optimistisch, weil wir letzten Samstag das entscheidende Comeback gefeiert haben", sagte der Chief Gaming Officer des Fußball-Bundesligisten. Schalke steht derzeit auf dem letzten Playoff-Platz sechs der europäischen Top-Liga. Erst am vergangenen Wochenende hatten die Königsblauen mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Misfits ihre Pleitenserie von sechs Partien ohne Erfolg durchbrochen.

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Schalke hat Playoffs in der eigenen Hand

Gegen das bereits für die Playoffs qualifizierte Team Origen (Freitag, 22.00 Uhr) und das abgeschlagene Schlusslicht Rogue (Samstag, 18.00 Uhr) hat Schalke das Ticket für die Meisterrunde in der eigenen Hand. "Wenn wir an unser Limit kommen und unser bestes Spiel spielen, gewinnen wir beide Spiele", sagte Reichert.

Mit acht Siegen und acht Niederlagen liegt S04 direkt vor Misfits und dem Kölner Team SK Gaming, die sich mit je einer Bilanz von 7:9 den siebten Rang in der Zehner-Liga teilen. "Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass Misfits raus ist", sagte Reichert, der das Team für "momentan nicht stark genug" hält.

SK Gaming, das 1997 von Reichert mitgegründet wurde, bekommt es derweil ebenfalls mit Rogue (Freitag, 19.00 Uhr) und dem französischen Top-Team Vitality (Samstag, 19.00 Uhr) zu tun.

Pech im Laufe der Saison 

Insgesamt wäre Reichert mit dem Playoff-Einzug in der ersten Saison nach einem großen personellen Umbruch zufrieden. Auch wenn sich die aktuelle Lage nach dem starken Saisonbeginn mit einer Bilanz von 7:2 "ein wenig schlecht" anfühle. Nach dem Finaleinzug in der Sommersaison 2018 und der knapp verpassten WM war nur Star-Spieler Elias "Upset" Lipp vom ursprünglichen Team übrig geblieben.

Während der Saison machten der neue Patch (Überholung der Spielversion/d.Red) und eine im Team grassierende Grippe Probleme - zu allem Überfluss auch noch gleichzeitig. "Deshalb konnten wir uns da nicht richtig einspielen und haben uns danach nicht richtig zurechtgefunden", sagte Reichert.

Mit einer möglichen Playoff-Teilnahme würde Schalke bereits wichtige Punkte für die WM-Qualifikation sammeln, die in der kommenden Sommersaison in die heiße Phase geht. Doch vorher stehen noch die Frühlingsfinals am 13. und 14. April in Rotterdam an, die Reichert als Ziel nicht für unrealistisch hält: "Schaffen wir es in die Play-offs, habe ich ein ganz gutes Gefühl, dass wir es auch nach Rotterdam schaffen können."

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